a) Unterfamilie. Harpoceratinae. Zittel. (Falciferi v. Buch.)

Kiel glatt. Mündung mit verlängertem Kiel. Suturlinie mäßig zerschlitzt. Erster Laterallobus tief. Aptychus sehr dünn; die äußere Schicht kalkig und gefaltet, die innere (ursprünglich hornige) verkohlt. Mittlerer Lias bis Dogger.

Fig. 1167.

Fig. 1167.

Harpoceras (Hildoceras) bifrons Brug. sp. Ob. Lias. Whitby, Yorkshire.

Fig. 1168.

Fig. 1168.

Harpoceras (Grammoceras) Thouarsense d'Orb. sp. Ob. Lias. Heiningen (Württemberg).

Sämtliche hierher gehörige Formen wurden von Waagen als Harpoceras bezeichnet. Dieselben werden jetzt in zahlreiche Subgenera zerlegt.

a) Arieticeras Seguenza. Weit genabelt. Umgänge niedrig, vierseitig. Externteil breit, Kiel von zwei Furchen begrenzt. Seiten mit einfachen, groben, undeutlich sichelartigen Rippen. Sutur schwach gezackt. Mittlerer Lias. A. Algovianus Opp., A. Ruthenensis Reynès.

b) Hildoceras Hyatt. (Fig. 1167). Wie vorige, jedoch Rippen deutlich sichelförmig, an der Umbiegungsstelle durch eine Furche unterbrochen. Ob. Lias. A. bifrons Brug., A. borealis Seeb., A. Levisoni Dum.

c) Lillia Bayle. Wie Arieticeras, jedoch Rippen anfänglich paarweise von Nabelknoten entspringend, später einfach. Ob. Lias. A. Comensis v. Buch., A. Mercati v. Buch., A. Erbaensis, Lilli, Hauer etc.

d) Poecilomorphus Buckm. A. subcarinatus Phill. Ob. Lias. A. cycloides d'Orb. Unterer Dogger.

e) Grammoceras Hyatt. (Fig. 1168). Meist weit genabelt. Umgänge mit einfachen oder außen fein gespaltenen S-förmig geschwungenen Sichelrippen verziert. Suturlinie wenig zerschlitzt. Mittlerer und ob. Lias. A. Normannianus d'Orb., A. Kurrianus Opp. (mittl. Lias), A. radians Schloth., A. Thouarsensis d'Orb., A. Aalensis Zitt. (ob. Lias) etc.

f) Harpoceras s. str. (Polyplectus Buckm.). Mehr oder weniger hochmündig, scheibenförmig, mäßig weit oder eng genabelt. Seiten flach, mit ausgezeichnet geschwungenen, meist einfachen, ungeteilten Sichelrippen. Externteil zugeschärft, Kiel von zwei seichten Furchen begrenzt. Suturlinie stark zerschlitzt. Mittlerer und oberer Lias. A. falcifer Sow., A. Boscensis Reynès, A. Lythense Young und Bird, A. elegans Sow., A. bicarinatus Zieten, A. serpentinus Schloth.

g) Leioceras Hyatt. emend. Buckm. (Fig. 1169). Flach scheibenförmig, hochmündig, eng genabelt, außen zugeschärft. Innere Umgänge mit dichotom gespaltenen Sichelrippen, die sich auf den letzten Windungen in feine Sichelstreifen auflösen. Suturlinie mäßig gezackt. Externsattel zweiteilig. Ob. Lias und unterer Dogger. A. opalinus Rein., A. concavus Sow.

h) Ludwigia Bayle. Mäßig weit genabelt, außen gerundet mit schwachem Kiel. Sichelrippen geknickt, außen gegabelt, der Rippenstiel häufig zu einem Knoten verdickt. Äußere Umgänge glatt. Suturlinie schwach zerschlitzt. Unt. Dogger. A. Murchisonae Sow.

Fig. 1169.

Fig. 1169.

Harpoceras (Leioceras) opalinum Rein. Unterer Dogger. Teufelsloch bei Boll.

i) Witchellia, k) Dorsetensia, l) Hypolioceras Buckm. Dogger.

m) Hecticoceras Bonarelli (Lunuloceras Bonar). Weit genabelt, Umgänge im Querschnitt oval bis vierseitig, außen gekielt. Innere Umgänge glatt, die äußeren mit groben, einfachen oder gespaltenen Rippen, die häufig auf den Seiten oder neben dem Externteil Knoten bilden. Ob. Dogger. A. hecticus, lunula, parallelus Reinecke, A. punctatus Stahl.

Die nahe verwandte Gruppe der Trimarginati Opp. unterscheidet sich durch sehr schwache Berippung und verwischte Seitenfurche. Der Kiel ist von zwei Furchen begleitet. A. Arolicus Opp.

b) Unterfamilie. Oppelinae. Haug. (Flexuosi v. Buch.)

