Cyclostoma Lam. (Fig. 836). Kreiselförmig, mit kalkigem, spiralem Deckel. Tertiär und lebend.
Otopoma, Tudora Gray. Tertiär und lebend.
Megalomostoma Guilding. Kreisel- bis puppenförmig, meist glatt. Mundränder dick, Außenlippe umgeschlagen. Deckel hornig. Kreide bis jetzt. M. mumia Lam. sp.
Pomatias Studer (Fig. 837). Turmförmig, quer gestreift. Mundränder umgeschlagen. Deckel hornig. Tertiär bis jetzt.
Leptopoma Pfeiff., Cyclophorus Montf., Craspedopoma Pfeiff., Cyclotus Guilding (Fig. 838) etc. Ob. Kreide bis jetzt.
Strophostoma Desh. (Fig. 839). Ob. Kreide bis Miocän.
5. Familie. Capulidae. Cuv.
Schale napf-, mützenförmig oder oval, unregelmäßig, mit spiral gekrümmtem Wirbel, zuweilen auch aus mehreren niedrigen Umgängen zusammengesetzt. Letzter Umgang sehr groß. Mündung weit. Deckel fehlt. Kambrium bis jetzt. Marin.
Verschiedene der hierher gehörigen Gattungen bewegen sich sehr wenig und bleiben fast zeitlebens an einer Unterlage haften, der sie sich allmählich anpassen.
Stenotheca Salter. Kleine mützenförmige, konzentrisch gestreifte oder gefurchte Schälchen mit schwach eingekrümmtem, weit nach hinten gerücktem Wirbel. Unt. Kambrium.
Capulus Montf. (Pileopsis Lam., Brocchia Bronn.) (Fig. 840. 841). Unregelmäßig konisch oder mützenförmig. Wirbel nach hinten gerückt, mehr oder weniger spiral eingerollt. Mündung weit, rundlich oder unregelmäßig. Im Innern ein hufeisenförmiger Muskeleindruck. Ungemein häufig in kambrischen, silurischen, devonischen und karbonischen Ablagerungen; spärlicher in Trias, Jura, Kreide, Tertiär und Jetztzeit.
Orthonychia Hall (Igoceras Hall) (Fig. 842). Schale konisch, gerade oder schwach gebogen, häufig gefaltet. Wirbel kaum spiral. Silur bis Karbon.
Platyceras Conrad (Acroculia Phill.) (Fig. 843). Wirbel gekrümmt und spiral eingerollt. Oberfläche glatt, gestreift, gefaltet oder mit Stacheln bedeckt. Kambrium bis Trias.
Platyostoma Conrad (Strophostylus Hall) (Fig. 844). Schale aus mehreren, sehr rasch anwachsenden Umgängen bestehend. Gewinde niedrig; letzter Umgang sehr groß. Innenlippe umgeschlagen und etwas verdickt. Mündung sehr groß. Silur bis Karbon.
Horiostoma Mun.-Chalmas (Fig. 845). Dickschalig, spiral gerippt mit kurzem seitlichem Gewinde, weit genabelt. Devon.
Tubina Barr., Silur.
Hipponyx Defr. (Cochlolepas Klein) (Fig. 846). Dickschalig, schief kegelförmig bis napfförmig. Wirbel gerade, selten spiral, weit nach hinten gerückt. Mündung oval oder rundlich, im Innern ein hufeisenförmiger Muskeleindruck. Der Fuß sondert häufig eine dicke, deckelartige Kalkscheibe ab. Kreide bis jetzt.
Fig. 845.
Horiostoma Barrandei Mun.-Ch. Unt. Devon. Gahard. Ille-et-Vilaine. (Nach Mun.-Chalm.)
Rothpletzia Simonelli. Tertiär.
Galerus Gray. (Calyptraea p. p. Lam.) (Fig. 847). Dünnschalig, konisch; Wirbel zentral, spiral. Umgänge eben, häufig stachelig. Basis horizontal. Mündung niedrig, weit. Kreide bis jetzt.
