[617] Athanasius Kircher Mundus subterraneus, in quo universae naturae majestas et divitiae demonstrantur. 2 vol. fol. Amsterdam 1664.

Der gelehrte Jesuit Kircher wurde 1602 in der Nähe von Eisenach geboren. Er wirkte als Lehrer der Mathematik in Rom, wo er das Museum Kircherianum gründete, und starb dort 1680.

[618] Principia philosophiae. 1644.

[619] Descartes unterschied drei Grundstoffe, die in der Sonne, im Weltraum und auf der Erde vertreten sein sollten. Siehe E. Bloch, Die chemischen Theorien bei Descartes und den Kartesianern (Isis, 1914. S. 590–635).

[620] G. Daubrée, Descartes l'un des créateurs de la Cosmologie et de la Géologie. Paris 1880.

[621] Man vergleiche dazu Bd. I S. 260, 380, 443, 445.

[622] Auch die heutigen Geologen nehmen an, daß die Mansfelder Schiefer aus dem feinen Schlamme einer mit Fischen reich bevölkerten Meeresbucht entstanden sind. Dieser Bucht wurden schwefelsaure Salze von Kupfer, Eisen und Silber zugeführt. Die Fische starben infolgedessen und sanken in den Schlamm. Der Reichtum an tierischer, in Zersetzung begriffener Substanz machte den aus diesem Schlamm hervorgehenden Schiefer bituminös (pechhaltig). Gleichzeitig wirkte die organische Substanz reduzierend auf jene schwefelsauren Metallsalze. Diese wurden infolgedessen in Schwefelmetalle (Erze) verwandelt, die den Kupferschiefer durchsetzen und insbesondere die Stellen überziehen, an denen sich einst die verwesenden Fischkörper befanden.

[623] Hooke, Lectures on Earthquakes, 1688.

[624] Dies geschah durch Langmantel im Jahre 1688.

[625] N. Lemery.

[626] Experimenta Crystalli Islandici Disdiaclastici, quibus mira et insolita refractio detegitur. Havniae 1669.

[627] Siehe S. 301.

[628] Arcana naturae detecta ab Antonio van Leeuwenhoek. 1695. p. 124.

[629] Näheres über Boyle siehe S. 225 dieses Werkes.

[630] Specimen de Gemmarum origine et virtutibus, auctore Roberto Boyle. 1673.

[631] Siehe S. 217 dies. Bds.

[632] Georg Ernst Stahl wurde 1660 in Ansbach geboren und war Professor der Medizin und der Chemie in Halle. Von 1716 bis zu seinem Tode (1734) wirkte er in Berlin.

[633] Außer Marggraf und seinem Schüler Achard sind von den Berliner Chemikern noch Neumann und Pott zu nennen. Casper Neumann (1683–1737) war Professor an der medizinischen Bildungsanstalt zu Berlin. Sein Nachfolger war Johann Heinrich Pott (1692–1777). Ersterer hat sich um die Analyse, letzterer um die Mineralchemie Verdienste erworben.

[634] 1760. Vgl. v. Lippmann, »Abhandl. u. Vorträge«. Bd. I: Marggraf.

[635] 1754. Vgl. v. Lippmann, »Abhandl. u. Vorträge«. Bd. I: Marggraf.

[636] Einige von Marggrafs Arbeiten über den Phosphor wurden im 187. Bande von Ostwalds Klassikern veröffentlicht (W. Engelmann, Leipzig 1912). Insbesondere die erste der dort veröffentlichten Abhandlungen, die 1743 in den Miscellanea Berolinensia (VII, 324–344) erschien, ist von epochemachender Bedeutung, weil durch sie der Phosphor des Geheimnisvollen entkleidet wurde, das ihn seit seiner Entdeckung umgab (Ostwalds Klassiker Nr. 187. S. 43).

[637] Siehe an späterer Stelle.

[638] Siehe a. a. O. S. 79–90.

[639] Siehe Bd. I dieses Werkes. S. 179.

[640] John Hemmeter, Michael Servetus. Discoverer of the Pulmonary Circulation. His Life and Work. Janus. S. 331–364 mit 9 Tafeln.

[641] Exercitatio anatomica de motu cordis et sanguinis in animalibus. Francof. 1628.

[642] West, Harvey and his times. London 1874.

[643] So lautet der anatomische Name des großen Gefäßes, das den in den Lymphgefäßen des Magens und des Darmes bereiteten Milch- oder Speisesaft (Chylus) dem Blutstrom zuführt.

