[1] Riie: kleiner Bach.

[2] Klapptuffeln: Pantoffeln mit Holzsohlen.

[3] mutziger: schneller.

[4] Jiöcke: Jucken.

[5] met 'n Kleie: mit der Krätze.

[6] deftiger: kräftiger, nachdrucksvoller.

[7] elennige aardig: überaus fein, zart, manierlich.

[8] Griiwelingsschmalt: Dachsfett.

[9] Schnüüsterigge: Kleinigkeit, Allerlei ohne Werth.

[10] alldach: demohngeachtet, unterdessen.

[11] sau biister leige nicht: so gar übel nicht.

[12] Raarigheeden: Eigenthümlichkeiten, Besonderheiten.

[13] Verdwiin: Verschwinden.

[14] henkuomen Lüüe: betagte Leute.

[15] Excessers: Assessoren.

[16] Landströöfeln: kurze, leinene Gamaschen.

[17] saardookene: zarttuchene, feine.

[18] spialterne: zinkene.

[19] 'ne wandelbaare Stiie: eine veränderte Stelle.

[20] drepannen: dreipfandig, aus drei Theilen zusammengefügt.

[21] Stüütspangen: Messingblechstreifen zum Zusamnmenhalten der Haarnesteln.

[22] Püntnauteln: Brustnadeln.

[23] met willigen Schrääerläckern: mit geräumigen, gefälligen Seitenschlitzen.

[24] Magsachten: grobe Leinwandstücke, welche zur Ersparung von Tuch etc. an der Stelle in die Weiberröcke eingesetzt werden, wo die Schürze herüberhängt. Dies Wort hat sich aus der Redensart: »dat mag't sachte doon« das kann's wohl gut machen, wohl thun, gebildet.

[25] Kniepe: Taille.

[26] Lowwen: Krausen, Handkrausen.

[27] Luurkenlack: eine Öffnung im Camisole, in der Gegend der Brüste, um die Säuglinge bequemer anlegen zu können.

[28] Böskes: Brustlatze.

[29] dat Kamsoolsfoor: fig. die Brüste.

[30] Fluötekrallen: große Bernsteinperlen, welche die Flüsse ausziehen oder vertreiben sollen.

[31] Hiermkenfelle: Hermelin.

[32] Füürdööker: (nicht von Feuer sondern von vor abzuleiten) Schürzen.

[33] Wentken: schlechte leinene Überwurfröcke, zur Schonung der bessern.

[34] Schlippen: kleine Schürzen.

[35] eerene Beckens: irdene Näpfe.

[36] de Denste: die Dienstboten.

[37] Möösken: Suppe von Milch und Mehl.

[38] Imb't: Inbiß, Frühstück.

[39] Raamenroot: Rauchfangsruß.

[40] balgschlächtig: bauchschlägig, (Colik).

[41] lankings Bücksen: Nanquin-Hosen.

[42] Präumkes: Kautaback.

[43] Karmielks-Waarmbeer: Buttermilchsuppe.

[44] Schmittsel: Topfschwärze.

[45] Bibäärigheeden: Grimassen, üble Angewohnheiten.

[46] bedrüüßelde: betäubte.

[47] triiseln: rollen, kreiseln.

[48] in 'n Dutte: im Halbschlafe, Traume.

[49] na'r Fissen: nach der Schnur, nach Wunsch.

[50] wuormäuterig: wurmstichig.

[51] blesset: gezeichnet. So sagt man: 'n Baum blessen: einen Baum auszeichnen.

[52] Parremitenhelden: Pyramidenhelden.

[53] bedwelt: verirrt.

[54] Piik: Mark.

[55] weghoosten: weghusten.

[56] Sielen: Siehlen, (Zuggeschirr der Pferde).

[57] Jöcke un Sielen: Joche und Siehlen.

[58] Willebreewe: Danksagungsschreiben, Zeugnisse.

[59] de Niggelaut: das Neue, der Glanz der Neuheit.

[60] hierriätern: herrasseln, herschnacken.

[61] mannigen Breef T'back: manches Packet Taback.

[62] gäpsvullswiise: was man in beiden offen gegen einander gelegten Händen halten kann.

[63] an'n Knappe: am Haken.

[64] 'n Äumerken: ein kleines Fünkchen.

[65] fliggen: hervorsuchen.

[66] 'n Käären letten: ein wenig warten.

[67] jeewe: reichlich, völlig.

[68] fläige: feige, nachgiebig, kleinmüthig.

[69] Iärften: Erbsen.