Crepidula Lam. (Fig. 848). Länglich oval, flach oder gewölbt, pantoffelförmig. Wirbel am hinteren Ende, fast randständig, etwas gekrümmt. Mündung sehr verlängert, weit; Innenlippe durch ein dünnes horizontales Blatt gebildet. Kreide bis jetzt.
Crucibulum Schum., Calyptraea Lam. Tertiär. Recent.
6. Familie. Naticidae. Forbes.
Schale mit kurzem Gewinde und großem letztem Umgang. Mündung halbkreisförmig bis oval, hinten winklig, vorne breit abgerundet. Deckel kalkig oder hornig, paucispiral. Trias bis jetzt. Marin.
Die Unterscheidung fossiler Naticiden von Naticopsis, Nerita und Ampullaria bietet große Schwierigkeiten, da öfters die Schalen fast übereinstimmende Merkmale besitzen, und nur die fossil nicht erhaltenen Deckel differieren.
Sigaretus Lam. (Fig. 849). Schale niedergedrückt, ohrförmig, spiral gestreift oder gefurcht. Gewinde sehr niedrig, Umgänge rasch zunehmend. Mündung stark erweitert Deckel hornig. Tertiär und lebend.
Natica Lam. (Fig. 850 bis 853). Kugelig, halbkugelig, eiförmig bis pyramidal, glatt und glänzend, selten spiral gestreift, genabelt oder ungenabelt. Nabel häufig durch eine Schwiele ganz oder teilweise ausgefüllt. Mündung halbrund oder oval. Außenlippe scharf, Innenlippe schwielig verdickt. Deckel kalkig oder hornig, mit exzentrischem Nucleus. Trias bis jetzt, ungemein häufig.
Fig. 853.
a Natica millepunctata Lam. Pliocän. Monte Mario bei Rom.
b Deckel
von Natica multipunctata S. Wood. Crag. Sutton.
Subgenera: Ampullina Lam. (Fig. 849), Amauropsis Mörch (Fig. 850. 851), Amaura Möll., Lunatia Gray, Cernina Gray, Neverita Risso, Mamilla Schum. etc.
Deshayesia Raul. (Fig. 854). Wie Natica, aber Innenlippe mit dicker Schwiele und gezähnt. Miocän und Pliocän.
7. Familie. Ampullariidae. Gray.
Die Ampullarien leben in süßen oder brackischen Gewässern von Afrika, Asien und im tropischen Amerika. Ihre Schalen sind teilweise nicht von Natica zu unterscheiden. Die Tiere besitzen über der rechten Kieme noch eine Lungenhöhle. Fossile Ampullarien kommen in Süßwasserablagerungen der obersten Kreide von Rognac bei Marseille und im älteren Tertiär vor.
8. Familie. Valvatidae. Gray.
Schale aus wenigen Windungen zusammengesetzt, konisch oder scheibenförmig, genabelt. Mündung rund, Ränder zusammenhängend. Deckel hornig, kreisrund, multispiral. Ob. Jura bis jetzt.
Die Gattung Valvata Müll. (Fig. 855) ist klein und meist kreisel- bis scheibenförmig. Sie enthält ca. 25 in süßen Gewässern von Europa und Nordamerika lebende Arten, beginnt fossil in Purbeckschichten, wird aber erst im Tertiär etwas häufiger.
9. Familie. Paludinidae. Gray.
Schale konisch bis turmförmig, mit dicker Epidermis, ungenabelt oder mit enger Nabelspalte. Umgänge glatt, gewölbt oder kantig. Mündung rundlich oval, hinten winklig, Ränder zusammenhängend. Deckel hornig, konzentrisch, mit etwas seitlichem Nucleus. Jura bis jetzt. Häufig in süßen, sumpfigen, seltener auch in brackischen Gewässern, fast über die ganze Erde verbreitet.
