Man de Aulske, de den Praut met an e lustert[87] harr, siä: Iisels sind Iisels un bliiwet Iisels, se hebben veer Beene of twee, un wann auck uuse Griise diin Brooer nich n is, konnest du alldach siin Broor wual sien, dann du bist jüst nich'n Haar klööker as de.
[1] de tüsken 'n .................. graut wooren was: der noch nicht von Hause gewesen war; sich noch nicht umgesehen hatte.
[2] de Bawwe: der Vater.
[3] Galpern: Plagen, Wehklagen.
[4] bekrutt: traurig, betrübt.
[5] Schlaage: Etwas zusammengeschlagenes, wie z. B. eine Butter wie die Bauern sie zu Markte bringen.
[6] dann in der Stadt ................ an beeden Böörden: denn in der Stadt giebt's immer viel.
[7] Oeweldaar: Einer der sich hänseln läßt.
[8] verblüffen: irre machen.
[9] nütte: sehr.
[10] Twiigkuarw: ein feiner Korb von Weidenzweigen.
[11] eene Stiige: zwanzig Stück.
[12] tüsken de Schiiwen raaget: zwischen die Flachsschuppen sorgfältig verpackt.
[13] n biilings gaun: entlang gehen.
[14] wel: statt wer.
[15] Ein Schilling, oder 12 Pfennige.
[16] En Oortsdaaler: — von Ort oder ein Viertel — ¼ Thaler. 'n halwen Oortsdaler: — ⅛ Thaler oder 3 Ggr.
[17] belämmern un bemüülen: anführen.
[18] Dwaus: Tölpel.
[19] Bieker: Becher.
[20] uutguölen: ausfallen.
[21] Anrichte: Küchenschrank.
[22] Fisse: der dickere Faden, womit das gesponnene Garn in Binde abgetheilt und zusammengehalten wird.
[23] waaren: hüten.
[24] fuul: schmutzig.
[25] toschleppet: zugeschmutzt.
[26] en Praus: eine Weile.
[27] Nestepuck: Nestling; das jüngste Kind.
[28] up'r Huukenacken: auf dem Rücken.
[29] mutts: plötzlich.
[30] Verwank winnen: Zeit, Gelegenheit gewinnen.
[31] Houk, (nicht Huuk): Ecke.
[32] Schatthuasen: Strümpfe ohne Füßlinge.
[33] Landströöfeln: sind kurze leinene Gamaschen.
[34] Ellebutt: Iltis.
[35] Schrautdüüre: Seitenthür.
[36] jeewe: einigermaaßen.
[37] Grummeltaaren: aufsteigendes dickes Gewittergewölk.
[38] 'n Lütk letten: ein Wenig warten.
[39] met'n Schnappe: sofort, augenblicklich.
[40] liä: legte, von leggen: legen.
[41] Pingelpott: Küchen-Mörser, Glocke.
[42] Paltrock: Mantel-Oberrock.
[43] Behr: Eber.
[44] de Schuaken: die Schenkel.
[45] ganfeln: trachten, sich bemühen.
[46] dat schall wual striiken: das wird wohl gut gehen.
[47] bedaart: bethört, geirrt.
[48] aabel: wunderlich, albern.
[49] Beschüüte: Biscuit, Zwieback.
[50] Rüggenscheeter: Bäcker.
[51] upmuntern: munter werden, erwachen.
[52] beliikteekenen: nachweisen, erklären.
[53] spiiten: verdrießen, ärgern.
[54] Schlart: Fetzen.
[55] eer: ihnen.
[56] allebatt: jedesmal.
[57] Booe: Bude, Kramladen.
[58] gawwe: geschwinde.
[59] en Verrel in siewen: ist ¼ nach 6.
[60] freesen: fürchten.
[61] rückeesen: auf einer Stelle sitzend hin und her rücken.
[62] p'rfass: par force.
[63] Batzen: Lenden, Hintertheil.
