[32]d.i. „die kleine blaue“.

[33]Kabylisch: „asénsu“.


ABTEILUNG VI

IN AEGYPTEN UND ALGERIEN GEBRÄUCHLICHE
NOMENKLATUR DER DATELPALME
(PHOENIX DACTYLIFERA L.)


ABKÜRZUNGEN

zur Bezeichnung der Örtlichkeiten, an denen die arabischen Ausdrücke aufgezeichnet wurden. Wo keine Örtlichkeit angegeben, gilt der Ausdruck für das ganze Land.

Alexandria (Al.) Assuan (Ass.) Cairo (C.) el-Qorēn (Qor.)
Assiūt (Ast.) Luqsor (Lqs.) Qēne (Qn.) Rosette (Ros.)

A. TEILE DER PFLANZE

Botanische Definition der Teile in Aegypten in arabischer Schrift[34] in Süd-Algerien (Biskra)
Baum, als Artbegriff nachl نخل nachl
nachlât, nachîl (Plur.)
männlicher Baum dhekr ذكر dhakr
weiblicher Baum inthâje انثايه inthâje
Stamm des Baumes filq فلق cháschb
filâq (Plur.) فلاق kurschef (Tun.)
Palmbusch, gebildet aus der Mutterpflanze und den ausgewachsenen basalen Seitensprossen 'ausch, 'ösch عوش 'ausch, 'ösch
basaler Seitensproß, Ausläufer, zur Fortpflanzung und Vermehrung der Pflanze negîl نجيل dschebâr, dschubâr
neqîl نقيل
neqâïl (Plur.) نقايل
bint-en-nechle (Qor.) بنت النخله
Seitensproß an der Stammbasis; verkümmerte, nicht Wurzel treibende Mißbildungen mit oft kontortoplikaten Blattfiedern 'alûl (Qor.) علول rekêb, rókaba
Dattelpalme, die keine künstliche Befruchtung duldet und nur, wenn sich selbst überlassen, ihre Früchte reift 'áqrab (Ast.) عقرب
massâssa (Ros.) مساسه
jechrîq (Ast.)
Sämling, junge Samenpflanze schetl (Ast. Lqs. Qn.) شتل
neqîle-auîle (Qor.) نقيله الاويله
Wurzeln, dickere, die an der Stammbasis in Menge hervorbrechen gidr, جدر
gidûr, (Plur.) جدور
gidûl (Qor.)
Wurzelgeflecht, das feinere im Erdreich nussûr (Ast.) نسور
Vegetationskegel, Kern der Krone (Palmkohl) gumâr جمار dschúmar
Bastfasern der Blattscheide, Scheidenbast lîf ليف lîf
aljâf (Plur.)
Blatt, Palmwedel gerîd جريد dscherîd
Blattstiel und Mittelrippe, Blattrippe, Wedelstiel !gerîd جريد dscherîd
Blattscheide, nebst dem verbreiterten Basalteil des Blattstiels kurnâf كرناف kurnâth, kurschéf (in Tunesien)
kerânif (Plur.) كرانيف
Blattfiedern, Fiedern des Palmblatts chótss, chútss خوص ssôf
Blattfiedern, im eingeschlossenen Zustande, solange sie noch weiß sind sá'f, زعف
ssá'af سعف
dornige Blattfiedern im unteren Teile des Blatts ssill سل ssirb
sill زيل
2 Blattreihen, Spiralen des jährlichen Zuwachses dôr دور
dorên دورين
Blütenscheide, spatha ttala' طلع ttala'
ttalhh
gerâb (Ast.) جراب
kuss (Ast.) كوس
ghelâfa,
kuss ghlâf (Qor.) كوس الغلاف
männlicher Blütenstand 'argûn عرجون ardschûn
weiblicher Blütenstand ssebâtta سباطه ssabâtta
ssebâett (Plur.) سبايط
gemeinsamer Blütenstiel, Schaft des Blütenstandes gurbáhh (Ass. Lqs.) جرباح gant
Einzelblüte, Blütenhülle, Perigon qahhf (C.) قحف getmîra
gum (Ros.) جوم
gumba (Qor.) جمبه
sirr (Ast. Ass.) زر
Blütenstaub, Pollen daqîq دقيق
laqhh (Qor.) لقح
einzelner Blütenzweig, Blütenähre schamrûch شمروخ schamrûch
scharâmich (Plur.)
Frucht im allgemeinen, Dattel bélahh بلح tamr
tamr تمر
Dattel im reifentwickelten, noch knorpeligfesten Zustande, rot, gelb oder rotgelb gesprenkelt von Farbe bissri, bussri (Al. Ros.) بسري
narûss, نروس
narûtss (Qor.)
Dattel im mürbgewordenen breiigen (pflaumenartigen) Reifezustande, blauschwarz, bräunlich von Farbe rattb, rottb رطب
Spätdatteln von Unteraegypten, die sich nicht trocknen lassen bélahh-uôchri (Ast.) بلح وخري
rottb (Al.)
Trockendattel, hartwerdende !tamr تمر !tamr chálet (in Tunesien)
Weichdattel, auch im getrockneten Zustande weichbleibend rttôb (in Tunesien)
Quetschdattel, in Massen zusammengeknetete Weichdatteln („Dattelkuchen“) 'água عجوه
Halbweiche Dattel, mit weichbleibender Spitze, aber trockenharter Basis mqamma' (Lqs.) مقمع
Dattel, die ohne abzufallen am Fruchtbündel reift turfân (C.)
Wachsreif auf den Blättern, pruina (auch für Blattläuse gebr.) minn (Ast.) من
bajâdd (Lqs.) بياض
Schnitt und Schnittfläche beim Abtrennen des Basalsprosses vom Mutterstamm termísse (C.)
Dattel, als Frucht einer aus Samen gezogenen Palme mégahl (Qor.) مجاهل
megâhel (Ros.)
Unbefruchtet gebliebene Frucht, mit drei Karpellen fátss (Al. Ros. Qor.) فص
ssîss سيس
tssîtss (Lqs. Qn. Ass.) صيص
barûk (Ast.) بروك
abfallende Frucht, unentwickelte, kleine von Erbsengröße níni نينى bessêss
unreife Frucht, von Bohnengröße râmech رامخ lulu
unreife Frucht, noch grün, aber schon genießbar narêch (Lqs.) نريخ blahh, bessêr
Steinkern naúa ناوا nauaîje
nauâje, nouaîje نوايه
fássa (Ast.)
Embryogrube am Steinkern noqtta نقطه
Häutchen, das den Steinkern umhüllt, häutiges Endokarp. (qattmîr قطمير des Qorân, Sure 35, V. 14) gullâfa
gullâfa-en-nouaîje (Al.)
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[34]Bezieht sich nur auf die in Aegypten gehörten Bezeichnungen.