Kiel gekörnelt oder gezackt, auf der Wohnkammer verschwindend. Mündung mit vorspringendem Ventrallappen. Sichelrippen außen häufig in Randknötchen endigend, die Stiele derselben öfters verwischt. Suturlinie sehr fein zerschlitzt. Aptychus kalkig, außen gefaltet (Imbricati). Dogger, Malm, unt. Kreide.

Oppelia Waagen (Fig. 1170-1172). Eng genabelt, Wohnkammer außen gerundet. Seiten mit Sichelrippen. Sipho dick mit kalkiger Scheide. Loben unsymmetrisch zerschlitzt. Dogger bis untere Kreide. Hauptverbreitung im oberen Jura.

Die Gattung Oppelia zerfällt wie Harpoceras in mehrere Formengruppen, die als Subgenera unterschieden werden können. Die Reihe der O. subradiata Sow. beginnt im unteren Oolith und ist auf den Dogger beschränkt; an sie schließen sich die hochmündigen, schwach berippten, eng genabelten, außen zugeschärften Tenuilobaten aus dem weißen Jura.

Die Gruppe des A. callicerus, Hauffianus, trachynotus Opp. etc. (Neumayria Bayle) aus dem oberen Jura zeichnet sich durch kräftige Rippen aus, welche teilweise zu Randknötchen anschwellen.

Ochetoceras Haug (Canaliculati Opp.). Eng genabelt, hochmündig, außen zugeschärft und gekielt. Seiten mit Sichelrippen, die durch eine Furche unterbrochen sind. Suturlinie fein zerschlitzt. Ob. Jura. A. canaliculatus, hispidus Opp. etc.

Fig. 1170.

Fig. 1170.

Oppelia flexuosa v. Buch. sp. Weißer Jura (β). Laufen, Württ.

Fig. 1171.

Fig. 1171.

Oppelia tenuilobata Opp. sp. Malm. Pappenheim, Bayern.

Fig. 1172.

Fig. 1172.

Oppelia steraspis Opp. sp. mit Aptychus (a) und Haftmuskeleindruck (h). Solnhofen.

Oecotraustes Waagen (Creniceras Mun.-Chalmas) (Fig. 1173, 1174). Kleine Formen mit gezacktem Kiel, schwachen Rippen und knieförmig geknickter anormaler Wohnkammer. Bajocien bis Tithon. A. genicularis Waagen, A. audax Opp., A. dentatus Rein., A. collegialis Opp.

Distichoceras Mun.-Chalm. (Horioceras Mun.-Chalm.). Kleine Formen; der Externteil jederseits von einer kräftigen Zackenreihe begrenzt. Wohnkammer zuweilen geknickt (Horioceras). Ob. Dogger. A. bipartitus Zieten, A. Baugieri d'Orb.

Fig. 1173.

Fig. 1173.

Oecotraustes Renggeri Opp. sp. Oxfordien. Salins, Jura.

Fig. 1174.

Fig. 1174.

Oecotraustes macrotelus Opp. sp. Tithon. Stramberg.

15. Familie. Haploceratidae. Zitt.

Seiten glatt, mit feinen Zuwachslinien bedeckt, außen gerundet, ungekielt, ohne Einschnürungen. Mündung mit Seitenohren. Suturen fein zerschlitzt. Aptychus kalkig, punktiert. Dogger bis untere Kreide.

Fig. 1175.

Fig. 1175.

Haploceras nimbatum Opp. sp. Malm (Weißer Jura γ). Pappenheim, Bayern.

Fig. 1176.

Fig. 1176.

Haploceras elimatum Opp. sp. Tithon. Stramberg.

Die Haploceratiden sind offenbar ein Seitenzweig der Harpoceratiden und sehr eng mit Oppelia verwandt, von der sie sich nur durch den Mangel eines Kiels unterscheiden.

Haploceras Zittel (Lissoceras Bayle) (Fig. 1175, 1176). Schale genabelt, glatt oder mit feinen, geschwungenen Zuwachsstreifen, ohne Einschnürungen. Mündung mit stark entwickelten Seitenohren. Wohnkammer hinter der Mündung zuweilen mit Einschnitten oder Falten auf dem Externteil (A. carachtheis Zeuschn., A. verruciferus Menegh.). Suturen fein zerschlitzt, 2-4 Hilfsloben vorhanden; erster Lateralsattel weit vorspringend. Dogger (A. oolithicus d'Orb.), Malm (A. Erato d'Orb., A. nimbatus Opp., A. lingulatus Quenst.), Tithon (A. Staszycii Zeuschn., A. elimatus Opp.), Neokom (A. Grasianus d'Orb.).

16. Familie. Stephanoceratidae. Neumayr emend. Zittel.

Rippen außen mehrfach gespalten und über den meist gerundeten Externteil fortsetzend, ohne oder mit Einschnürungen. Mündung häufig mit Seitenohren, meist eingeschnürt. Suturlinie stark zerschlitzt, außer den zwei Seitenloben ein aus zwei bis drei Hilfsloben bestehender zurückspringender Nahtlobus vorhanden. Aptychus dünn, kalkig, außen gekörnelt. Lias bis untere Kreide.