[644] Haeser, Geschichte der Medizin. Bd. II. S. 277.

[645] Siehe auch K. Lasswitz, Geschichte der Atomistik. II. S. 84.

[646] Durch Jean Pecquet.

[647] Siehe auch S. 365, Anm. 3.

[648] Sie erfolgte durch den schwedischen Arzt Olaf Rudbeck im Jahre 1651.

[649] Hooke, Micrographia. Schem. I, Fig. 5/6.

[650] Borelli erfand den Heliostaten, indem er einem Spiegel durch ein Uhrwerk eine solche Bewegung gab, daß die Sonnenstrahlen immer nach derselben Richtung zurückgeworfen werden.

[651] Borelius, De motu animalium. Rom 1680, Leyden 1685.

[652] Borelius, De motu animalium. Leyden 1685. Tab. III. Fig. 2.

[653] De motu animalium. Tab. X. Fig. 12.

[654] Lorenzo Bellini. Die insbesondere durch Borelli ins Leben gerufene Schule wird wohl als die iatrophysische bezeichnet.

[655] Malpighi, Opera omnia. London 1697. B. II. S. 87: De renibus.

[656] Jan van Hoorne. Er war der erste, der die Bedeutung der Ovarien für die Entstehung des Embryos erkannte. Siehe Hirsch, Geschichte der medizinischen Wissenschaften, S. 120.

[657] Siehe S. 346.

[658] Boerhaave (1668–1738) war Professor der Chemie und der Botanik in Leyden.

[659] Siehe Carus, Geschichte der Zoologie. München 1872. S. 403.

[660] Harvey, Exercitationes de generatione animalium. London 1651.

[661] De gener. animal. XLV. Leydener Ausgabe vom Jahre 1737. Seite 161.

[662] A. a. O. Seite 162 und 163.

[663] Siehe auch »Harvey, Über die Erzeugung der Tiere« von W. Preyer. Zeitschrift Kosmos, II. Jahrgang. Seite 396.

[664] Bibel der Natur. 1752. Seite 126.

[665] Francesco Redi (1618–1676). Arzt in Florenz und Mitglied der Accademia del Cimento.

[666] Professor der Medizin in Bologna, später Leibarzt von Papst Innocenz XII.

[667] Malpighi, Opera omnia, London 1686.

[668] Siehe S. 376.

[669] Malpighi, De Bombycibus. Tab. VI. Fig. 2.

[670] A. Hirsch, Geschichte der medizinischen Wissenschaften. 1893. S. 122.

[671] Ledermüller, Mikroskopische Gemüts- und Augenergötzungen. 1763.

[672] Leeuwenhoek, Arcana naturae. Delphis Batavorum 1695–1719.

[673] Arcana naturae Bd. I. S. 42.

[674] Arcana naturae. Bd. I. S. 42.

[675] Hirsch, Geschichte der Medizin. S. 493.

[676] Arcana naturae. 1695. Bd. I. S. 173.

[677] Arcana naturae, 1695, Bd. I. Brief 90. Die nähere Aufklärung über dies Verhalten der Blattläuse gab Bonnet im 1. Bande seiner Insektologie. Paris 1745.

[678] Hirsch, Geschichte der Medizin. S. 115.

[679] Abbildung aus Leeuwenhoeks Arcana naturae, 1695. Bd. I. Seite 447.

[680] Hookes »Micrographia«, Schem. XI, Fig. 1.

[681] Hooke, Micrographia or some physiological descriptions of minute bodies. London 1667. pg. 112 (Observat. XVIII).

[682] Micrographia. S. 143.

[683] Arcana naturae. Bd. I. S. 315.

[684] Arcana naturae. Bd. I. S. 318.

[685] Malpighi, Anatome plantarum. 1675. Grew, The anatomy of plants. 1682. Fol. mit 83 Kupfertafeln.

Siehe Marcellus Malpighi, Die Anatomie der Pflanzen, bearbeitet von M. Möbius. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 120. S. 31. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1901.

[686] Sachs, Geschichte der Botanik. S. 259.

[687] Siehe S. 399.

[688] The anatomy of plants. S. 172.

[689] Siehe Marcellus Malpighi, Die Anatomie der Pflanzen, bearbeitet von M. Möbius. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 120. S. 31. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1901.

