[1544] S. aberwitzig.

[1545] S. (betr. Kitt) Abort.

[1546] S. Aas.

[1547] S. (betr. Horboga) Kalb. — Auch die Zigeuner bezeichnen das Nashorn als (baro) nakkésk(ĕ)ri gurumni, d. h. „(groß)nasige Kuh“; s. Liebich, S. 139 u. 225.

[1548] S. abbrühen.

[1549] Wenn nicht im Vokabular vielleicht doch zu lesen ist: Nässe, Flu(h)te, naß, flu(h)tich, würde es sich bei Flu(h)tich = Nässe handeln um die Substantivierung eines Adjektivs (s. flu[h]tich = feucht), bei flu(h)te = naß dagegen um Gebrauch eines Hauptworts (Bedeutg.: Wasser u. dgl.) als Eigenschaftswort (vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 a. E.).

[1550] S. Eltern u. Bruder.

[1551] S. (betr. Mamere) Amme.

[1552] S. anfassen.

[1553] S. Dietrich.

[1554] S. „das ist nichts.“

[1555] S. alljährlich.

[1556] S. Dietrich u. angenehm.

[1557] S. (betr. g’want) mutig.

[1558] S. (zu beiden Ausdr.) arg.

[1559] S. anschauen.

[1560] S. abbrennen.

[1561] S. abfallen.

[1562] S. gebären.

[1563] S. Bett u. abgehen.

[1564] S. aufwachen.

[1565] S. ausschlafen.

[1566] S. Fleischer.

[1567] S. abschießen.

[1568] S. aufschlagen.

[1569] S. Ast.

[1570] S. abschreiben.

[1571] S. arg; betr. das Subst. Schofel vgl. „Vorbemerkg.“ S. 15, Anm. 38 vbd. m. S. 7, Anm. 16.

[1572] S. bewerfen.

[1573] S. angenehm.

[1574] S. abbetteln (vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38.

[1575] S. Adler und Knödel.

[1576] Sachlich übereinstimmend damit auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 226 (tschi, d. h. „nichts“ = Null).

[1577] S. Haselnuß.

[1578] S. (betr. Stöber) Apfelbaum.

[1579] S. Apfelkern.

[1580] S. anmutig.

[1581] S. Abort.

[1582] S. Gaumen.

[1583] S. Adler u. Forstmann; vgl. Bischof.

[1584] S. Adler u. Gendarm; vgl. Bischof.

[1585] S. Adler u. Amtmann; vgl. Bischof. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 227.

[1586] S. abbeißen.

[1587] S. Apfelbaum u. abbiegen.

[1588] S. (betr. Sore) Brücke.

[1589] S. Bulle.

[1590] S. (betr. Schmunk) Bratkartoffeln.

[1591] S. Aas.

[1592] S. Affengesicht u. Gulasch.

[1593] S. (Schottel) Aschenbecher.

[1594] S. Fleischer.

[1595] S. Entenstall.

[1596] S. Backofen.

[1597] Schwä(t)zling (od. Schwetzling) = Ruß kommt noch vor in der Zusammensetzg. Schwä(t)zlingbossert = Schinken (d. h. eigentl. „Ruß- od. Rauchfleisch“). Der Etymologie nach ist es jedenfalls nur schlechte Aussprache für Schwärzling, gehört also zu „schwarz“. Doch findet sich — auch in der richtigen Schreibung — die Vokabel in der jenisch. Bedeutg. m. Wiss. nicht in den verw. Quellen oder im sonst. Rotw., in dem vielmehr Schwärzling für „Kaffee(bohne)“ vorkommt; s. u. a. v. Grolman 65 u. T.-G. 104; Karmayer G.-D. 218; A.-L. 606; Groß 493; nach Ostwald (Ku.) 141 auch = Tinte.

[1598] S. (betr. -pflanzer) anbrennen.

[1599] S. abschaffen.

[1600] S. Hauptmann vbd. m. Adler u. angenehm; vgl. Bischof.