Fig. 1177.

Fig. 1177.

a Coeloceras subarmatum Young. sp. Ob. Lias. Whitby, Yorkshire. b Coeloceras pettos Quenst. Mittl. Lias. Suturlinie.

Fig. 1178.

Fig. 1178.

Dactylioceras commune Sow. sp. Ob. Lias. England.

Die Stephanoceratiden schließen sich eng an die Ägoceraten des Lias an, von denen sie sich hauptsächlich durch die außen regelmäßig gespaltenen Rippen unterscheiden.

Coeloceras Hyatt (Peronoceras Hyatt) (Fig. 1177). Weit genabelt; die Rippen anfänglich einfach, gerade, neben dem Externteil teilweise zwei- oder dreifach gespalten; die Bifurkationsstelle meist zu einem Knoten oder Stachel verdickt. Querschnitt der Umgänge ebenso hoch als breit. Einschnürungen fehlend oder vorhanden. Mündung ohne Seitenohren. Suturlinie mäßig zerschlitzt. Antisiphonallobus zweispitzig. Aptychus unbekannt. Mittlerer und oberer Lias. A. pettos Quenst. (mittl. Lias), A. crassus Phil., A. (Peronoceras) fibulatus Sow., A. Raquinianus, mucronatus d'Orb. (ob. Lias).

Dactylioceras Hyatt (Fig. 1178). Weit genabelt. Rippen anfänglich gerade, außen gespalten, ohne Knoten. Einschnürungen fehlen. Lias und unterer Dogger. A. communis, annulatus Sow. (Ob. Lias.)

Fig. 1179.

Fig. 1179.

Stephanoceras coronatum Brug. sp. Callovien. Dep. Nièvre, Frankreich. 1/3 nat. Größe.

Pimelites, Diaphorites Fucini, Praesphaeroceras Levi. Lias.

Stephanoceras Waagen (Coronarìi v. Buch) (Fig. 1179, 1180). Mäßig weit genabelt; Umgänge breiter als hoch. Die Seiten mit geraden Rippen, welche gegen außen einen Knoten bilden und sich von da 2-3 mal gabeln. Suturlinie tief zerschlitzt; Antisiphonallobus einspitzig. Einschnürungen fehlen. Mündung bei den kleineren Formen (Normannites Mun.-Chalm.) mit starken Seitenohren, bei den großen (Cadomites Mun.-Chalm.) ohne Ohren, meist eingeschnürt, mit vorgezogenen Ventrallappen. Aptychus dünn, außen gekörnelt. Unt. Oolith bis Oxford. A. Humphriesianus, Bayleanus d'Orb., A. Blagdeni Sow. (Bajocien), A. linguiferus d'Orb. (Bathonien).

Sphaeroceras Bayle (Fig. 1181). Meist eng genabelt. Umgänge dick, breiter als hoch. Die Rippen gabeln sich schon in der Nähe des Nabels, ohne Knoten zu bilden. Wohnkammer anormal, nach vorne verengt. Mündung eingeschnürt, ohne Seitenohren. Dogger. A. Brongniarti Sow., A. bullatus d'Orb., A. microstoma d'Orb. (Callovien.)

Fig. 1180.

Fig. 1180.

Stephanoceras Braikenridgi Sow. sp. Unt. Oolith. Bayeux. Mit erhaltenem Mundsaum in nat. Größe.

Fig. 1181.

Fig. 1181.

Sphaeroceras Brongniarti Sow. sp. Unt. Oolith. Bayeux.

Morphoceras Douvillé. Wie Sphaeroceras, aber mit periodischen Einschnürungen. Mundsaum zuweilen mit Ohren. Dogger.

Macrocephalites Sutner (Macrocephali v. Buch) (Fig. 1182). Meist große, eng genabelte Schale. Umgänge meist höher als breit, außen etwas verschmälert. Rippen in der Nähe des Nabels gegabelt, ohne Knotenbildung über den Externteil fortsetzend. Einschnürungen fehlen. Mündung ohne Seitenohren. Oberer Dogger, Oxfordien. Europa, Ostindien, Ostafrika, Südamerika, Polarregion. A. macrocephalus Schloth, A. Herveyi Sow. etc.

Fig. 1182.

Fig. 1182.

Macrocephalites macrocephalus Schloth. sp. Ob. Dogger (Callovien). Eningen, Württemberg.

Cadoceras Fischer. Eng und tief genabelt. Umgänge niedrig, außen sehr breit. Die Bifurkationsknoten der Rippen durch eine Externkante ersetzt. Callovien. A. sublaevis Sow., A. Elatmae Nikitin.

Quenstedtoceras Hyatt. Mäßig involute, stark gerippte Formen mit zweispaltigen Sichelrippen. Externseite in der Jugend gerundet, später häufig kielförmig zugeschärft, im Alter meist ähnlich wie bei Cadoceras breit werdend. Loben und Sättel mäßig geschlitzt, zweiter Seitenlobus kurz, 2-3 kurze Hilfsloben. Callovien und unteres Oxfordien, besonders im russischen und arktischen Jura. Qu. Lamberti Sow., Mariae d'Orb.