Paludina Lam. (Fig. 856) ist die einzige Gattung dieser Familie, von welcher bereits typische Arten im Wälderton auftreten. Die glatten, dünnschaligen Formen werden als Vivipara Lam., die nordamerikanischen dickschaligen glatten Arten mit verdickter Innenlippe als Campeloma Ref. (Melantho Bowd.) unterschieden, die gegenwärtig in Nordamerika und China verbreiteten Formen mit kantigen Umgängen als Tulotoma Haldem. bezeichnet. Weitere Subgenera sind Lioplax Troschel, Laguncula Benson, Tylopoma, Boskovicia Brusina.
Die in den pliocänen Paludinenschichten von Südungarn, Kroatien, Slavonien, Rumänien und auf der Insel Cos massenhaft vorkommenden Paludinen zeichnen sich durch außerordentliche Variabilität aus. Neumayr hat daselbst eine Anzahl Formenreihen beschrieben, welche mit glatten Viviparen beginnen und mit kantigen Tulotomen endigen.
Fig. 856.
a, b Paludina Brusinai Neumayr. c Paludina (Tulotoma) Forbesi Neumayr. Pliocän (Levantin. Stufe). Insel Cos. d Paludina (Tulotoma) Hoernesi Neumayr. Pliocän. Novska, Slavonien.
10. Familie. Hydrobiidae. Fischer.
Schale kreisel- bis turmförmig, klein, meist dünn, glatt, quer gerippt oder gekielt. Mündung rundlich oder oval. Deckel hornig oder kalkig, spiral oder konzentrisch. Süßwasser- oder Brackwasserbewohner, die zum Teil das Wasser für längere Zeit verlassen können. Die zahlreichen Gattungen dieser Familie sind schwierig zu unterscheiden und alle von geringer Größe.
Fig. 857.
a Bythinia tentaculata Lin. sp. Miocän. Miocic, Dalmatien.
b Deckel von Bythinia tentaculata Lin. sp.
c Bythinia gracilis Sandb. Süßwasser-Molasse. Oberkirchberg bei Ulm.
Bythinia Leach. (Fig. 857). Kreiselförmig, dünnschalig, mit Nabelspalte. Mundränder zusammenhängend, Außenlippe scharf, Deckel kalkig, konzentrisch. Wälderton. Tertiär und lebend.
Stalioa Brusina. Außenlippe verdickt. Deckel kalkig. Kreide. Eocän und Miocän.
Fossarulus Neumayr. Wie vorige, aber mit Spiralrippen. Ob. Miocän.
Nematura Benson (Stenothyra Benson) (Fig. 858). Wie Bythinia, aber Mündung verengt. Deckel kalkig, spiral. Tertiär und lebend.
Nystia Tourn. (Forbesia Nyst.) (Fig. 859). Außenlippe umgeschlagen. Deckel kalkig, spiral. Tertiär und lebend.
Assiminea Leach. Tertiär und lebend.
Hydrobia Hartm. (Littorinella Braun, Tournoueria Brusina) (Fig. 860). Kegel- bis turmförmig, zugespitzt, glatt. Mündung oval. Deckel hornig, paucispiral. Kreide. Tertiär und lebend. Der untermiocäne Indusienkalk der Auvergne besteht fast ganz aus Schälchen der H. Dubuissoni Bouill., der gleichalterige Littorinellenkalk des Mainzer Beckens aus H. acuta Braun. Der Süßwasserkalk von Nördlingen enthält ganze Bänke von H. trochulus Sandb.; der obereocäne Mergel von St. Ouen ist erfüllt mit H. pusilla Prév. sp.
Subgenera: Bithynella Mog., Amnicola Gould., Belgrandia, Lartetia Bourgingnat, Lapparentia Berthelin.
Pyrgula Christofori u. Jan. (Fig. 861 a). Turmförmig, Umgänge gekielt oder quer gerippt. Mundränder zusammenhängend. Tertiär und lebend.
Subgenera: Micromelania Brus. (Fig. 861 b), Mohrensternia Stol. (Fig. 861 c), Pyrgidium Tournouer, Prososthenia Neumayr. Tertiär.