[70] Gnawwels: von gnagen: nagen. So nannten unsere Soldaten den harten Schiffszwieback.

[71] geesigen: blassen, schwächlich aussehenden.

[72] Kuusen: Backenzähne.

[73] Schmachtrüüens: ausgehungerte Hunde.

[74] gneeseden: grinseten.

[75] Bäär: Eber.

[76] Eene: Jemand, Jedermann.

[77] ault' Mass: altes Moos.

[78] en: ihnen.

[79] wat: einige.

[80] doste: durfte.

[81] iilig: eilig, mit Geschäften überhäuft; de iilige Tiidt: die Aerntezeit.

[82] as 'r to: als nur möglich.

[83] Gedachten: Gedanken.

[84] un düt un dat'r wual wier in moste: und Dies und Jenes als unrichtig wohl wieder zurückgenommen werden müßte.

[85] Bäärbiiterigge: Sauhetze.

[86] gluursken: lauernden, tückischen.

[87] met Leiwe: mit Ruhe.

[88] Füürbööter: Einheitzer.

[89] sünner Wierkiiken: ohne daß man sich darnach umzusehen hat.

[90] Bollen: Keulen.

[91] ree: fertig.

[92] toreet: bereitet.

[93] Kunfertanßigge: Confortantia.

[94] Düügte: Tugend, Tüchtigkeit.

[95] verschüttket: verschüttet, verloren.

[96] van doon'n hebbet: nöthig haben.

[97] riigen: ordnen, fügen.

[98] striiwsken: bestrebsamen.

[99] achter'n Gluurbuske: im Hinterhalte, auf der Lauer.

[100] Schlüürtuffeln: Schlurren.

[101] bi'n Flässen: bei der Flachsbereitung.

[102] Schliitelwierk: was zum eigenen Gebrauch, Verschleiß, bestimmt ist.

[103] verschliiten: gebrauchen, verwenden.

[104] 'n Knitzken: ein Wenig.

[105] de Schwollst: die Geschwulst, das Anschwellen, der Andrang.

[106] Bistrup: Bissendorf.

[107] 'n Ittelke: Einige.

[108] Bruns'm: Brunsmann.

[109] Upstiäkerske: Putzmacherin.

[110] sittsamen: sitzenden.

[111] Maschiene: hier Knipp- oder Kräusel-Maschine.

[112] Wiepsen: Wippen.

[113] hüüte: jetzt.

[114] Anlaut: Anschein, Aussicht.

[115] Tostäuners: ungefügige, unanstellige Menschen.

[116] Bisselschillingstiär: ein Fest, welches die Landleute von dem Ertrage der Conventional-Strafgelder für gegenseitig gepfändetes Weidevieh veranstalten.

[A] hüütiges Daages süht me se vorwahr auck wual al met krüllede Haare loopen. Wüst'n Buur vor'n Düssen auck wual wat van 'n Haarkläuwer? Nu mot'r in jeddern Duarpe to'm Minnsten een Kloddendokter sien, süß is't nich vullständig, un de Bedeenunge heft hen un wier de Köster bito.

[B] Düsser Daage höölt ick auck es Eenen vor, dat he dach leewer bi'r Piipen af bi'n Präumken bliiwen scholl; man de mende, wat daar wual graut's up to seggen wööre: Met de Segarren harr he't faarts duwwelt, an'n eenen Ende 't Präumken un an 'n annern den Damp. Daar konn 'k dach nich tiigen an ... 'T is de Welt! Allens man duwwelt up, eewelt[D] geht't alldach nich mehr. —

Futikant! de 't bieter wietet,
Un alldach den Taback friätet.

[C] Das ist schon ein alter Erb-Schaden; denn Bartholomäus Ringwald sagt in seiner »Lauteren Wahrheit« (1585):

