Unter dem Namen dieses „Meisters“ ist eine angeblich uralte Schrift überliefert[3722], die zwar auf echten hellenistischen Grundlagen beruht, jedoch viele spätere Einschiebsel enthält[3723], denn der Verfasser, der u. a. den ARISTOTELES selbst gesprochen und ausgefragt haben will[3724], redet z. B. an einer Stelle von „Ägypten und Andalusien“[3725], was frühestens auf die Zeit um die zweite Hälfte oder gegen das Ende des 8. Jahrhunderts hinweist.
Vom Stein der Weisen, für den sich 84 verschiedene Namen angeführt finden, wird berichtet, daß seine Kräfte und Tugenden über jede Lobpreisung erhaben sind, jedoch, ebenso wie die Vorschriften zu seiner Herstellung, strengstens geheim gehalten werden müssen[3726]. In einer phantastischen Vision erzählt der Verfasser seinen „Traum von den sieben Pforten“ und teilt deren Inschriften mit, die sich leider nur noch bei dreien als lesbar erwiesen[3727]: nach der ersten, ägyptischen, besteht das Geheimnis des großen Werkes in der Paarung der Elemente; nach der zweiten, persischen, lassen sich die Ägypter aus Persien Gehilfen kommen und von den dortigen Magiern gewisse Präparate zusenden, die es in Ägypten nicht gibt[3728]; nach der dritten, indischen, ist der Harn der weißen Elefanten ein Heilmittel von unübertrefflicher Wirksamkeit.