Lithoglyphus Ziegl. (Fig. 862). Kugelig, eiförmig, niedrig. Mündung schief oval. Innenlippe verdickt. Tertiär und lebend.
Fig. 861.
a Pyrgula Eugeniae Neumayr. Ober-Miocän. Arpatak, Siebenbürgen.
b Micromelania (Diana) Haueri Neumayr. Ob. Miocän. Miocic, Dalmatien.
c Mohrensternia inflata Andrzejowski. Congerienschichten. Inzersdorf bei Wien.
11. Familie. Rissoidae. Troschel.
Schale klein, dick, kreisel- bis turmförmig, meist gerippt oder spiral gestreift, selten glatt. Mündung oval, hinten winklig, vorne häufig mit Ausguß. Deckel hornig, paucispiral. Jura bis jetzt.
Rissoina d'Orb. (Fig. 863). Turmförmig, quer gerippt, selten glatt. Außenlippe gebogen, meist etwas verdickt. Mündung mit Ausguß. Dogger bis jetzt. Hauptverbreitung im Tertiär.
Rissoa Frém. (Alvania Risso) (Fig. 864). Kreiselförmig bis turmförmig, quer gerippt oder gegittert. Mündung ohne Ausguß. Jura bis jetzt.
Fig. 863.
a Rissoina amoena Zitt. Tithon. Stramberg.
b Rissoina decussata Mont. Miocän. Steinabrunn bei Wien.
Fig. 864.
a Rissoa turbinata Lam. sp. Oligocän. Weinheim bei Alzey.
b Rissoa (Alvania) Montagui Payr. Miocän. Steinabrunn bei Wien.
12. Familie. Scalariidae. Brod.
Schale turmförmig, meist eng genabelt; Umgänge gewölbt, quer gerippt oder gestreift. Mündung rund, die Mundränder zusammenhängend. Deckel hornig, paucispiral. Silur bis jetzt. Marin.
Holopella M'Coy (Aclisina de Kon.). Schlank, turmförmig, Umgänge gewölbt, fein quergestreift, zuweilen gegittert. Mündung rund, mit zusammenhängenden Mundrändern. Silur bis Karbon.
Callonema Hall (Isonema M. W.). Turmförmig, oval bis kugelig; Umgänge gewölbt, mit lamellenartigen Querrippen bedeckt. Mündung kreisrund. Silur. Devon.
Scoliostoma Braun. Devon. Chilocyclus Braun (Cochlearia Braun). Trias.
Scalaria Lam. (Scala Klein, Cirsotrema Mörch.) (Fig. 865). Turmförmig, Umgänge stark gewölbt, mit Querrippen, häufig auch spiral gestreift. Mündung rund, Außenlippe zuweilen verdickt. Trias bis jetzt.
13. Familie. Turritellidae. Gray.
Schale hoch turmförmig, zugespitzt. Umgänge zahlreich, meist spiral gerippt oder gestreift. Mündung oval, rundlich bis vierseitig, vorne zuweilen mit schwachem Ausguß. Außenlippe dünn, nicht mit der Innenlippe zusammenhängend. Deckel hornig, polyspiral. Trias bis jetzt. Marin.
Turritella Lam. (Fig. 866. 867). Turmförmig, sehr lang. Mündung oval oder vierseitig, ganz, Außenlippe dünn. Trias bis jetzt. Hauptverbreitung im Tertiär. Die älteren mesozoischen Arten meist klein.
Subgenera: Mesalia Gray. Wie vorige, aber Mündung vorne mit seichtem Ausguß und gedrehter Innenlippe. Tertiär bis jetzt. Protoma Baird (Proto p. p. Defr.). Mündung oval, vorne mit kanalartigem Ausguß, der außen von einem verdickten Wulst umgeben ist. Tertiär und lebend. P. cathedralis Brgt.