Ich lob die Pol'n in ihrer Zier,
Die bleibn bei der alten Manier,
Bekleiden sich nach Landesbrauch,
Wie Türken und Musewiter auch.
Aber die Leut im deutschen Land
In Kleidung halten kein Bestand
Daran man sie mit wahrem Grund,
Wie andre Landschaft kennen kunnt;
Sondern sie seind gleich wie die Affn,
Nach Welschen und Franzosen gaffn,
So wol nach Böhmen und dergleichen,
Die ihrer Lande Gränz erreichen:
Was die an Rüstung, Roß und Wagn
Gebrauchen und am Leibe tragn,
Das müssen Jungfrau, Mann und Knabn
Auch allenthalben um sich habn.
Mit welcher Tracht und losen Dingn
Sie sich nur um die Heller bringn
Und machen (wie mans wol erfindt),
Daß alles Geld im Land verschwindt.
Ja, wenn sie noch bei Einem bliebn
Und nicht so leichten Wechsel triebn
In Röcken, Wämsen, Stiefeln, Hut,
So ging es hin und wär noch gut!
Aber ehe denn man dargesicht,
So wird was Neues aufgericht
Darauf so fallen sie insgemein,
Wie sollen sie denn vermüglich sein?
Und weil die Kinder Israel,
Mann, Weiber, Jungfrau und Gesell,
Sich der verfluchten Hoffahrt fleißn,
Gehn schwänzen und für Schminke gleißn,
Darzu köstliche Schuh antragn,
So wird sie Gott (das mag ich sagn)
Mit Pestilenz darnieder schlagn
Oder den Türken lassen plagn
Oder wird ihre Marderschaubn[E],
Gezogne Borten, Flitterhaubn
Lan in die Schul der Jüden gehn,
Daß sie darnach kein deutsch verstehn.

[D] eewelt: einfach.

[E] Marderschauben: Röcke mit Marderfell besetzt.

[F] Die »Herrenreste« ist 2 Stunden von Osnabrück entfernt und es führte ehemals ein sehr schlechter stets bergan steigender Weg dahin.

[G] Die Uhr, nebst daran hängendem Petschaft, dieses tapfern Pyramidenhelden, beide mit den demselben vom Kaiser Napoleon verliehenen Wappen — ein aufrechtstehender Löwe, umgeben von 9 brennenden Granaten, in blauem Felde; im Ehrenschilde, rechts, ein Ehrendegen; Schilddecke, eine Krone; Einfassung, Decoration der Ehrenlegion — versehen, sind mein wohlerworbenes Eigenthum, in welchem ich eine der interessantesten Reliquien des großen Schlachttages von Waterloo zu besitzen glaube.

[H] Der Bauer sagt nicht: de Schwalwe flügt düür de Luft; sondern.... schnitt (schneidet) düür de Luft.

[I] Met Vergnöögen heww' ick e häärt, dat sick hier un daar up'n Lande Vereine bildet, de dr'up afgaaet, dat se in Platz van den dünnen kattuunen Tüüge faartan nicks anners as Drücksel van sülwest tüügeden Linnen driägen willt. Dat is recht un nütte to luawen un se schiölet auck baule to der Insicht kuomen, dat se'r bieter anne dooet; dann söckes wat hält teggenmal länger, mag ick wual seggen, un 'n Jeddereene kann 't sick je auck sau fiin spinnen un wuörken as he will un 'r Musters und K'löre ganz na siinen Gefallen, sau bunt as'n Distelfinke, van 'n Drücker upsetten lauten: Mochten söcke Vereine uäwerall tohaupe triäen. Alle Baate helpet; un wat kleed un rekummedeert aparte 'n junk Wicht wual bieter as dat, daar 't van seggen kann, dat heww' ick mi sülwent toreet. Dann kann uuse Linnen auck wier in'n Priis kuomen un wann se fiin Drücksel hebben willt un miötet, leeret he bito auck wual fiiner un glattfiämiger Gaaren spinnen.

[J] Die Tage der Charwoche heißen: Palm'n Sönndag; Gooen Maundag; Schellen Dingsdag; Asker Middewieken, (auch wohl stille Gooensdag); grööne Dönnerdag; stillen Friidag; Pausk' Auwend.

Füfde Breef.