Cardioceras Neum.-Uhlig. Ziemlich involute Formen mit gekielter Externseite, mit scharfen Rippen bedeckt, welche gegen außen in zwei oder mehr Äste gespalten den Kiel kerben, häufig noch zahlreiche kurze Externrippen eingeschaltet; Suturen wie bei Quenstedtoceras. Oxford und Kimmeridge. C. cordatum Sow., alternans v. Buch.

Holcostephanus Neumayr (Craspedites, Polyptychites, Simbirskites, Astieria Pavlow). Weit genabelt. Umgänge breiter als hoch; Rippen bündelweise über dem Nabel beginnend und außen häufig abermals gespalten, ununterbrochen über den breiten gerundeten Externteil fortsetzend. Mündung eingeschnürt, zuweilen mit Seitenohren. Einschnürungen vorhanden. Oberer Jura und untere Kreide. A. stephanoides Opp., A. Portlandicus Loriol (ob. Jura), A. Groteanus (Tithon), A. Astierianus, Jeannoti (Neokom).

Fig. 1183.

Fig. 1183.

Reineckia Brancoi Steinm. Callovien. Caracoles, Südamerika. (Nach Steinmann.)

Fig. 1184.

Fig. 1184.

Oecoptychius refractus de Haan. sp. Callovien. Niort. Deux Sèvres. (Nach d'Orbigny.)

Reineckia A. Bayle (Fig. 1183). Weit genabelt, Rippen anfänglich einfach, weiter außen gegabelt und an der Gabelungsstelle teilweise Knoten bildend, auf dem gerundeten Externteil durch eine Furche unterbrochen. Einschnürungen vorhanden. Mundsaum mit Seitenohren. Dogger, Oxford, bis Neokom in Europa, Ostindien und Südamerika. A. anceps Rein., A. Greppini Opp. (Callovien).

Oecoptychius Neumayr (Fig. 1184). Klein, eng genabelt, Rippen über dem Nabel gespalten. Wohnkammer geknickt. Mundsaum mit Ohren- und ventralem kapuzenförmigem Fortsatz. Ob. Dogger. A. refractus de Haan.

Fig. 1185.

Fig. 1185.

Suturlinie von Perisphinctes colubrinus. Rein. sp.

Fig. 1186.

Fig. 1186.

Perisphinctes polyplocus Rein sp. Ob. Jura. Pappenheim, Bayern. 1/2 nat. Größe.

Perisphinctes Waagen (Planulati v. Buch., Ataxioceras Font., Procerites, Choffatia, Grossouvria Siem.) (Fig. 1185-1187). Meist weit genabelt, Rippen außen zwei- oder mehrfach gegabelt und über den gerundeten Externteil fortsetzend. Mundsaum mit Einschnürung und häufig mit Seitenohren. Umgänge mit periodischen Einschnürungen, zuweilen auch mit parabolischen Anschwellungen auf dem Externteil. Suturlinien fein zerschlitzt; Hilfsloben einen tiefen Nahtlobus bildend. Aptychus außen konzentrisch gefurcht und gekörnelt. Ungemein häufig im Dogger und Malm; seltener in der untersten Kreide. Mehr als 300 Arten beschrieben. Einzelne Arten erreichen sehr bedeutende Größe (bis 1 m Durchmesser). A. aurigerus, curvicosta Opp., (Dogger). A. polygratus, polyplocus, colubrinus Rein. (Malm), A. Kayseri Neum. und Uhlig (Neokom) etc.

Sutneria Zitt. (Fig. 1188). Klein, eng genabelt. Innere Umgänge wie Perisphinctes; Wohnkammer anormal, außen abgeplattet und von schwachen Randknoten begrenzt. Mündung mit Ohren. Ob. Jura.

Proplanulites Teiss. Dogger.

Fig. 1187.

Fig. 1187.

Perisphinctes Tiziani Opp. sp. Malm. (Bimammatus-Sch.) Hunsrück bei Streichen, Württemberg.

Fig. 1188.

Fig. 1188.

Sutneria platynotus Rein. sp. Ob. Jura. (Tenuilobatus-Sch.) Balingen, Württemberg.

17. Familie. Aspidoceratidae. Zitt. (Armati v. Buch.)

Innere Umgänge berippt; äußere mit 1-2 Knoten- oder Stachelreihen auf den Seiten. Externteil breit, niemals gekielt. Mündung einfach, selten mit Seitenohren. Suturlinie wenig tief zerschlitzt. Sättel breit, die 1-2 Hilfsloben seicht. Aptychus sehr dick, außen glatt. Dogger und Malm.

Die Aspidoceratiden sind wahrscheinlich aus Perisphinctes hervorgegangen.

Fig. 1189.

Fig. 1189.

Peltoceras athleta Phill. sp. Ob. Callovien. Vaches noires, Normandie. Nat. Größe.

Fig. 1190.

Fig. 1190.