Glauconia Giebel (Omphalia Zekeli, Cassiope Coq.) (Fig. 868). Dickschalig, kegel- bis turmförmig, eng genabelt. Umgänge mit spiralen Rippen, selten glatt. Mündung oval, mit schwachem Ausguß. Außenlippe vorne und in der Mitte ausgebuchtet. Häufig in der Kreide.
Fig. 866.
a Turritella turris Bast. (Turritella terebra Ziet. non Lin.). Miocäne Molasse. Ermingen bei Ulm.
b Turritella imbricataria Lam. Grobkalk. Grignon.
14. Familie. Vermetidae. Ad.
Schale röhrenförmig, die ersten Umgänge spiral, die späteren unregelmäßig gewunden, frei oder festgewachsen. Mündung rund. Deckel hornig oder fehlend. Karbon bis jetzt.
Fossile Vermetidae sind leicht mit Serpula zu verwechseln, unterscheiden sich jedoch durch abweichende Schalenstruktur und spirales Anfangsgewinde. Die Bestimmung der wenigen paläozoischen und mesozoischen Formen ist unsicher.
Vermetus Ad. (Fig. 869, 870). Meist festgewachsen, unregelmäßig röhrenförmig, inwendig glasartig, öfters mit Scheidewänden. Karbon(?) bis jetzt; häufig im Tertiär.
Fig. 869.
Vermetus intortus Lam. Pliocän. Montespertoli bei Florenz. Eine Gruppe in nat. Gr. Einzelne Röhren sind aufgebrochen und zeigen die innerlichen Blätter.
Siliquaria Brug. (Fig. 871). Frei, spiral gewunden, aber Umgänge lose aufgerollt. Mündung seitlich, mit Schlitz, welcher sich als feine Spalte oder Porenreihe auf der ganzen Länge der Schale fortsetzt. Kreide bis jetzt.
Kleine, in der Jugend scheibenförmige, später röhrenförmige gebogene Schalen. Die abgeworfene Spitze durch eine Scheidewand ersetzt. Deckel rund, hornig. Tertiär und lebend.
Caecum Flem. Etwa 100 lebende und 15 tertiäre Arten bekannt.
Orygoceras. Brusina. Parmonische Stufe.
16. Familie. Pyramidellidae. Gray.
Schale turmförmig bis länglich eiförmig. Mündung oval, vorne gerundet oder mit schwachem Ausguß, Außenlippe scharf. Deckel hornig, spiral. Kambrium bis jetzt. Marin.
Das Embryonalgewinde besteht aus mehreren Umgängen und zeigt wie bei den paläozoischen und mesozoischen Gattungen gleiche Drehung wie die übrige Schale; bei den jüngeren Gattungen ist dasselbe heterostroph, deutlich von der übrigen Schale geschieden und bildet mit dieser zuweilen einen Winkel.
Macrocheilus Phil. (Macrochilina Bayle, Strobeus de Kon.) (Fig. 872). Länglich oval, ungenabelt, glatt oder mit etwas gebogenen Zuwachsstreifen. Gewinde spitz, nur mäßig hoch; letzter Umgang groß. Mündung hinten winklig, vorne zuweilen mit schwachem Ausguß. Innenlippe vorne mit stumpfer Falte. Silur bis Trias.
? Ptychostoma Laube. Trias.
Loxonema Phill. Turmförmig; Umgänge gewölbt, mit S-förmig gebogenen Zuwachsstreifen, Nähte vertieft. Mündung höher als breit, mit schwachem Ausguß. Silur bis Trias; besonders häufig im Kohlenkalk.
Zygopleura Koken. Wie vorige, aber Umgänge mit scharfen, leicht gebogenen Querrippen oder quer geknotetem Kiel. Devon bis untere Kreide.
Bourguetia Desh. (Pithodea de Kon.). Länglich oval bis turmförmig, groß, letzter Umgang groß, bauchig. Oberfläche mit spiralen Streifen oder Furchen. Ob. Jura und Karbon.
Fig. 873.
Pseudomelania Heddingtonensis Sow. sp. Oxfordien, Frankreich. Mit erhaltenen Farbenstreifen.