Ick hewwe al sint en Paar Jahren sau hier un daar herümme lunkahret un prachert[1], dat 'k geeren aule plattdüütske Vertellsels, Luatel-Spriöke, Pundwäärde un Leeder hebben woll, up't leeweste söcke, de se sick uut'n Gedächtnisse vertellet un van de gooen Aulen häärt hebbet; man söckes wat kann me reefaarts al gaar nich lichtferrig mehr andriepen, dann de sind meestig auck na uut der aulen Tiidt, as se sick de Niäsen na up de Mowwen wiskeden un de Düüwel na in der Piiken an 'n Leebande[2] gönk, un uuse leewe Herrgatt Heer un Mester was, un de Aulen, de se van 'n Antkevaar af van de Bessemoor na wual häärt harren un wüßten, sind grätsten Deels daute un de 'r nau in'n Liiwen sind, müüget söckes wat wual nich to biister geeren up 't Papier bringen un wann se Eenen auck wual es wat tosegg't hebb't, bliiwet se dach meestig bi eeren Wäärden as de Haase bi der Trummeln; to'm Minnsten lautet se sick'r eerst elendige lange to näudigen: deels uut Oorsaaken dat se 't nich sau hennige bookstaweeren kiönet, deels halwens auck meenen müüget, me woll se 'r bi Geliegenheit es wat met ööwen. Man van söcken Lüüen bin ick nich; dessentwiegen bidde ick Ju, wann Ji Aart van söcke Dööntkes of Leeder wieten schollen, of uphäären konnen, dat Ji mi de Fründskup doonen mogten, Allens wat man ichtens daarvan to kriigen is, 't sii kort of lank, reggen un zierlick of unnüüsel un eesk[3], vor mi uptoraagen; dann de geleerden Niggeläute[4] willt't jüstemente geeren sau butt un platt hewwen, as 't de Lüüe unner sick natüürlick un gemeen hen to sprieken plieget. Dann werd't Aarigste[5] un Deftigste 'r uut e sogt un na Berlin in de Bookdrückerigge schicket, daar se alle Völkerstimmen nau maaket, un wat'r dann van afdrücket werd, kiöne Ji un Juue Kinner un Kinnes-Kinner na vielen Jahren dann auck na wual es to liäsen kriigen.

Elendige leef scholl 't mi siinen, wann Ji mi an en ault Leed helpen konnen, dat ick in miinen jungen Jahren faaken singen häärt hebbe, man nu nich mehr tohaupe kriigen kann. Et was 'n Spottleed up 'n verleiweden Junker, de achter'n wackern Buurenwiiwe hier was, un wann he wüßte, dat de Buur up 'n Feile dagwierkede, na der jungen Fruwwen schleik. Man de Buur mierkede antleste Müüse un drööp 'n es unvermoodlick an. He fröög en, wo he to düsser Daagestiidt to der Ehre keime un wat siines Sinnes wööre? Da anwerde em de verfehrde[6] Junker met'n Muttse[7]:

»Ick woll Juuer Fruwwen 'n Leedken leeren
»Un eer't 'n paarmal uäwerhäären, etc.«

Man de Baur fackelde nich lange un siä:

»Wost du miinen Wiiwe wat Nigges leeren? etc.«

un

»Dau nam de Baur dat Giewelspet
»Un schlöög den Juncker, dat he etc.«

Et is mi eegentlick man ümme dat Giewelspet to doonen, dann de Geleerden hebb't sick'r al lange de Köppe uäwer terbruaken un kiönet 'r nau bes up'n hüütigen Dag nich recht achter raaken, wat'n Giewelspet wual vor'n Dink si. De Eene ment 't si en Nauthaaken, de Andre hält 't vor' ne Fleeskgaffel, de Drüdde vor ne Schattfuarke[8], of sau'n Aart Dink, un lestens mende vorwahr sau gaar Eene, et konn wual de Geck[9] buawen up'n vörnsten Giewel sien. Man antleste heft 'r in 't Geheel na wual nich Eene Recht van; dann na miinen Gissen[10] most't dach wual sau 'n hennig Dingent siin, dat den Buuren faarts to'n Griepe leig of stönd un dat dooet de Nauthaaken, Fleeskgaffeln un söcke Reetskuppen insgemeen, un aparte de Geck up'n Faste[11] nich.

Ick, vor miin Part, rieke, dat 't de iiserne Fleeskfuarke sien miöte, daar se dat Fleesk in'n Kietel met ümmedregget un dat se an'n Längehaule[12] hangen hebbet.

Wann ick dat Leed man harre, dann kweime ick'r vellichte düür den T'saamenhank un Waartsinn na wual achter[A].

Dat was gistern Auwend dann dach 'n grüwwelsk Unnewier[13]. Harren de aarmen Steertenbrincks Kuatenlüüe[14] dach man uut der rechten Huuspostillen biäet, dann harr uuse Herrgatt se wual sau nich bedrööwet un 't wööre in den Kuaten wual nich in e schlaagen. Leider weet ick den Tiitel man nich nowwe, süß schollen Ji Ju dat Book dach auck anschaffen, dann se haulet'r vor, dat't 'n unfehlsamen Wiirbiete[15] sii, daar se up wat Stiien mehr up uutdooet, as up al ander Hilligedom[16].