Simoceras Volanense Opp. sp. Unter-Tithon. Monte Catria, Zentral-Apenninen.

Peltoceras Waag. (Fig. 1189). Weit genabelt. Innere Umgänge vierseitig, mit zahlreichen kräftigen, außen meist gegabelten, seltener einfachen, über den Externteil fortsetzenden Rippen, die auf den späteren Umgängen zuerst Rand- und dann Nabelknoten bilden. Einschnürungen fehlen. Callovien bis unterer Malm. A. athleta Phil., A. Constanti d'Orb., A. transversarius, bimammatus Opp.

Fig. 1191.

Fig. 1191.

Aspidoceras perarmatum Sow. sp. Oxfordton, Dives, Calvados. 1/2 nat. Größe.

Fig. 1192.

Fig. 1192.

Aspidoceras circumspinosum Opp. sp. Ob. Malm. Schwäbische Alb. 1/2 nat. Größe.

Simoceras Zittel (Fig. 1190). Weit genabelt, flach scheibenförmig. Innere Umgänge mit geraden einfachen, selten dichotomen Rippen, die später durch ein oder zwei Knotenreihen ersetzt werden. Einschnürungen vorhanden. Ob. Jura und Tithon.

Aspidoceras Zittel (Fig. 1191, 1192). Umgänge dick, außen breit gerundet. Rippen nur auf den ersten Umgängen, später auf den Seiten ein oder zwei Reihen von Knoten oder Stacheln. Einschnürungen fehlen. Callovien bis unterste Kreide. Hauptverbreitung im oberen Jura. A. biarmatus Ziet., A. acanthicus Opp. etc.

Waagenia Neumayr. Wie Aspidoceras, jedoch flach scheibenförmig. Externteil mit Furche. Ob. Jura. A. hybonotus Opp.

18. Familie. Desmoceratidae. Zitt. (Ligati d'Orb.)

Rippen einfach oder mehrfach gespalten, ununterbrochen über den gerundeten, ungekielten Externteil fortsetzend. Einschnürungen oder Querwülste in regelmäßigen Abständen vorhanden. Suturlinie fein zerschlitzt, die Hilfsloben meist geradlinig angeordnet. Aptychus unbekannt. Kreide.

Fig. 1193.

Fig. 1193.

Desmoceras (Puzosia) Mayorianum d'Orb. sp. Gault. Perte du Rhône. (Nach d'Orbigny).

Desmoceras Zitt. (Puzosia Bayle) (Fig. 1193, 1194). Meist weit genabelt. Seiten mit geraden oder nach vorne geschwungenen Rippen oder Linien verziert, die über den gerundeten Externteil fortsetzen; außerdem mehrere Einschnürungen oder Wülste vorhanden. Suturlinie fein zerschlitzt, mehrere Hilfsloben entwickelt. Neokom bis Senom. A. difficilis, ligatus d'Orb., A. strettostoma Uhlig, A. Emerici Rasp. Neokom. A. Mayorianus d'Orb., A. planulatus Sow. Gault.

Silesites Uhlig. Neokom. A. Seranonis d'Orb.

Holcodiscus Uhlig. Umgänge außen gerundet, mit zahlreichen gespaltenen Rippen bedeckt, wovon einzelne an den Bifurkationsstellen Knoten bilden. Untere Kreide. A. Perezianus, incertus d'Orb. (Barrêmien.)

Fig. 1194.

Fig. 1194.

Suturlinie von Desmoceras latidorsatum Mich. Gault. Perte du Rhône.

Fig. 1195.

Fig. 1195.

Pachydiscus peramplus Mant. sp. Lower Chalk. England.

Fig. 1196.

Fig. 1196.

Pachydiscus Wittekindi Schlüter sp. Obere Kreide.

Pachydiscus Zitt. (Fig. 1195, 1196). Aufgeblähte, zuweilen sehr große (1/2-2 m) Schalen mit dicken, außen gerundeten Umgängen. Seiten mit kräftigen einfachen oder gespaltenen, zuweilen knotigen Rippen, welche über den Externteil fortsetzen und im Alter verschwinden. Einschnürungen nur auf den inneren Windungen. Mittlere und obere Kreide von Europa, Ostindien, Nordamerika. A. peramplus Mant., A. Wittekindi Schlüt., A. Galicianus Favre.

Hauericeras Grossouvre. Mittl. und ob. Kreide. H. Gardeni Baily.

19. Familie. Cosmoceratidae. Zittel.
(Ornati und Dentati v. Buch.)

Schale durch gespaltene oder in Knotenreihen aufgelöste Rippen reich verziert. Rippen meist Nabel- und Randknoten bildend, auf dem ungekielten Externteil durch eine Furche unterbrochen, verwischt, abgeschwächt, zuweilen aber auch verdickt. Mündung öfters mit Seitenohren. Suturlinie verschieden, tief zerschlitzt. Erster Laterallobus tief, einspitzig, in der Regel nur 1-2 wenig zurückspringende Hilfsloben vorhanden. Aptychus unbekannt. Dogger bis obere Kreide.