[64] daal: nieder.
[65] biister: ist ein bloßes Vergrößerungswort. Nich to biister geeren: nicht gar zu gern.
[66] Beitel: Meißel.
[67] Verschiel: Irrung.
[68] Bieten: Bissen, Stücke.
[69] eeget: verschuldet, verdient.
[70] kellen: schmerzen.
[71] sülbacken Stuuten, oder Braud: selbst gebackenes Weiß- oder Schwarzbrod.
[72] lüünsken: launen.
[73] baaten: nützen, Vortheil bringen.
[74] ööwen: foppen.
[75] baats: sofort.
[76] Waagentruae: Wagengleise.
[77] aart: etwas.
[78] ene Gäpsen vull: eine hohle Hand voll.
[79] Schleef: großer hölzerner Löffel.
[80] gissen: dafür halten.
[81] Tüs, Tüs: halt! Stille! laß ab!
[82] kasseln: taufen.
[83] Vadder: Gevatter.
[84] Wiiehopp: Wiedehopf.
[85] luuen: lauten. Dat luut nich: das lautet nicht gut.
[86] dat mot'r wier in: das muß zurückgenommen werden.
[87] anlustern: anhören.
[A] Die Küster auf dem Lande sind gemeiniglich zugleich Schullehrer und solche werden hie und da Herr Präceptor — contrahirt: Hepzepter — genannt.
[B] w'er wier: wieder da; ist eigentlich ein Pleonasmus; solche kommen öfter vor: z. B. de De: derjenige; 't is de De: es ist Derjenige.
[C] »kasseln,« kömmt her von Kasse: Kerze; weil die Taufe im Alterthume bei Lichtern geschah. So heißt auch der Frühgottesdienst am Christfeste: Kassuchte, oder Kerzen-Uchte[D].
[D] Uchte heißt die Morgenfrühe, oder der Tag in seiner Geburt; von: üchten, gebären.
Herr Caplaun! Se hebb't mi düsser Daage sau'n elennige wualfeil[1] Gesankbook toschicket, daar sau viele schäune Leeder inne staaet up hauge un platt (man de plattdüütsken sind aparte de besten) de hebb't Se wisse alle sülwenst maaket. Ick woll'r wual wat ümme schüllig sienen, dat'k dat auck verstönne un dat'k't auck man sau uut'r Mowwen schüdden konne. De Versoek is't Naaste[2]; plieg'k wual to seggen, un dau gönk ick simmeleeren un studeeren un hewwe daar auck sau'n paar Riige tohaupe stüsselt[3], de awerst wual nich to biister viele bedüüen willt. Ick woll Se wual versööken[4], dat Se se ens uäwerlöösen un mi dann uprichtig siäen, wat Se'r van meenet un wann't Se nich allsto leige[5] sien scholl, dann woll de Heer Bookbiiner Lellmann Se auck wual fründlick begiären, den Versk in düssen bunten Klapp[6] to doonen un bi de annern schäunen Saaken to'm Andenken daaltoleggen.
Man wo Se saunen Haup Leeder vor sau wenig Geld maaken un wegdoonen kiönet, dat kann ick aparte nich begriipen; dat ganze Book kostet wisse nich es 'n Oortsdaaler[7] un'r sind dach wual hunnert fiif un siewentig enkel[8] schäune Leeder inne. Wann me sick to'r Kierm'sse man es sau'n enkelt[9] Leed van'n Marketschregger[10] of'n Lyrendregger kaupen will, dat kann me siin Liewe unner'n Mattier nich e kriigen un dann is't nau na nicks as eesk[11] dumm Tüüg. Hebb't Se nau wat van de Bööker liggen, dann woll'k se wual bi düsser Geliegenheet rekummedeeren, dat se nich allsto rööterig[12] wöören; dann'r is sieker nau wual een of anner Fründ hier, de se auck wual geeren neime un siine Kinner singen leerde.