[1601] S. Adler.

[1602] S. Eltern u. Bruder.

[1603] S. (betr. Mamere) Amme. — Auch von den Zigeunern wird für „Oheim“ unterschieden dādéskĕro und dākro prāl, d. h. „väterlicher (des Vaters)“ u. „mütterlicher (der Mutter) Bruder“; s. Liebich, S. 131 u. 207.

[1604] Zus. damit: Loslingschlang = Ohrring. Zu vgl. (aus dem. verw. Quellenkr.): Schwäb Händlerspr. 484 (Loser = Ohr; vgl. [482] losere [in Pfedelb. (210): losen] = hören); s. auch Regensb. Rotw. 489 (Luser = Ohr); auch schon (mit der Endung -ling) im älteren Rotw. des 15. u. 16. Jahrh. (s. schon Basl. Betrügnisse um 1450 [15: Luselinge = Ohren]; Lib. Vagat. 54 [Lüßlinng = Ohr] u. a. m.) bekannt. Etymologie: Der Ausdr. gehört, wie das weidmänn. (u. wohl auch sonst mundartl. gebr.) Loser (Luser) = Ohr des Wildes (eigentl. „Aufhorcher“ [vgl. mhd. losære = Horcher, Lauscher, ahd. losari = Hörer, Zuhörer]), zu dem Zeitw. losen (schon mhd. losen, ahd. [h]losên, losên) = aufhorchen, zuhören; s. Pott II, S. 20 vbd. mit Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1297 (unter Loser, Nr. 3), Sp. 1298 (unter „losere[n]“, Sp. 1346 (unter „Luser“) u. Weigand, W.-B. II, Sp. 85.

[1605] S. (betr. Schlang), Halskette.

[1606] Bei dieser (m. Wiss. im Rotw. u. in d. sonstigen Geheimsprachen nicht bekannten) eigentümlichen Redensart ist Käfferle wohl nicht (wie bei Käfferle = Junggeselle oder Greis) zu Kaffer im Sinne von „Mann (Kerl)“, sondern im Sinne vor „Bauer“ zu stellen, und zwar dürfte es sich sehr wahrscheinlich handeln um eine jenische Übersetzung der mundartl. fast in ganz Deutschland (einschl. Schweiz und Österreich) verbreiteten Bezeichnung „kalter Bauer“ für Onanie bzw. Pollution u. deren Spuren; s. dazu die Redensarten: den kalten Bauern schlagen od. herunterreißen (steir.) u. zu vgl. im einzelnen über die deutsch. Mundarten: Grimm, D. W.-B. I. Sp. 1176 (unter „Bauer“, Nr. 2) vbd. mit Müller in den „Anthropophyteia“, Bd. VIII, S. 20. Ob nun aber hierbei der Ausdruck „Bauer“ wirklich = rusticus (Landmann) aufzufassen ist (wofür z. B. unbedenklich Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 703 [unter „Bauer“, Nr. 3, d] eingetreten) oder ob man ihn mit Grimm, a. a. O., Sp. 1175 als ein eigenes (auf das Gotische zurückzuführendes) Wort im Sinne von voluptas, libido nehmen will, mag dahingestellt bleiben. Für das Adj. kalt (hier etwa = „wider die Natur“) verweist Fischer, a. a. O. auf „die Vorstellung von der ‚kalten‘ Natur der Teufelsbuhlschaft.“

[1607] S. Dom u. Almosen.

[1608] S. (betr. Lobe u. Kies) Bank u. Bankier.

[1609] S. Bauerndorf.

[1610] S. (zu beiden Ausdr.) Bürgermeister.

[1611] S. Ei u. Feiertag. — Auch bei den Zigeunern kommt wohl jāréngĕro gurko (d. h. „Eiersonntag“) für Ostern vor, doch scheint dafür jetzt jāréngĕro diwes (d. h. „Eiertag“) gebräuchlicher zu sein, das jedoch auch entsprechend dem jenisch. Bäzamaschei — den Karfreitag bedeutet; s. Liebich, S. 140 u. 227 vbd. mit Finck, S. 55; vgl. oben unter „Karfreitag“.