Die Cosmoceratiden bilden einen eigenartig differenzierten Seitenzweig der Stephanoceratiden. Ob die Gattung Hoplites als Nachkomme von Cosmoceras, oder, wie Neumayr annimmt, von Perisphinctes zu betrachten ist, läßt sich nicht mit Sicherheit entscheiden.

Fig. 1197.

Fig. 1197.

Parkinsonia Parkinsoni Sow. sp. Unt. Oolith. Bayeux, Calvados.

Fig. 1198.

Fig. 1198.

Cosmoceras ornatum Schloth. sp. Ob. Dogger (Ornatenton). Gammelshausen, Württemberg.

Parkinsonia Bayle (Fig. 1197). Weit genabelt, scheibenförmig. Rippen scharf, außen dichotom gespalten und am Externteil entweder durch eine Furche unterbrochen oder abgeschwächt; zuweilen neben der Externfurche und an den Bifurkationsstellen schwache Knoten. An großen Exemplaren sind die Rippen verwischt. Einschnürungen fehlen. Suturlinie stark zerschlitzt. Siphonallobus und erster Laterallobus tief; Sättel breit. Dogger. A. Parkinsoni Sow., A. bifurcatus Zieten, A. Niortensis d'Orb.

Fig. 1199.

Fig. 1199.

Hoplites tuberculatus Sow. sp. Gault. Folkestone. (Mit ausgefallener Siphonalröhre.)

Fig. 1200.

Fig. 1200.

Hoplites Noricus Sow. sp. (H. amblygonius Neum.). Neokom. Achim bei Börßum.

Cosmoceras Waagen (Fig. 1198). Rippen zahlreich, dicht gedrängt, gegabelt; neben der Externfurche und meist auch über den Nabel und an den Bifurkationsstellen Knoten- oder Stachelreihen bildend. Einschnürungen fehlen. Siphonallobus kürzer als der erste Laterallobus. Dogger bis Neokom. A. Jason Rein, Duncani Sow., A. ornatus Schloth. (Ob. Dogger). A. adversus Opp. (Tithon).

Hoplites Neumayr (Fig. 1199, 1200). Die Rippen bilden Rand- und Nabelknoten und sind auf der abgeplatteten Externseite meist durch eine Furche unterbrochen. Die Mehrzahl der Arten ist ziemlich eng genabelt. Einschnürungen zuweilen vorhanden. Suturlinie fein und tief zerschlitzt. Tithon und unt. Kreide. Gegen 100 Arten. A. Chaperi Pictet (Tithon), A. radiatus Brug., A. splendens Sow., A. Deluci Brongt. (Gault).

Aulacostephanus v. Sutn. und Pompeckj. A. Eudoxus d'Orb. Malm.

Sonneratia Bayle. Kreide. A. Dutemplei d'Orb.

Fig. 1201.

Fig. 1201.

Douvilléiceras mammillare Schloth. sp. Gault. Macheroménil, Ardennen.

Stoliczkaia Neumayr. Rippen nur auf den inneren Umgängen auf dem Externteil unterbrochen, später verdickt und ununterbrochen. Kreide. A. dispar d'Orb. (Gault), A. Telinga Stol. (mittl. Kreide).

Placenticeras Meek. Scheibenförmig, eng genabelt, außen zugeschärft, gekielt oder der Externteil von zwei Knotenreihen, in der Jugend von zwei Randkielen begrenzt. Loben und Sättel zahlreich, gezackt oder zerschlitzt; die Sättel mit breitem Stamm; der Externsattel mit 2 Adventivloben. Erster Laterallobus sehr tief. Neokom bis Senon. A. placenta de Kay (Senon); A. Guadaloupae Roem., A. syrtalis Morton (mittlere Kreide), A. clypeiformis d'Orb. (Barrêmien).

Fig. 1202.

Fig. 1202.

Acanthoceras Rhotomagense Defr. sp. Mittl. Kreide (Cenoman). Rouen. (Nach Quenstedt.)

Douvilléiceras Grossouvre (Fig. 1201). Rippen in Knotenreihen aufgelöst, über den Externteil fortsetzend, jedoch in der Mitte desselben meist durch eine schwache Medianfurche unterbrochen. Externsattel groß, stärker und länger als der erste Lateralsattel. Seitenloben zugespitzt. Kreide. A. mammillaris Schloth., A. nodosocostatus d'Orb. (Gault), A. Martini d'Orb. (Neokom).

Mammites Laube, Turon. A. nodosoides Laube.

Acanthoceras Neumayr (Fig. 1202). Rippen einfach oder dichotom gespalten, gerade, gegen außen verdickt, mit Seiten- und Marginalknoten. Externteil breit, mit medianen Knotenreihen. Suturlinie mit breiten, mäßig tief zerschlitzten Sätteln und zweispitzigen Loben. Kreide. A. Lyelli d'Orb. (Gault), A. Rhotomagensis Defr. (Cenoman).

