Keimung einer Myxomycete
Fig. 42. Keimung einer Myxomycete (Physarum album). 1. Eine Keimzelle oder Spore. 2. Aus der dunkeln Hülle der Spore tritt die nackte Zelle hervor (3). Diese verwandelt sich in eine Geisselzelle (4, 5) und darauf in eine Amoebe (6, 7). Mehrere Amoeben fliessen zusammen (8, 9, 10, 11) und bilden so ein Plasmodium (12).

Viele solcher amoeboiden Zellen können nun späterhin zusammenfliessen und mit einander verwachsen (Fig. 42, 8–11). Dadurch entstehen grosse Protoplasma-Netze mit vielen Kernen (Syncytien, Fig. 42, 12). Indem ihre Kerne sich auflösen, werden sie zu kernlosen Plasmodien (Fig. 43A). Solche grosse Plasmodien, oft ganz colossale Protoplasma-Netze, kriechen gleich einem riesigen Rhizopoden langsam umher und ändern beständig ihre unbestimmte Gestalt.