[1612] Eine Deutung des Wortes Laich in dieser Verbdg. vermag ich nicht zu geben.

[1613] S. Degen.

[1614] S. ansagen u. Adler. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr. (rak[k]erpáskĕro tschirkulo [tširklo], d. h. etwa „der gesprächige Vogel“, = Papagei): s. Liebich, S. 118, 155 u. 228 vbd. m. Finck, S. 92; vgl. auch schon „Vorbemerkg.“, S. 18.

[1615] S. Attest u. Almosen.

[1616] S. (betr. Lobe) Bank.

[1617] S. (betr. -pflanzer) anbrennen.

[1618] S. Adler u. Bischof. Ebds. (S. 391, Anm. 116) auch betr. die Zigeunersprache.

[1619] S. Gewerbeschein.

[1620] S. Geistlicher.

[1621] S. Chaussee.

[1622] S. Baumholz.

[1623] S. Kessel.

[1624] S. (betr. Kitt) Abort.

[1625] S. angenehm u. Adler. — Bei den Zigeunern kommt für den Pfau (neben pōno od. pōni [s. Pott II, S. 362; Liebich, S. 152 u. 228; Finck, S. 79]) auch gisĕwo tschirkulo (tširklo), d. h. „stolzer Vogel“, vor (nach Liebich, S. 228); vgl. „Vorbemerkg.“, S. 18, Anm. 47.

[1626] S. dazu das Zeitw. dämpfe(n) = (Tabak) rauchen sowie die weitere Ableitung Dämpfere od. Dämpfete (Spr.) = Zigarre (u. dazu die Zus. Dämpferereiber = Zigarrenbeutel). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 343, 345 (Dämpfköllen = Pfeife, Tabakspfeife); Schwäb. Händlerspr. 485, 488 (dämpfen = rauchen, Dämpfere = Zigarre); s. auch Pleißlen der Killertaler 434 (Dämpfer = Schnupftabak). Zur Etymologie (von „Dampf“, „dampfen“) s. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 46.

[1627] Mit Toberich (= a) Tabak; b) Pfeife [Tabakspfeife]) sind mehrere Zusammensetzgn. gebildet worden, u. zwar: a) in der ersten Bedeutg.: Toberichrande od. -reiber = Tabaksbeutel, Toberichschure = (Tabaks-) Pfeife, auch Zigarre (od. bloß Tabak); b) in der zweiten Bedeutg.: Toberichki(e)bes = Pfeifenkopf. Ableitung: toberiche = (Tabak) rauchen, während für „schnupfen“ die Verbindg. Toberich muffe(n), d. h. eigtl. „Tabak riechen“) gebraucht wird. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 100 (Dobrisch = Tabak, Dobrischfinne, -klinge = Tabaksdose, -pfeife; D. schwächen = Tabak rauchen); W.-B. des Konstanzer Hans 255 (Dow’re = Tabak, D. schwäche = Tabak rauchen); Pfulld. J.-W.-B. 343-345 (Dobere = Tabak, Schnupftabak, Dobereckling = Tabakspfeife); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 76 (Doverich = Tabak); Schwäb. Händlerspr. 485, 487, 488 (Tôberich [in Pfedelb. (213): Dowerich] = Tabak, Zigarre [für letzteres auch Tob(e)rich(s)stengel], Tôberichskling [in Pfedelb. (213): Dowerichsklinge] od. Tôbere = [Tabaks-]Pfeife, tôberichen [in Pfedelb. (212): dowrichen] = rauchen). Über weitere Rotw. Belege (seit d. Basl. Glossar v. 1733 [202: Doberen]) sowie die Etymologie des Wortes (das von einigen mit der Zigeunersprache [tūvăli = Rauchtabak (s. z. B. Liebich, S. 166, 244 u. Finck, S. 94)] in Verbindg. gebracht worden, einfacher aber doch wohl als bloße Verunstaltung von „Tobak“ aufzufassen sein dürfte) s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 43, S. 46, 47 u. Anm. 2; vgl. auch Wiss. Beih. zur Zeitschr. des Allg. Deutsch. Sprachv., 5. Reihe, 36. Heft, S. 186, Anm. 1 sowie Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 235/36.