An die Cosmoceratiden schließen sich, ähnlich wie an die Ceratitiden und Lytoceratiden, eine Anzahl sogenannter ammonitischer Nebenformen an, welche vorzugsweise in der unteren Kreide verbreitet sind und im Barrêmien den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreichen. Sie beginnen schon im ob. braunen Jura.

Crioceras Leveillé (Fig. 1203, 1204). Schale in einer Ebene aufgerollt, aus wenigen offenen, sich nicht berührenden Umgängen zusammengesetzt. Oberfläche mit einfachen, seltener gespaltenen Querrippen bedeckt, die häufig ein oder mehr Knoten oder Stacheln entwickeln. Suturlinie mit vier Hauptloben; die Sättel etwas unsymmetrisch geteilt. Untere Kreide. Europa, Ostindien, Südamerika, Südafrika.

Fig. 1203.

Fig. 1203.

Spiroceras bifurcatum Quenst. sp. Ob. Dogger. Ehningen, Württemberg. a Exemplar in nat. Gr. b Ein Stück des Externteils. c Suturlinie.

Fig. 1204.

Fig. 1204.

Crioceras (Ancyloceras) Matheronianum d'Orb. Neokom. Castellane, Basses Alpes.

a Exemplar in 1/3 natürl. Größe.

b Suturlinie.

Die Gattung Crioceras enthält wahrscheinlich Arten von verschiedener Abstammung. Während sich die ältesten Formen (Spiroceras Quenst.) aus dem braunen Jura (Fig. 1203) in Skulptur und Lobenlinie eng an Parkinsonia anschließen, sind die großen Neokom-Arten mit tief zerschlitzter Suturlinie wahrscheinlich aus Hoplites hervorgegangen; die Abstammung der kleinen Arten aus der unteren Kreide mit schwach gezackter Suturlinie (Leptoceras Uhlig) ist unsicher.

d'Orbigny beschränkte den Namen Crioceras auf Schalen mit offener Spirale, als Ancyloceras d'Orb. (Fig. 1204) wurden diejenigen unterschieden, bei denen der letzte Umgang sich zuerst geradlinig verlängert und dann zu einem Haken umbiegt. Toxoceras d'Orb. begreift die bogenförmig gewundenen Schalen.

Fig. 1205.

Fig. 1205.

Scaphites spiniger Schlüter. Ob. Kreide (Senon). Coesfeld, Westfalen.

Fig. 1206.

Fig. 1206.

Scaphites aequalis Sow. Cenoman. Rouen. Nat. Größe.

Scaphites Parkinson (Fig. 1205, 1206). Schale aus einem eng genabelten, geschlossenen Gewinde und einem abgelösten, schwach verlängerten und alsdann umgebogenen letzten Umgang bestehend. Oberfläche mit gespaltenen, zuweilen knotigen oder stacheligen Rippen bedeckt. Mündung etwas eingeschnürt. Suturlinie fein zerschlitzt mit mehreren Hilfsloben. Aptychus dünn, gekörnelt. Mittl. und ob. Kreide von Europa, Ostindien und Nordamerika.

20. Familie. Engenoceratidae. Hyatt emend. Pompeckj.

Schale flach scheibenförmig, eng genabelt, hochmündig. Externseite abgeplattet oder gerundet oder zugeschärft. Flanken mit breiten, flachen Falten, die an der Externseite abbrechen und in stumpfen Randkielen endigen können; seltener mit spitzigen Knoten. Lobenlinie mit sehr zahlreichen Hilfsloben, Externsattel mit 1-4 Sekundärloben. Loben meist nur fein gezackt, Sättel wenig geschlitzt, zum Teil ceratitisch gerundet und ganzrandig. Kreide.

Die Engenoceratiden schließen sich wahrscheinlich an die Cosmoceratidae der Kreide (Placenticeras) an.

Engenoceras Neum. emend. J. Böhm. Engnablig, scheibenförmig mit abgeplatteter Externseite. Lobenlinie vom ersten Laterallobus gegen die Externseite und den Nabel aufsteigend. Sättel gerundet, ganzrandig, zum Teil mit kleinen Sekundärloben; Externsattel mit 4 Adventivloben, Loben wenig gezackt. Cenoman, Turon. Westeuropa, Nordamerika. E. pedernale v. Buch. sp.

Fig. 1207.

Fig. 1207.

Indoceras Ismaëli Zitt. sp. Ob. Senon. Libysche Wüste westlich von der Oase Dachsel.

Indoceras Nötling, (Engenoceras Neum. e. p., Libycoceras Hyatt). Flach scheibenförmig, hochmündig. Externseite gerundet oder gekielt, öfters durch Randknoten begrenzt. Lobenlinie schwach gebogen. Sättel ganzrandig breit gerundet; Externsattel mit einem Sekundärlobus, der dem ersten Laterallobus fast gleich kommt. Loben gezackt. Senon. Libysche Wüste, Indien. I. baluchistanensis Nötl.