Pseudomelania Pictet (Chemnitzia p. p. d'Orb.) (Fig. 873). Turmförmig, mit zahlreichen fast ebenen Umgängen und wenig vertieften Nähten, glatt oder mit feinen Zuwachsstreifen, ungenabelt, selten mit Nabelritze. Mündung vorne gerundet oder mit schwachem Ausguß. Sehr häufig in Trias, Jura, seltener in Kreide, Eocän, wahrscheinlich schon im Kohlenkalk.
Subgenera: Oonia, Microschiza Gemm. Trias. Jura. Coelostylina, Eustylus, Spirostylus Kittl. Trias. Hypsipleura, Anoptychia Kok. Trias. Jura. Bayania Mun.-Chalmas (Fig. 874) Eocän.
Pustularia Koken. Turmförmig, Umgänge eben, mit drei oder mehr spiralen Knotenreihen. Naht rinnenförmig vertieft. Mündung mit Ausguß. Trias.
? Undularia Koken. Trias.
Catosira Koken. Umgänge eben, mit Querfalten, Basis mit Spiralfurchen. Mündung mit Ausguß. Trias. Jura.
Diastoma Desh. (Fig. 875). Wie vorige, aber Mündung vom letzten Umgang losgelöst. Umgänge mit Querrippen und Spiralstreifen. Kreide. Tertiär.
Mathilda Semper (Promathilda Andreae). Turmförmig; Umgänge spiral und quergestreift oder berippt. Mündung mit Ausguß. Embryonalgewinde heterostroph. Jura bis jetzt.
Fig. 880.
a Eulima subulata Don. Pliocän. Coroncina, Toscana.
b Eulima polita Lin. Miocän. Niederleis, Österreich.
Keilostoma Desh. (Paryphostoma Bayan) (Fig. 876). Turmförmig, spiral gestreift. Außenlippe äußerlich mit stark verdicktem Saum. Eocän.
Turbonilla Risso (Chemnitzia p. p. d'Orb.) (Fig. 877). Turmförmig, klein, mit heterostrophem Embryonalgewinde. Umgänge quer gerippt oder glatt. Innenlippe gerade, oben zuweilen mit Falte. Tertiär und lebend.
Odontostoma Fleming (Fig. 879), Pyramidella Lam. (Fig. 878). Kreide. Tertiär und Recent.
Syrnola Ad., Eulimella Fischer. Tertiär und lebend.
Eulima Risso (Fig. 880). Turmförmig, glatt, glänzend, ungenabelt, klein. Embryonalgewinde heterostroph. Trias bis jetzt.
Niso Risso (Fig. 881). Wie vorige, aber mit tiefem, bis zur Spitze reichendem Nabel. Trias bis jetzt.
Palaeoniso Gemm. Trias. Jura.
Die Gattungen Subulites Conrad (= ? Polyphemopsis Portlock) (Kambrium bis Karbon), Fusispira Hall (Silur) und Soleniscus M. W. sind durch schmale, vorne kanalartig verlängerte Mündung ausgezeichnet und bilden wahrscheinlich eine selbständige Familie, zu welcher wohl auch Euchrysalis Laube (Fig. 882) aus der Trias gehört.
17. Familie. Melaniidae (Lam.). Gray.
Schale turmförmig bis oval, mit dicker, dunkler Epidermis. Spitze meist abgestutzt und korrodiert. Mündung eiförmig, zuweilen mit Ausguß. Deckel hornig, spiral. In süßen, seltener brackischen Gewässern von Südeuropa und den wärmeren Zonen von Afrika, Asien und Amerika. Fossil vom Jura an.
Melania Lam. (Fig. 883). Turmförmig bis oval, glatt, spiral gestreift, quer gerippt oder mit Knoten. Mündung oval, vorne gerundet.
Stomatopsis Stache. Umgänge treppenförmig, mit starken Querrippen. Mündung rundlich, die Mundränder zusammenhängend, verdickt und umgeschlagen. Unterstes Eocän (Cosina-Schichten) von Istrien und Dalmatien.