[690] Die Spiralröhren bestehen nach Malpighi aus einem zarten Streifen von geringer Breite, der spiralig verläuft und an den äußeren Rändern zusammenhängt. »Findet ein Zerreißen statt, so zerfällt das Spiralband nicht in einzelne Ringe, wie es bei der Trachee der höheren Tiere der Fall ist, sondern es entsteht ein langes Band« (Ostwalds Klassiker 120. S. 7).

[691] Das Verfahren ist noch heute in Gebrauch.

[692] Siehe Bd. I dieses Werkes, S. 145.

[693] Theophrast, Von den Ursachen der Pflanzen. I, 6.

[694] Camerarius, De sexu plantarum epistola, datiert vom 25. August 1694. Herausgegeben von J. G. Gmelin, Tübingen 1749. Eine Ausgabe in deutscher Übersetzung veranstaltete M. Möbius. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 105. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1899. Siehe auch Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher, 3. Aufl., Abschnitt 27.

[695] Koelreuter, siehe an späterer Stelle.

[696] Newton, Abhandlung über die Quadratur der Kurven (1704). Aus dem Lateinischen übersetzt von G. Kowalewski. Band 164 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1908.

[697] Leibniz, Über die Analysis des Unendlichen. Aus dem Lateinischen übersetzt von G. Kowalewski. Band 162 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann. 1908.

[698] Siehe auch S. 165.

[699] Ars conjectandi (Wahrscheinlichkeitsrechnung) von Jakob Bernoulli. Basel 1713. Als 107. und 108. Bd. von Ostwalds Klassikern in deutscher Übersetzung herausgegeben von R. Haussner. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann. 1899.

[700] Tropfke, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. II. 354.

[701] Ostwalds Klassiker Nr. 108. S. 71 u. f.

[702] Ostwalds Klassiker Nr. 108. S. 104.

[703] Sie entstanden in der Zeit von 1689 bis 1704 und bilden den Inhalt des 171. Bandes von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, W. Engelmann. 1904. Die Übersetzung und die Herausgabe erfolgten durch G. Kowalewski.

[704] Wallis in seiner Arithmetica infinitorum (1655) und Newton in seiner Methodus fluxionum.

[705] Ostwalds Klassiker. Bd. 171. S. 110.

Nicolaus Mercator (nicht mit dem hundert Jahre vor ihm lebenden Gerhard zu verwechseln) wurde 1640(?) in Holstein geboren. Er war Mitglied der Royal Society und starb 1687. Seine mathematischen Untersuchungen wurden besonders durch Wallis' Arithmetica infinitorum (1655) angeregt.

[706] Von neueren Untersuchungen über Reihen seien noch diejenigen von Paul du Bois Reymond erwähnt, weil sie Aufnahme in die Sammlung Ostwalds gefunden haben; P. du Bois Reymond, Über unendliche und trigonometrische Reihen. Als 185. Band von Ostwalds Klassikern herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann. 1912.

P. du Bois Reymond, Über die Darstellung der Funktionen durch trigonometrische Reihen. Als 186. Bd. von Ostwalds Klassikern herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann. 1912.

[707] Pappus, V. 2.

[708] Abhandlungen über Variationsrechnung: Ostwalds Klassiker Nr. 46, S. 3–13. Leipzig, W. Engelmann. 1894.

[709] Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Bd. 46. S. 14–20. Leipzig, W. Engelmann. 1894.

[710] Siehe Johann Bernoulli, Die erste Integralrechnung. Aus dem Lateinischen übersetzt und als Bd. 194 von Ostwalds Klassik. d. exakt. Wiss. herausgegeb. von G. Kowalewski. Leipzig, W. Engelmann. 1914.

[711] Hydrodynamica seu de viribus et motibus fluidorum commentarii 1738.

[712] Jacob Bernoulli (1654–1705), Johann Bernoulli (1667–1748), Bruder des vorigen. Daniel Bernoulli (1700–1802), Sohn von Johann Bernoulli.

Die Familie Bernoulli gilt als ein Beispiel dafür, daß sich das so seltene mathematische Talent in einer Familie vererben kann. Dies Beispiel ist allerdings wohl einzig in seiner Art. Acht Mitglieder der Familie Bernoulli waren bedeutende Mathematiker, darunter sind die drei obigen, so oft erwähnten als Mathematiker ersten Ranges bekannt. Die Bernoulli stammen aus Antwerpen, von wo ein Jacob Bernoulli nach Frankfurt auswanderte, um sich den Verfolgungen des Herzogs Alba zu entziehen. Einer seiner Enkel wurde 1622 Bürger der Stadt Basel. Der mathematische Lehrstuhl der Universität Basel war länger als ein Jahrhundert von einem Bernoulli besetzt.