To Jahr[17] um düsse Tiidt was'r wisse auck sa'n staark Grummelwier, dat't lüchtede un kniäterde, as wann de Welt vergaunen scholl. Kort'r nau kwam ick bi Schiäwentruppe vorbi. Paarten-Klaus[18] stönd jüst met'r Siekeln[19] an'n Huusgraawen un woll'n bieten Gress vor de Ziegen schniien. Ick baut em 'n gooen Dag un fröög'n, af he lest Auwends bi den gefährlicken Unnewiere auck bange wiesen wööre. Je-nei[20], siä he, bange bin 'k sau baule jüst nich, man des Auwends gönkt'r dach hellske hart un eesig[21] hier un raakede mi alldach sau wat an 't Gemööte, dat ick dach Aart in't Freesen[22] un up fromme Gedachten kwam. Wodann? fröög ick. Dau siä he: t' is bi us de Bruuk, dat, wann 'r 'n Grummelschuur[23] upstigt un 't sau misfährlick lüchtet[24], as 't dautomaulen dää, de Kinner de aulen Huusp'stillen vor de Niäsen kriigen un 'r 'n nütte[25] Gebät uut liäsen miötet. Nu was 't 'n Sööken un Schwöögen[26] in'n Huuse, dat se de rööteriggen[27] P'stillen nich e fiinen konnen, dat ick antleste fröög: M'ri-Triine, waar he ji se dann hen e drawwelt? Dat anwerde mi ganz verbaaselt: Klaus, nu fällt mi't wier in, se liggt in der Kierken. Dau siä 'k, dann nimm't Gesankbook man; man dat harr't Lüüt in der Schoole liggen lauten un dau was'r anners nin Raut, as dat wie us met'n himmelsken Wegwiiser behelpen mosten.

As se'r nu'n Paar Verske hierrietert harren, de nich allstobiister lank un auck jüst wual nich hauptsächlik up de Saake in e richtet wören, un de Kniäterigge[28] an 'n Hiäwen[29] na nich naulauten woll, fönk uuse Aulske antleste an, 'r 'n half Stiige Au-M'rigge[30] un 'n Vater Unser achter nau to muormeln; man dau wöörd ick di sau töörnsk in der Platten, dat 'k mi nich biergen konn, un siä: Du menst wual, uuse Herrgatt si'n aulen Joost-Hierm. Af du dat 'r hier schnaaterst, af hoostest'r vor, dat is'r liike nau[31]; dann daar steht je nich'n Tittelken van'n Unnewiere inne. Wann wi de P'stillen nich n hebbet, is 't dach alle man vergiiflicke Saabeligge, daar uuse Herrgatt wual nich es 't Bitterste na lustert; un dau moste 't Lüüt düür 't rööklause Wier, dann 't riegnede as wann 't met Maulen gäut, dat'r wual ne Sündfloot[D] harr uut e weeren konnt, un haalen de Huusp'stillen uut'r Kierken. Man sau as wi de auck man upschlöögen, was 't as wann't uusen leewen Herrgatt auck mutts an't Harte kwam, dann he lööt't na ens nütte lüchten un kniätern un dau was 't auck faarts met Ens stump alle[32].

Wat dach't rechte Gebetbook nich'n dööt!

Gatt Laf! dat den Lüüen dach allnagraae de Augen upgaaet, as den niigendaagsken Teckels[33], un dergliiken abele Bigläuwskhet, de sick na uut der dummen Tiidt hierschrift, daar allens up Augenverkäucheligge[34] un Blindöökerigge berieket, un an e legt was, nau un nau uut'r Welt kümmt, af 'r gliik in uusen Daagen leider na Manges vorkümmt un schüüt, dat se de Upkläärunge met Gewalt trügge haulen un de Minskheet, de dach eegentlick van Gatts un Rechts wiegen alle gliike Berechtigunge to vernünftige Belehrunge un Uutbellunge heft, blixke geeren wier bliinddööken mogden. Man met den Handwierke schall't sick wual wenner wier leggen, dann 't werd hen un wier dann dach auck alls to butt e driewen un se weeret Ju alldach to klook, dat se allnhand wual begriipet, dat Gliikheet un Friiheet in Lehr un Verkehr 'ne hillige Saate vor de heele Minskheet is un dat 't met'r Wiismaakerigge van Wunnern, Hillgedoom un Hexeriggen 'n Ende heft. Dat is de Baas[35], wat me met Vernunft un met Füüsten griipen kann... Wel dat erkinnet, de lät sick je auck wual hüütiges Daages met geestlicke un weltlicke Ummetuäge un Lipplapperiggen, nich mehr beööwen un begäusken.

Bes to'n Neigsten.

Bliiwet Alle gesund.