[1628] S. (betr. Schure) abbiegen.

[1629] S. Angesicht.

[1630] S. Brücke.

[1631] S. (betr. Schottel) Aschenbecher.

[1632] S. Kupfergeld.

[1633] S. Füllen.

[1634] S. (betr. Schwäche[rle]) Amme.

[1635] S. Aas.

[1636] S. Entenfuß.

[1637] S. Augenbrauen.

[1638] S. (zu beiden Ausdr.) abkaufen.

[1639] S. Fleischer.

[1640] S. Entenstall.

[1641] S. Geist u. Feiertag. — Die Beziehung auf die Ausgießung des heiligen Geistes in diesem Ausdrucke tritt noch deutlicher hervor in dem gleichbed. zigeunerisch. dūlo tucho dīwes, d. h. „heiliger Geisttag“ (neben d. einfacheren dūlŏ dīwes, d. h. „heiliger Tag“); s. Liebich, S. 228 u. 134 vbd. m. Finck, S. 55.

[1642] S. Apfelkern u. Bankier.

[1643] S. Chaussee u. Almosen.

[1644] S. zu diesem (natürlich von „blau“ hergeleiteten) Worte die Zus. Blaulingstöber u. -kies = Pflaumenbaum u. -kern. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): nur Schwäb. Händlerspr. 485 (Bläuling = Pflaume); im Rotw. gleichbed. wohl Blauerling (s. z. B. bei v. Grolman 9 u. T.-G. 114 u. Karmayer G.-D. 192), während schon in älterer Zeit (z. B. im W.-B. von St. Georgen 1750 [217]) Blauling für „Milch“ vorkommt. Über Blauhanze s. unter „Zwetschgen“.

[1645] S. (betr. Stöber) Apfelbaum.

[1646] S. Apfelkern.

[1647] S. Baumholz.

[1648] S. Entenfuß.

[1649] S. austreten (leicht) u. (betr. Flu[h]te) abbrühen.

[1650] S. abschießen.

[1651] S. ansagen u. Affengesicht.

[1652] S. anreden.

[1653] S. ansagen.

[1654] S. Fleischhafen.

[1655] S. einsalzen u. Aas.

[1656] S. Amtsdiener.

[1657] S. (betr. Kitt) Abort.

[1658] S. (betr. grandich) Adler; vgl. Bischof.

[1659] S. (zu beiden Ausdr.) Haushund.

[1660] S. Brücke.

[1661] S. (betr. Schottel) Aschenbecher.

[1662] S. Dummheit.

[1663] S. Attest u. abtragen.

[1664] S. (betr. Rädling) Eisenbahnwagen.

[1665] S. angenehm; vgl. auch „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 vbd. m. S. 7, Anm. 16.

[1666] S. anbeten.

[1667] S. Geistlicher.

[1668] S. Bischof.

[1669] S. (betr. Malfes) Frauenrock.

[1670] S. evangelisch.

[1671] S. Baumholz.

[1672] S. aufschlagen.

[1673] S. Ast.

[1674] S. Fehde.

[1675] S. beschenken.

[1676] S. Bierglas.

[1677] S. Mastpulver.

[1678] S. (betr. Rolle[r]) Mühle.

[1679] S. abkochen u. Apfelwein.

[1680] S. abbiegen.

[1681] S. abwaschen.

[1682] S. arg, absterben u. Amtmann. — Bei den Zigeunern findet sich der Begriff negativ umschrieben durch tschi tschātscho (od. ladscho) radíngĕro (radískĕro), d. h. „kein rechter (od. guter) Arzt“; s. Liebich, S. 154 u. 230.