Ick hebbe daar auck sau'n half Stiige junge Lüüe met'e bracht, de sick beröömet, dat se Allens singen kiönen, 't sii Hauge of Platt.
Daar fällt mi'n Dööntken bi in, dat ick vor'n Stiige Jahren faaken vertellen häärt hebbe un dat'k, met Verläuwe, abslut eerst to'm Besten giiwen mot.
Et sind je wual al'n Stiige Jahr verlieen[13], dat'r wisse auck sau'n verdüüwelt Fruuminske up'n Tuage[14] was, dat vor Geld in allen Spraucken singen konn, up fransk, türk'sk, poolsk un wat alle mehr. Me scholl vorwahr nich gläuwen, dat söckes wat müügelick wööre up 'r Welt, wann se 't Eene nich vor Wahrheet vertellt harren; man 't steht wisse auck drücket un wat'r drücket is mot dann dach wual wahr sien. Tööf es[15], wau hedde dat Minskenkiind dach gliiks? Mudamme Ka.. Ka.. Katte ... jau, jau, Kattelhahne, »Mudamme Kattelhahne,« nich wahr?..
Dat Wiif kloppede alle Büske un Braaken af un löt't sick mächtige düür betaalen. Man düütsk mot't aparte dach wual sau recht nich e konnt hebben, dann se vertellden datomaulen en putzig Dööntken, war ick dat uut schluute.
Dat Wiif was auck na Göttingen gaunen, dat het, et was'r in'r Kutsken henföhrt, un de Studenten, weet me wual, sittet jümmeran aller Nücke vull, un heb't ju dat Fruuminske es nütte up'n Tant follt, af 't auck wual düütsk verstönne. Se heb't sau'n eesk Leed, dat fänkt an: »Gooe Nacht, gooe Nacht, Junfer Anne Dorothee etc.« un dann kümmt 'r 'n Huupen unnüüsel Tüüg inne vor. Nu luurden se dat Fruusminske een's Auwends up, as 't jüst tüsken de Piöle kruapen was, un föngen up 'r Strauten unner'n Kaamerfenster sau unwiis an to kerjöölen, dat 't Wiif bii'n besten Willen nich in'n Bedde duuren konn. — Dat 't Fruusvolk alltohaupe niesgierig is, weet Jedereene. Et stönd up, un sprünk na der Fensterlucht un woll ens sehn, wat 'r vor 'n Austermaul[16] sii; Dau mierkede 't eerst, dat 't em sülwenst geelen scholl; dann se rööpen alle wisseweg: Vivat Mudamme Kattelhahne! Vivat Mudamme Kattelhahne! un dau föngen se dat eeske, fuule[17] Leed an to singen, dat allerdingsens up 'ne schäune Wiise[18] geht. As nu de fuulste Stiie kwam, dau wöören se ganz blieken dull un bölkeden asse Ossen; man dat geföllt den aabeln Wiiwe sau diiger[19] goot, dat 't sick up fransk ganz elendige niederträchtig[20] un fründlick bedankede.
Ick hebb 't auck wual wüßt, wat 't segt heft, man ick mot mi 'r eerst wier up besinnen, dann 't Franske vergit sick met'n Ümmesehns un mundet eene nich allstobiister[21], wann me 't nich af un an bedrift, daar me hüütiges Daages sau baule nine Geliegenheet mehr to find't; up Düütsk was 't ungefähr to seggen: Miine Heerens, Ji erwiiset mi graute Ehre, ick bedanke mi auck duusentmal vor de schäunen Kumpelmente; de fiine Liewensaart der Göttinger Studenten weere ick miin Daage nich vergieten.
Miine Studenten hebbt 'r eersten al 'n Käären quinkeleert, man ick konn 'r sau recht nin'n Verstand in e kriigen, dann de Eene sünk hott un de An're haae. Dat heetet se wisse veerstimmig. De 'r bi mi stönnen, menden et harr' alldach[22] sau leige nau nich e luuet. Wat ducht Se, Heer Caplaun, wann wi se es 'n bieten up 'n Tant folden, af se up düssen Versk auck wual 'ne Wiise wüßten?