B. GEGENSTÄNDE, WERKZEUGE, VERFAHRUNGSWEISEN,
DIE BEI DER KULTUR DER DATELPALME IN AEGYPTEN VERWENDUNG FINDEN

Jahresschnitt der Blätter, zum Entfernen einer Jahresstufe oder Spirale (dôr) taqlîm (Qor.) تقليم
Senker (Margotte), Erneuerung des Stammes durch künstlich veranlaßte Wurzelbildung in seinem oberen Teil tarqîd (Lqs.) ترقيد
Beugen und Stützen der weiblichen Blütenstände bei vorschreitender Fruchtreife dinaúe دناوه
jochartige Gabelstütze aus zwei zusammengebundenen Blattrippen (gerîd) hergestellt, die man gegen den Stamm stemmt, um den Schaft des Fruchtbündels (gurbáhh) zu entlasten schêba' شبع
bestäuben der weiblichen Blüte leqqhh لقح
Bestäubungsakt talqîhh (Ass.) تلقيح
Stab, vermittelst dessen die männlichen Blütenähren zwischen die weiblichen hineingeschoben werden leqqhhaíe لقحايه
Dattelernte ttarhh (Lqs.) طرحه
Gurt mit Schlinge aus Dattelbast zum Erklimmen der Palmstämme mattla' مطلع
Sockel, Schwelle aus geschlagener Erde oder Luftziegel, um die Basis eines alten Palmstammes herum angelegt, um den Wurzeln neuen Halt zu gewähren tssalaía (Ros.) صلايه
temkîl-en-nachle
!mátss.ttaba (Ast.) مصطبه
matsslája (Ros.) مصلايه
dukkân (in Tunesien)
Tüte, aus Palmblättern geflochten, zum Einsammeln von Datteln, die man mit der Hand vom Fruchtbündel ablöst qurúje (Lqs. Qn.) قرويه
Korb, großer, aus Palmblättern geflochten, mit zwei Henkeln von Palmbast qóffa, qúffa قفه
qufêf (Plur.) قفف
Korb, kleiner, wie der vorige und auch mit zwei Henkeln máqttaf مقطف
Korb, sehr kleiner, von der gleichen Beschaffenheit 'elláqe, 'îlláqe علاقه
Henkel am Korb uudn ودن
uudên ودين
Matte aus Dattelpalmblättern geflochten, zum Trocknen der auf ihr ausgebreiteten Datteln birsch, bursch بورش
Matte aus Typha (burdi) zum Schutz der mit ihr umhüllten jungen und neuausgepflanzten Palmen kejâb,
kijâb-burdi (Ros.) كياب بردى
hölzerner Klöpfel zum Zerfasern der Palmblätter und Fruchtzweige, behufs Herstellung von Stricken deqâqa (Qn.) دقاقه
madéqqa (Ast. Lqs.) مدقه
Beil, Axt, zum Abhacken der Blattscheiden (kurnâf) fâss (Ast.) فاس
baltta (C.) بلطه
Hacke zum Bearbeiten des Bodens ttória (Ast.) طوريه
breite Hacke zum Sandausschadfeln in den Dünen máshha (Ros.) مزحه
Doppelhacke zum Bearbeiten des Bodens qaddûm (C.) قدوم
scharch (Ast.) شرخ
sichelartiges Sägemesser zum Abschneiden der Blattrippen míngal منجل
großes sichelförmig gekrümmtes Messer mit 40 cm langer Schneide hilâl (Ast.) هلال
großer Meißel, über 1 m lang, zum Abtrennen des Basalsprosses vom Stamm (ein ähnliches Instrument wird nach J. Hess in Zentralarabien verwandt und heißt dort „hîm“ هيم) hhadîd-en-neqeîel (Qor. C.) حديد النقايل
meißelartiger Pflanzenstecher mit Holzgriff, zum Gäten des Unkrauts, 30 cm lang schúqruf (Ast. Lqs.) شقرف
Messer mit gekrümmter, einzuklappender Schneide mahhásch (Ast.) محش
langgestieltes Messer, aus einem Stück, mit horizontal gestellten Schneidenteil, 40 cm lang, zum Abschneiden sowohl der grünen Blattrippen (gerîd) als auch der trockenen Blattscheiden (kurnâf). Es gleicht in seiner Gestaltung dem Huf- oder Wirkmesser der Hufschmiede messeíef (Ast.) مسيف
gedîeh (Ros.)
Doppelhacke, Hackenbeil, mit 60 cm langem Eisenteil, zum Abtrennen und Ausgraben der Basalsprossen qésme (Ast.)
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