[1683] S. Adler u. Apfelkern.

[1684] S. Hauswirt.

[1685] S. (betr. Fi[e]sel u. Freier) Bettelbube u. Fremder.

[1686] S. Bauer u. Amtmann.

[1687] S. Bauernfrau u. Amtmann.

[1688] S. Beischläferin.

[1689] S. abbrühen.

[1690] S. Bauch.

[1691] S. Jude u. Geistlicher.

[1692] S. Hebräer u. Bischof.

[1693] Die gleiche Umschreibung (bipoldéngĕro raschai, d. h. „Judenpriester“) kennen auch die Zigeuner; s. Liebich, S. 128 u. 230.

[1694] S. arg u. Adler; vgl. „Vorbemerkung“, S. 19, Anm. 49.

[1695] S. abgerahmte Milch.

[1696] S. Füllen.

[1697] S. Dolch.

[1698] S. Messer.

[1699] S. dazu die Zusammensetzgn. Sturmkittglitschin u. -gluber = Rathausschlüssel u. -uhr sowie Sturmkittsins = Ratsherr. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 97 (Sturmkitt = Rathaus); W.-B. des Konst. Hans 254 (ebenso); Schwäb. Händlerspr. (U. [214]: ebenso; vgl. ebds. [214]: hohe Sturmkitt = Amtsgericht). Auch sonst im Rotw. neben den Synon. Sturm-Kaste(n) (s. z. B. schon A. Hempel 1687 [167]), Sturm-Bayes (s. z. B. Pfister bei Christensen 1814 [331]) od. Sturmkandich (s. z. B. v. Grolman 70 n. T.-G. 116). Zur Etymologie s. Pott II, S. 18 u. A.-L. 612, nach denen die erste Silbe in diesen Zusammensetzgn. zu unserem Worte „Turm“ gehört (also Sturmkitt wohl = „s’Turmkitt“, abgek. für das Turmkitt, d. h. „das Turmhaus“), weil die Rathäuser „gewöhnlich mit einem Turm geziert“ sind (A.-L., a. a. O.).

[1700] S. (betr. Glitschin) Dietrich.

[1701] Mit Gluber (auch Gluper od. Kluper od. — am richtigsten wohl — Luber) = Uhr sind auch noch zusammengesetzt (am Anfang): Luberkitt = Uhrgehäuse, Luberschlang = Uhrkette, Luberpflanzer = Uhrmacher, Luberglitschin = Uhrschlüssel, Luberrande = Uhrtasche. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 98 (Lupper = Sackuhr); W.-B. des Konst. Hans 254 (ebenso; vgl. auch 258: Lopper u. Lapper); Pfulld. J.-W.-B. 345 (Lupper [od. Nopper] = Uhr, Randelupper, bes. = Sackuhr); Schwäb. Händlerspr. 487 (Lôber[e], Lubbere, Klupper [in Pfedelb. (213): Glupper (od. Gluckere), in Lütz. (215): Klepper] = Uhr, Taschenuhr). Über weitere Belege im Rotw. s. noch Groß’ Archiv, Bd. 46, S. 23, Anm. 2. Ebds. S. 24 auch über die Hypothesen betr. die (zweifelhafte) Etymologie, unter denen diejenige, die den Ausdruck mit d. niederd. lupen (lopen) = laufen in Zusammenhang gebracht hat, wohl noch am annehmbarsten erscheint; s. Fischer, Schwäb. W.-B. IV., Sp. 1263 (unter „Lober“ II) vbd. mit Sp. 1346 (unter „Lupper[e]“). Vgl. auch unten die Anm. zu dem ähnl. Synon. Gengle (unter „Uhr“).

[1702] S. (betr. Sins) Amtmann.

[1703] S. (zu beiden Ausdr.) Bürgermeister.

[1704] S. anfassen.

[1705] S. ausstehlen.

[1706] S. (zu beiden Ausdr.) Pfeife.

[1707] S. Backofen u. Aas.

[1708] S. abbeißen.