Un nu woll'k wual fründlicke bidden, dat de weerde Sellskup 'n Käären Gemack hööle un de Ahren es recht fiin spitzede, dann miine Sängers hebb't mi gistern luawet, dat se van Daage eer Allerbeste doonen willen.
Hallo Burssens, kuomt es vor'n Dag! man gröölet mi nich allsto unwiise, dann Ji sehet wual, dat hier wat fiine Ahren sind; wann Ji Juue Saaken goot maaket, dann schiöl' Ji auck herneigest 'n farssen Drunk uut den niggen Kroose[23] doonen, daar dat Spinnrädken buawen uppe steht.
Am
Naamensdaage des Heern Caplauns Matthias Seling
to Ossenbrügge, den 24. Februar 1842.
Bei'm Feste, das die Liebe Dir bereitet,
Soll zwar das ernste Wort vorherrschend sein;
Doch schleicht sich auch vielleicht ein Scherz mit ein,
So werd' er nur nicht mißgedeutet.
De Mann gefällt mi ganz in siiner Aart,
Wer em man folgen will, is goot verwahrt.
N. N.
Seh't hier den Mann, den Baas in Allen!
Een dönnernd Vivat müüg' em schallen,.
De us belehrt, beräth, un singet,
Un Riimsels maaket, de goot klinget.
He sitt ganz vull van lust'gen Schnurren,
Up'n Handwierksfest' lööt he se turren
All'wisseweg uut siiner Mowwen,
As he met Gunst den Aarm droft' klowwen[24].
Wer süht dann nich uut siinen Nücken
De Lehr' un Wiisheet faarts düürblicken?
Dat he't sau inkleed laut't man gaunen:
Jedweddereene kann't verstaunen. —
Heft viel nau in'n Sack behaulen,
De sind tofruaren bi den kaulen
Decemberwier; man sau to seggen,
Schiöl't se all'nhand auck wual updeggen.
In'n Winter, wann et früst un schniit,
Geht he nich geeren alltowiit;
Dann maakt he Leeder, platt un hauge,
To Stüür un Wiir der Brannwiensplauge.
Un Auwends mag he dann sau geeren
En Stündken offern, un belehren
De Lüüe uäwer de Geschichten
Der Mässigkeit, un eere Plichten.
Man wann wi Suomers gah't landdaagen[25],
Na Aeuse, Wieksborg[26], Darum, Hagen,
Is Seling alltiidt an der Spitze,
Trotz Riegen, Wiind un Sünnenhitze;
Un löpt den ganzen Weg to Foote,
Un küürt, und singt, dat em de Stroote[27]
Tolest ganz heeser werd. Ick meene,
De Minske heft Quecksülwerbeene.
Ick hebb't, dat segg' ick aune Praulen,
Al met Man'cheenen uut e haulen;
Man met den Heeren is't to schwiie[28],
Strickt he voran, kann Nümmes miie.
Un seh' wi'n up den Spinnefesten
Umzingelt van den lütken Gästen,
De Wedde spinn't, un fröhlick singet,
Un em de vullen Spoolen bringet;
Wahrhaftig, et is to bewünnern,
Wat he dann nüüdlick met den Kinnern
To Wierke geht... Jau sunder Traunen
Kann Nümmens van den Festen gaunen.
Dann geht 't em recht na der Fissen,
Dann dregget he de schwarten Müssen,
Wual duusentmal ... O leewen Lüüe!
Kuomt, seht — un bringt 'ne Baate[29] miie. — — —
In Summa, he is unverdreetlick
To allen Gooen; unermöödlick
Richt't Alles he in't Wierk, wat fligget[30]
Un siinen Neigsten deent un digget[31].
