U.

Uckert, Uffert, Ufer s. Aud (V.).

Uhde s. Aud (einst. K.).

Uhl s. Othal (V., einst. K.).

Uhle III. niederd. „Eule“, in Zss. wie Uhlenbrauk (Eulenbruch), UhlenkampUhlemeyer.

Ühle s. Othal (einst. K.).

Uhmeyer III. = Uhdemeyer s. Aud.

ui = ü in österreichischen N.: Uibel, Uiberlacher, Uichtritz v. Steinkirchen u. a.

Ul-, Ull- s. Othal (V., einst. K.).

-um s. Heim III.

Umbrecht, Umfried s. Un.

Umbscheiden III. = Unbescheiden, vgl. Walther gen. Unbezhaiden 1304. Schon mhd. angeglichen: umbescheiden, das Gegenteil von bescheiden d. i. verständig; rücksichtsvoll. Verkürzt: UnbescheidUmscheid.

UN I. zu ahd. unnan „gönnen, gewähren“.

FN. Unebert: Umbrecht.

Unifred: Umfried.

Einstämmige Kürzung Un-.

Unno: Uno. Vklf. (k) Unico: Gen. Oncken.

Unbehaun III. doch wohl s. v. a. (in demselben Bilde) „ungehobelt, unpoliert“. Üllein der Unbehowen 1352.

-ung I. Patronymika bildend (s. ing): Adelung — abgestumpft -ong: Amelong.

Ungefug III. mhd. ungefüege „ungeschickt“, aber auch „übermäßig groß und stark“. Fridrich Vngevuge 1260.

Ungeheuer III. mhd. ungehiure „unheimlich, häßlich“.

-ungen III. in ON., Nebenf. zu ingen.

FN. v. Bodungen. v. Kauffungen. Mitunter abgekürzt in -ung: Breitung (O. Breitungen). Gerstung (O. Gerstungen). Ableitung auf -er: Hagenunger (Baden).

Ungenannt III. merkwürdiger N., eig. einen Widerspruch in sich selbst enthaltend.

Ungewitter III. bildlicher N.

Unglenk III. mhd. ungelenke „ungelenk, unbiegsam“.

Unkraut III. urspr. Übername (Tobler-M.).

Untiedt III. niederd. „Unzeit“.

Unverdorben III. mhd. unverdorben „nicht unglücklich, erfolgreich“.

Unverzagt III. mhd. unverzaget „unverzagt, nicht blöde“.

Upderworth III. niederd. So auch Uppendahl; Uphoff; Uppenkamp, halbverhochd. Uffenkamp.

UR ahd. ûro, mhd. ûr der „Ur“, Auerochs (S. 17). Urhart. Urold.

FN. (Urschalk): Urschall.

Einstämmige Kürzung Ur-:

Uro: AuerÜhre.

Vklf. (k) Urico: Urich.

Urbanus II. lat. der „Städtische, Höfliche“.

FN. UrbanOrban.

Urner III. „einer aus Uri“.

Utermark III. „aus der Mark“.

Utermöhlen III. niederd. „aus der Mühle“. Schon Gött. UB. 1426 ut der Molen, und 1488 Utermolen.

Uth-, Utz s. Aud (einst. K.).

Uulkes s. Othal (einst. K.).