[1709] S. berauscht; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 vbd. mit S. 7, Anm. 16.

[1710] S. Amme.

[1711] S. Apfelwein.

[1712] S. Ananas u. Henne bezw. Hahn.

[1713] Die sachlich gleiche Ausdrucksweise kennen auch die Zigeuner; s. Liebich, S. 152 u. 231 (porréskĕri kachnin = Rebhuhn, eigtl. „Busch- od. Waldhuhn“, zu porr = Busch, Gebüsch, Gehölz, Wald u. dergl.).

[1714] S. anreden.

[1715] S. ansagen.

[1716] S. austreten (leicht).

[1717] S. (betr. Reifling) Fingerring. — Auch bei den Zigeunern heißt der Regenbogen brschindéskĕri gusterin, d. i. „Regenring“ od. deweléskĕri (an)gusterin, d. i. „Gottes Ring“ (nach Liebich, S. 129 u. 231).

[1718] S. alltäglich.

[1719] S. abbrühen.

[1720] S. Adler.

[1721] S. (betr. Ruch) Bauer.

[1722] S. (betr. Sins) Amtmann; vgl. auch Bischof.

[1723] S. (betr. Schure) abbiegen u. (betr. Sore) Brücke; vgl. Bischof.

[1724] S. abwaschen.

[1725] S. angenehm.

[1726] Über die sachlich gleiche Bezeichnung (bāro rai) für den Richter bei den Zigeunern s. Näh. bei Liebich, S. 232; vgl. auch schon „Vorbemerkung“, S. 17.

[1727] S. arg u. Bank.

[1728] S. Aas.

[1729] S. Adler u. Bauer. — Sachlich übereinstimmende Ausdrucksweise auch in der Zigeunersprache; s. Liebich, S. 232 (bāro dschēno od. gādscho, d. h. „großer Mensch (Kerl)“, = Riese); vgl. „Vorbemerkung“, S. 17.

[1730] S. Kalb.

[1731] S. (betr. Schmunk) Bratkartoffeln.

[1732] S. Entenstall.

[1733] S. Aschenbecher.

[1734] S. Fleischer.

[1735] S. Fingerring.

[1736] S. Frauenrock.

[1737] S. (betr. Rande) Bauch.

[1738] S. Frucht.

[1739] S. anbeten u. Halskette. — Sachlich übereinstimmend hiermit auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 153 u. 233 u. Finck, S. 95 (pris[s]ermásk[ē]ri wērklin, d. h. „die Betkette“, = Rosenkranz).

[1740] S. arg.

[1741] S. aufwachen.

[1742] S. ausschlafen.

[1743] S. Ofenruß.

[1744] S. Adler u. Frauenstube. — Sachl. übereinstimmend auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 234 (bāri [od. buchli] tattin [od. isma], d. h. „große [od. weite] Stube“ = Saal); vgl. schon „Vorbemerkung“, S. 17.

[1745] S. Degen.

[1746] S. Brücke.

[1747] S. Bauch.

[1748] S. Beutel; vgl. Bankier.

[1749] S. abgerahmte Milch.

[1750] S. Gulasch.

[1751] S. einsalzen.

[1752] S. (betr. Schottel) Aschenbecher.

[1753] S. (betr. Schwimmerling) Fisch.

[1754] S. (betr. Bossert) Aas.

[1755] S. Fleischhafen.

[1756] S. angenehm.

[1757] S. absingen.

[1758] S. absterben u. Abort. — Auch bei den Zigeunern kommt für den Sarg muléskĕro ker, d. h. „Totenhaus“, vor neben muléskĕri kistari, d. h. „Totenkiste“, oder muléskéro rukk, d. h. „Totenbaum“ („weil vormals ein ausgehöhlter Baum als Sarg diente“); s. Liebich, S. 147 u. 234; vgl. „Vorbemerkg.“, S. 18.