Vivat! Et liewen de Trabanten
Des grauten Mässigkeitsgesandten;
Daarto gehäärt, dat segg' ick ju,
Vor Allen Caplaun Matthew.[A]
He heft veel Gooes daun siin Liewen,
D'rüm werd em Gatt de Kroone giewen;
Dach bidde wi den leewen Heeren,
He laut'n hier nau lange geweeren.
[1] elennige wualfeil: überaus wohlfeil.
[2] 't Naaste: das Nächste.
[3] tohaupe stüsselt: zusammen gestoppelt.
[4] versööken: ersuchen.
[5] leige: geringe.
[6] Klapp: Umschlag.
[7] 'n Oortdaaler: ¼ Thaler.
[8] enkel: lauter, blos.
[9] enkelt: einzelnes.
[10] Marketschregger: Bänkelsänger.
[11] eesk: häßlich.
[12] rööterig: rußig.
[13] verlieen: vergangen.
[14] up'n Tuage: auf der Reise.
[15] Tööf es: warte nur, Geduld.
[16] Austermaul: Lärm.
[17] fuule: schmutzige.
[18] Wiise: Melodie.
[19] diiger: überaus.
[20] elennige niederträchtig: überaus herablassend.
[21] nich allstobiister: nicht sonderlich.
[22] alldach: dennoch.
[23] Kroose: Kruge.
[24] klowwen: kratzen, reiben.
[25] landdaagen gaun: lustwandeln
[26] Wieksborg: Wittekindsburg.
[27] Stroote: Kehle.
[28] to schwiie: zu arg.
[29] Baate: Gabe.
[30] fligget: nützt.
[31] digget: gedeiht.
[A] sprich Mätt'ju.
Ick fröög düsser Daage es 'n aulen Buuren Schniider, de met siine Gesellens bi'n Megger to ... up'n Diske satt, daar se auck Tüüg na'r jetzigen niggesten Moode neggeden, af he na wual 'n echten ehrdaagsken Buuren Sönndaagesrock toschniieen kiöne: Dat schall wual wahr sienen, siä he, dann 'k bin al mannig Jahr bi der Nauteln wiesen, as Ji mi an der griisen Platten wual ansehnen kiönet; dat was na'n kleidsam Stücke Aarbeit, daar me Kunst un Simmelatione to ansetten moste un'r siin Liewe lank Frööde anne harr, wann me se'r 's Sönndaages met na'r Kierken gaunen sag un se'r'n statiösen dreetimpeden Hoot bi uppe harren; un ick will man seggen, dau sag de Buur nau na Wat uut, dat'r miiner Meenunge nau, 'n hüütig Kawelier nich anne denken kann. Man bi eerer jetzigen Dragt scholl me vorwahr baule nich recht mehr wieten, af se Stadtheerens af Buuren sind, wann de Küürerigge se nich verrööe. Ick fröög de Gesellens, af se 't sick auck wual getrüwweden? man de menden van je-nei; dann se kinneden de aulen Drägte nich mehr un't si vor eere Professione auck wual sau leige nich, dat söcke Röcke, de'r wual 'n paar Minskenliewedaage uuthaulen konnt hebben, un wat'r süß an to häärt harr, uut'r Welt si, dann nu konn'r dach 'n ganz Regiment Schniiders bestaunen, waar't süß wual Een' of Twee harren doonen konnt. Uuse Herrgatt mogt 'r dach'n Insehn to hebben, dat de aulen Mooden nich wier vor'n Dag kweimen, dat woll'n bedrööwet Hartegelag[1] vor de aarmen Schniiders afgiewen. Man ick mende, 't konne sick dach auck wual gebüüren; dann de hüütigen bequeimen Jassen, de se Pallitots heetet, säugen, wann he recht maaket siien, al baule nett[2] wier sau uut un 'r häärde wual wiiders Nicks to, as 'n dreetimpeden Hoot, un mansiesterne korte Bücksens, dann si de Putze[3] faarts ree. 'n Jeddereene mot't sick hüütiges Daages gefallen lauten, dat bi den vielen Niggen auck vull van den gooen aulen Trante wier upkümmt, waarümme schollen'r de Schniiders jüst alleine uäwerscheeten?