Sphenodiscus Meek. Sättel gekerbt bis ceratitisch gerundet; Externsattel mit 2 Sekundärloben. Turon, Senon. Indien, Westeuropa, Nordamerika. S. pleurisepta Conr. sp.

21. Familie. Pulchelliidae. Douvillé emend. Pompeckj.

Schale meistens eng genabelt und ziemlich hochmündig. Externseite abgeflacht, gerundet oder zugeschärft. Flanken mit flachen, nach außen verbreiterten Rippen oder glatt, seltener mit einzelnen Knoten. Lobenlinie wenig geschlitzt bis ceratiten- oder goniatitenartig. Loben und Sättel niedrig; Sättel breit, Externsattel mit 1 (bis 3) Sekundärlobus. Loben wenig gezackt oder fein gezähnt, meistens schmal, kurz; 2-3 Hilfsloben. Kreide.

Die Pulchelliidae sind an die Cosmoceratidae der Kreide (Hopliten) anzuschließen.

Pulchellia Uhlig. Eng genabelt, flach, hochmündig. Rippen kräftig, nach vorne gebogen, gegen außen verdickt und häufig am Externteil jederseits einen Randkiel oder eine Knotenreihe bildend. Suturlinie wenig tief zerschlitzt; Externsattel sehr breit mit einem Sekundärlobus, Siphonallobus kurz; Seitenloben im Grunde breit gerundet und gezähnelt. Unt. Kreide von Europa und Südamerika. A. pulchellus, provincialis d'Orb. etc.

Buchiceras Hyatt (Knemiceras J. Böhm). Lobenlinie mit gerundeten Sätteln, zum Teil mit Sekundäreinschnitten; Externsattel mit 3 Sekundäreinschnitten. Loben ganz fein gezähnt. Kreide. Syrien, Nordamerika. B. (Ceratites) syriacum v. Buch. sp.

Neolobites Fischer. Scheibenförmig; Externteil abgeplattet, jederseits kantig begrenzt. Loben und Sättel ganzrandig, ungezackt. A. Vibrayeanus d'Orb. Cenoman.

Tissotia Douvillé (Fig. 1208). Eng genabelt, dick, mit einfachem oder in Knoten aufgelöstem Kiel. Externteil zuweilen durch zwei Knotenreihen begrenzt. Externsattel breit, unsymmetrisch zweilappig, die übrigen Sättel vorne ganzrandig oder durch einen seichten Einschnitt zweiteilig. Loben gezackt. Hilfsloben (4-5) sehr kurz. Mittlere Kreide (Cenoman u. Turon), Südeuropa und Nordafrika. T. Ewaldi v. Buch, T. Tissoti Bayle.

Fig. 1208.

Fig. 1208.

Tissotia Fourneli Bayle. Turonien. Mzab-el-M'saï, Algerien. (Nach Bayle.)

In die Familie der Pulchelliidae sind vielleicht auch einzureihen die Oxynoten der Kreide.

Garnieria Sayn (Amaltheus Neum. u. Uhl., Oxynoticeras Uhl., Platylenticeras Hyatt). Schale engnablig, hochmündig; Externseite gerundet oder schneidend. Flanken glatt oder mit breiten flachen Falten. Sättel breit, niedrig, fein gekerbt, Externsattel immer breiter als der erste Lateralsattel, mit einem Sekundärlobus. Loben kurz, schmal, wenig gezackt. Volga-Stufe. Untere Kreide. Rußland, Schlesien, Norddeutschland, Frankreich. A. catenulatus Traut., heteropleurus Neum. u. Uhl.

Lenticeras Gerh. Mojsisovicsia Steinm.

22. Familie. Prionotropidae. Zitt.

Seiten mit kräftigen, einfachen oder dichotom gespaltenen Rippen, die auf den Seiten je eine oder mehrere, und neben dem Externteil jederseits eine Knotenreihe bilden; Externteil mit glattem, seltener in Knoten aufgelöstem Mediankiel. Suturlinie mäßig tief zerschlitzt; Extern- und erster Lateralsattel breit; Seitenloben zweispitzig, nur ein Hilfslobus vorhanden. Kreide.

Schloenbachia Neumayr (Cristati d'Orb.) (Fig. 1209, 1210). Mehr oder weniger weit genabelt, außen breit mit glattem Mediankiel. Seiten mit vorwärts gebogenen, häufig knotigen Rippen. Stämme der Sättel breit, erster Laterallobus zugespitzt. Mündung mit glattem Kiel, der zuweilen ein anfänglich aufwärts und darauf rückwärts gekrümmtes Horn bildet. Neokom bis obere Kreide. A. cultratus d'Orb. (Neokom), A. Delarui d'Orb. (Gault), A. inflatus, varians Sow. (Cenoman).

Barroisiceras Grossouvre. Eng genabelt. Rippen meist mit Seitenknoten, von da dichotom gespalten und in Randknoten endigend. Externteil mit medianer Knotenreihe. Sättel und Loben breit, wenig tief zerschlitzt. Senon. B. Haberfellneri Hauer sp., B. Nicklesi Grossouvre.