[713] Robins, New Principles of gunnery. London. 1742.

[714] Berlin, 1745.

[715] Diese Formel gilt, wenn wir das Pendel als ein einfaches betrachten.

[716] Die Zahl sämtlicher von Euler veröffentlichten Abhandlungen wird auf 700 veranschlagt. Daneben verfaßte er 45 Bände selbständiger Werke. Eine Ausgabe sämtlicher von Euler herrührenden Schriften würde etwa 2000 Druckbogen umfassen.

[717] Eulers »Einführung in die Analysis des Unendlichen« und seine »Anleitung zur Differential- und Integralrechnung« gelten noch heute als vorzügliche Lehrbücher der höheren Mathematik. So viele Werke seitdem über denselben Gegenstand geschrieben sind, »sie sind fast alle mehr oder weniger Variationen des von Euler behandelten Themas« (F. Radio in L. Euler S. 16).

[718] Tropfke, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 127.

[719] Introductio in analysin infinitorum.

[720] H. Hankel, Die Entwicklung der Mathematik in den letzten Jahrhunderten. S. 15.

[721] Durch P. Stäckel im 46. Band von Ostwalds Klassikern. Leipzig. W. Engelmann. 1894. Eulers Werk erschien 1744. Der vollständige Titel lautet: Methodus inveniendi lineas curvas maximi minimive proprietate gaudentes sive solutio problematis isoperimetrici latissimo sensu accepti.

[722] Eine Inhaltsübersicht gibt Cantor im III. Bande seiner Geschichte der Mathematik. S. 830–840.

[723] Leonhard Euler, Vollständige Anleitung zur Integralrechnung. Ausgabe von Salomon. Bd. III. S. 392.

[724] Über das Problem der Kettenlinie bei Galilei, der es noch nicht zu lösen vermochte, und Huygens, Leibniz, sowie den Gebrüdern Bernoulli s. S. 61, Anm. 2.

[725] L. Euler, Von den elastischen Kurven (1744). Einen Neudruck der Abhandlung enthält Nr. 175 der Sammlung »Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften«.

[726] Siehe an späterer Stelle dieses Abschnitts (S. 443).

[727] Siehe S. 280.

[728] Diese Methode wurde schon von Apian (1495–1552) in dessen Kosmographie (§ 5) empfohlen.

[729] Herrührend von Gemma Frisius (1508–1555).

[730] Novae et correctae tabulae ad loca Lunae computanda. Berlin 1746.

[731] Novae tabulae motuum Solis et Lunae. 1752.

[732] Siehe S. 414.

[733] E. Mach, Zur Geschichte der Akustik (E. Machs Vorlesungen. IV. Leipzig, J. A. Barth. 1896). Sauveurs akustische Abhandlungen finden sich in den Mém. de Paris von 1701.

[734] Durch Noble und Pigot, die in den Philos. Transactions vom Jahre 1677 darüber berichteten.

[735] Descartes, der sich mit Mersenne über das Verhalten schwingender Saiten unterhielt, hat schon vermutet, daß die Saiten Teilschwingungen vollziehen, und daß dadurch ihr Ton beeinflußt wird.

[736] Wurde ein Ton z. B. durch 36 Schwingungen in der Sekunde hervorgerufen, und ergaben sich für einen zweiten, etwas höheren Ton vier Stöße in der Sekunde, so beruhte dieser auf 40 Schwingungen, entsprechend dem oben gegebenen Beispiel. Bemerkt sei noch das Kuriosum, daß Sauveur ganz unmusikalisch war und seine Untersuchungen nur unter Mitwirkung von Musikern anzustellen vermochte.

[737] Siehe Dannemann, »Aus der Werkstatt«, 3. Aufl., Abschnitt 34.

[738] Geboren 1706 in der Nähe von London.

[739] Von Dollonds Fernrohren befinden sich noch mehrere im Besitz der Petersburger Akademie der Wissenschaften. Dollond hatte sie für die russische Expedition zur Beobachtung des Venusdurchgangs vom Jahre 1769 geliefert.

[740] Eulers Briefe an eine deutsche Prinzessin. Leipzig 1773. Bd. III. Abbildung auf S. 299.

[741] J. A. Segner (1704–1777), Programma, quo theoriam machinae cujusdam hydraulicae praemittit. Gött. 1750.