't is allbekannt, dat de Schniiders alltiidt geeren wat voraf hebben willt. Dat heft na miiner Meenunge siinen Grund daarinne, dat se, aparte up'n Duärpern in haugen Ansehn staaet, sawual bi'n Buuren as bi de Kauplüüe; dann de Buur leggt sick nin Stücke Tüüges to, of he nimmt'n to Raae un de Kaupmann to'r Baate, un deswiegen haulet se 'ne alle Beede geeren to Fründe, un bi de Dansseriggen mot de Schniider allebatt de Eerste sien, dann he mot vordanssen. Se rieket sick auck met to de Künstlers un dat sind se auck, dann wann se nine Schelme sind, kiönet se uut fiif Iälen Laaken[4] wual'n Paar Handsken maaken un dann blift'r nau na wual 'n rieken'n Schniiderfliicken uäwer. —
Nu, ick mag't wual liien, wann'n geleerd Minske, Jedder in siiner Aart, wat up sick hält un sick tämmt[5] sau goot he kann, waar't sick ichtens met Schicke anbringen lätt; man hen un wier verstiiget se sick auck wual es, as't de De, daar ick van vertellen will, auck dää.
In der Tiidt as de lesten Franzoosen uut Hamborg aftröcken, was ick Adgedante bi'n Platzkummedanten to Ossenbrügge, den gooen aulen Obersten v. D., de in siinen jungen Jahren de Welt auck sau wat ümme de Ahren schlaagen harr un nu as Kummedante up 'r schmööen[6] Liiftucht satt. Eenes Daages kwam 'r 'ne Riige K'rnoonen un Pulwerwaagens, de nich in der Stadt bliiwen droften un 'ne Verrelstunne buutens der Paarten trecken mosten. De Kummedante woll de uut allen Lännern tohaupe haalden fransken K'rnoonen bekiiken un ick un de däg'lke Or'nanz mosten miie; dann he höölt streff un faste bi den aulen Trante un gönk nich'n Trett in der Muldeerunge uut'n Huuse, of de Or'nanz moste achter em an, un wann 't auck man in't neigeste Nauberhuus, of na'n Klubb was. As wi uut'r Stadt wöören, tratt de Or'nanz met jeddern Trette hällekens[7] 'n Lütk rüümer uut, dat he't baule wünn, dat he met us in eener Riige gönk, dann he was niisgierig un woll to siiner Belehrunge auck wual geeren lustern, wat wi us 'n anner van de Ümmestände, de wi bekiiken göngen, to vertellen harren. As de Oberste dat mierkede, fröög he 'ne: Was ist er? »'n Kleidermacher,« anwerde der verfehrde S'ldaute. So, so, siä de Oberste, also ein Schneider nach meiner Mundart; ich weiß es wohl, daß die gern vornehm thun und es lieben, sich über ihren Stand zu erheben; da er aber jetzt gemeiner Soldat ist und nicht bei seiner Nadel und seinen Mitgesellen, so bleibt er reglementsmäßig sechs Schritte hinter uns. Verstanden?.. Dat harr he wiege un most'r sick in e giewen, af he gliik wual bi sick denken mogte, »Hauffarth mot Twank liien;« man mi duchte faarts, uut den Keerl scholl na wual wat weeren, dann'r sitte dach 'ne haugstriiwske Natuur inne.
De Schniider regeerde sick auck nütte goot un bedachte den Spriöke:
»Hest 't man eerst bes to 'n Kapraul e bracht,
Stehst 'e up'r Treppen to'r häug'sten Macht. —«
un bi siiner Anstelligheet hölp he sick auck wenner sau faart, dat he baule bes to 'n Schersanten upsteig.