[1759] S. dazu die Zusammenstzgn.: Koelebossert = „Teufelsbraten“, Koeleklettert = „Teufelstisch“ (?) u. Koelesgroenert (d. h. eigtl. „Teufelskraut“) = Unkraut (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.); eine Ableitg. davon ist das Adj. koelich = teuflisch. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 345 (Kohle = Teufel, kohlezopfen = „Teufelholen“); Schwäb. Händlerspr. 487 (Kôle, Koule [od. Quane] = Teufel). Sonst m. Wiss. unbekannt. Die Etymologie des Wortes ist unsicher. Bei der Form Ko(h)le könnte man ja allenfalls an eine Metapher mit Bez. auf die (kohl)schwarze Farbe des Teufels denken (vgl. Günther, Rotwelsch, S. 66); nach Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 575 (unter „Kole“ I) liegt dagegen — ebenso wie bei Quane in der schwäb. Händlerspr. (s. Sp. 889) — vielleicht eine koseformartige Verunstaltung des Eigennamens Konrad vor, der (gleich verschiedenen anderen Eigennamen) in manchen Gegenden für den Teufel vorkommt (vgl. dazu Fischer, a. a. O. IV, Sp. 608 unter „Konrad“, Nr. 4 vbd. mit Wackernagel, Kleinere Schriften [Leipz. 1872 ff.], Bd. III, S. 151/52 u. O. Meisinger, die Appellativnamen in den hochd. Mundarten [Progr.] I [Lörrach 1904], S. 15, 16).

[1760] S. Adler u. Abendessen; vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38.

[1761] S. Eber.

[1762] S. abwaschen.

[1763] S. Gemüse.

[1764] S. Amme.

[1765] S. (betr. Benk) brauchbarer Bursche u. (betr. Schure) abbiegen.

[1766] S. Entenstall.

[1767] S. Angesicht.

[1768] S. Hammel.

[1769] S. (betr. grandich) Adler; vgl. auch Bischof.

[1770] S. Anm. 1765 a. E.

[1771] S. Haushund.

[1772] S. Bauernfrau.

[1773] S. abschaffen.

[1774] S. Glied (weibliches).

[1775] S. arg.

[1776] S. anschauen.

[1777] S. Äquilibrist u. Abort.

[1778] S. Baumholz.

[1779] S. Ärger.

[1780] S. Bank.

[1781] S. (zu beiden Ausdr.) Gasthaus.

[1782] S. Entenfuß.

[1783] Zu Schaffel = Scheune (Schuppen, Speicher, Tenne), Dimin.: Schaffelle (Spr.), vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 344 (Schaffel[e] = Scheuer); Schwäb. Händlerspr. (Lütz. [215]: Schafell = Scheune). Im sonst. Rotw. findet sich (in älterer Zeit) die Form Schabelle(n) — für Scheune, „Stadel“ u. dgl. = (s. z. B. Hempel 1687 [169]; Waldheim. Lex. 1726 [188]; Hildburgh. W.-B. 1753 ff. [251] u. a. m.), später auch Schowelle (s. z. B Pfister bei Christensen 1814 [330]; v. Grolman 63 u. T.-G. 118; Thiele 311), Schabolle, Schapolle, Schewelle u. ä. (s. A.-L. 598 unter „Schibboles“). Ob auch das gleichbed. Schambutter (so z. B. schon im W.-B. des Konst. Hans 258 sowie im 19. Jahrh.) nur eine Weiterbildung desselben Stammes ist, wage ich nicht zu entscheiden; wegen der abweichenden Bedeutung zu trennen dürften dagegen wohl sein Schaffel (Schaffehl oder Schaffihl) = Schüssel (z. B. bei Pfister bei Christensen 1814 [328] und v. Grolman 58 u. T.-G. 120) bezw. Schaffel = Schlüssel (z. B. bei Falkenberg 1818 [334]). Etymologie: Der Ausdruck darf wohl mit A.-L. 598 hergeleitet werden vom hebr. schibbôlet = Ähre (Kornähre), woraus die Begriffserweiterung zu „Scheune“ u. dgl. unschwer zu erklären ist.