Pyrgulifera Meek. (Paramelania Smith, Hantkenia Mun.-Chalm.) (Fig. 884). Länglich, oval, dickschalig, mit treppenförmigen, quer gerippten und spiral gestreiften Umgängen. Mündung oval, zuweilen mit sehr schwachem Ausguß. Obere Kreide von Europa und Nordamerika und lebend im Tanganyka-See.
Fascinella Stache, Coptostylus Sandb., Faunus Montf., Hemisinus Swainson. Ob. Kreide, Eocän und lebend.
Melanopsis Fer. (Fig. 885-887). Oval bis turmförmig, glatt oder verziert. Innenlippe schwielig. Spindelende abgestutzt. Mündung mit kurzem kanalartigem Ausguß. Ob. Kreide bis jetzt. Besonders häufig im Miocän und Pliocän.
Fig. 884.
Pyrgulifera Pichleri Hoernes sp. var. humerosa Meek. Obere Kreide. Ajka, Ungarn.
Pleurocera Raf. (Fig. 888). Wie Melania, aber Mündung mit kanalartigem Ausguß, Außenlippe buchtig gebogen. Wealden bis jetzt. Hauptsächlich in Nordamerika verbreitet.
Goniobasis Lea, Leptoxis Raf., Ptychostylus Sandb. Wealden. Die zwei ersteren auch lebend und tertiär in Nordamerika.
18. Familie. Nerineidae. Zitt.
Schale turmförmig, pyramidal bis eiförmig, mit oder ohne Nabel. Mündung vorne mit kurzem Kanal oder seichtem Ausguß. Spindel und Lippen meist mit kräftigen durchlaufenden Falten. Außenlippe dünn, hinten (oben) mit spaltartigem Einschnitt, welcher auf allen Umgängen unter der Naht ein schmales Schlitzband hinterläßt. Trias bis Kreide. Marin.
Aptyxiella Fisch. (Aptyxis Zitt. non Troschel). Turmförmig, sehr schlank, ungenabelt. Mündung viereckig. Innen- und Außenlippe ohne Falten, Spindel etwas verdickt. Trias bis oberer Jura.
Fig. 889.
a Nerinea Defrancei d'Orb. Koralrag. Coulanges sur Yonne (mit wohlerhaltener Mündung). b Nerinea dilatata d'Orb. Koralrag. Oyonnax, Ain. c, d, e Nerinea Hoheneggeri Peters. Tithon, Stramberg. (2/3 nat. Gr.). d Die letzten Umgänge nat. Größe. e Längsdurchschnitt.
Trochalia Sharpe (Cryptoplocus Pict. u. Camp.) (Fig. 890). Turm- bis pyramidenförmig, meist glatt und genabelt. Nur Innenlippe mit einer einfachen starken Falte. Jura und Kreide.
Nerinella Sharpe (Pseudonerinea Loriol). Turmförmig, ungenabelt. Außenlippe und zuweilen auch Spindel mit einer einfachen Falte. Jura.
Nerinea Defr. (Fig. 889). Turm- oder pyramidenförmig, meist ungenabelt und verziert. Spindel immer, Innen- und Außenlippe in der Regel mit einfachen Falten. Jura und Kreide. Hauptverbreitung im Koralrag des oberen Jura.
Fig. 891.
Ptygmatis pseudo-Bruntrutana Gemmellaro. Tithon. Inwald, Karpath. (Vertikal-Durchschnitt.)
Ptygmatis Sharpe (Fig. 891). Wie vorige, jedoch die Falten auf Spindel, Innen- und Außenlippe durch sekundäre Einschnürungen kompliziert, verzweigt und verbreitert. Jura. Kreide.
Itieria Math. (Fig. 892). Länglich oval, meist genabelt. Gewinde kurz, zuweilen eingesenkt. Letzter Umgang sehr groß, die vorhergehenden Windungen mehr oder weniger umfassend. Spindel, Innen- und Außenlippe mit Falten. Jura. Kreide.