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Ergänzungen, Zusätze und Berichtigungen.884

Zu S. 88, Anm. 2: Vgl. K. Meyer, Die Entwicklung des Temperaturbegriffs im Laufe der Zeiten. Nr. 48 der Sammlung »Die Wissenschaft«, Verlag von Vieweg, Braunschweig.

Zu S. 119: Zu den Ausführungen Keplers bemerkt E. Wiedemann: »Faraday hat einmal meinem Vater gesagt, wenn man wüßte, was er alles versucht habe, so würde man ihn für verrückt halten.«

Zu S. 121: Der Ehrensaal des Deutschen Museums in München birgt eine Rekonstruktion der »Uranienborg« nebst den von Tycho benutzten Instrumenten in der Größe 1 : 10.

Zu S. 129: Unter den Gegnern des Hexenwahns ist auch der Jesuit Spee (1591–1635) zu nennen, der sich durch seine geistlichen Lieder einen Namen in der Literaturgeschichte erworben hat (Wü).

E. Wiedemann bemerkt zu diesem Punkt: Ob wir dank der Telepathie nicht bald wieder Hexenprozesse haben werden? Wir sind auf dem besten Wege dazu! Sobald die Telepathie geglaubt wird, gibt es auch Hexen!

Zu S. 141: Das Problem des Sonnenbildes wurde schon von Kamâl al Dîn gelöst (Wi).

Zu S. 143 oben: Alhazen war schon bekannt, daß das Verhältnis zwischen dem Einfalls- und dem Brechungswinkel nicht konstant ist (Wi).

Zu S. 145 Mitte: Auch Alhazen war mit der am sphärischen Hohlspiegel auftretenden Abweichung schon bekannt (Wi).

Zu S. 145 unten: Der Gedanke, den Linsen eine hyperbolische Form zu geben, begegnet uns nach den neuesten Untersuchungen, welche die großen Verdienste der Araber um die Entwicklung der Optik dargetan haben, schon bei Kamâl al Dîn (Wi).

Zu S. 150, Anm. 3: Siehe auch S. Günther, Vergleichende Mond- und Erdkunde (Vieweg, Die Wissenschaft) (Wü).

Zu S. 174 (4. Zeile): Es muß heißen »uns gegen die Umwelt geistig einzustellen« statt »uns gegen die geistige Umwelt einzustellen«.

Zu S. 201: Ein prächtiges Ölbild Otto v. Guerickes befindet sich im Ehrensaal des Deutschen Museums zu München.

Zu S. 207: Der Saal für Mechanik im Deutschen Museum zu München enthält außer der Originalluftpumpe Guerickes auch Nachbildungen des Baroskops (Abb. 64 unten).

Zu S. 265: Nach E. Wiedemann finden sich auch bei Kamâl al Dîn schon richtige Vorstellungen über das Zustandekommen des Regenbogens.

Zu S. 282: Zu dem zweiten Absatz ist zu bemerken, daß dies Verhalten Newtons für seine ganze Denkungsart bezeichnend ist (Wi).

Zu S. 338: Herrn Prof. Dr. Plaßmann (Münster i. W.) verdanke ich folgende Mitteilung über die Entdeckung der Saturnmonde:

In neuerer Zeit wurden zwei weitere Monde auf photographischem Wege entdeckt. Nach dem Abstände von dem Hauptplaneten (gemessen von dessen Mittelpunkt und in Teilen seines Äquatorradius) lassen sich die 10 Monde folgendermaßen ordnen:

Satellit Entdecker – Zeit Abstand
Mimas W. Herschel         1789 3,1
Enceledus "   "                           " 3,9
Tethys D. Cassini            1684 4,9
Dione "   "                           " 6,2
Rhea "   "                      1672 8,7
Titan Chr. Huygens       1655 20,2
Themis W. H. Pickering   1904 24,2
Hyperion W. Cr. Bond         1848 24,5
Japetus D. Cassini            1671 58,9
Phoebe W. H. Pickering   1898 214,4

Zu S. 432: Mit physiologischer Optik hatten sich schon Ptolemäos und vor allem Ibn al Haitam befaßt (Wi). Siehe Bd. I dieses Werkes.

Zu S. 491: Hier wie an früheren Stellen decken sich die modernen Anschauungen nicht etwa vollkommen mit den älteren. Das Prinzip der Erhaltung der Kraft (richtiger der Energie) konnte erst in Verknüpfung mit dem Arbeitsbegriff aufgestellt werden. (Auf Grund einer Bemerkung von E. Wiedemann.)

Fußnoten:

[1] Kugler, Astronomische und meteorologische Finsternisse. (Zeitschr. d. deutschen morgenländ. Gesellschaft 1902. S. 60.)

[2] Besonders K. F. Ginzels Berechnungen der Sonnenfinsternisse für Rom, Athen, Memphis und Babylon für den Zeitraum von 900 v. Chr. bis 600 n. Chr.

[3] Das Wort hat also eine von seiner heutigen ganz abweichende Bedeutung.

[4] v. Lippmann, Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte der Naturwissenschaften. Leipzig 1906. S. 142.

[5] L. v. Ranke, Englische Geschichte. I, 4.

[6] Näheres hierüber siehe an späterer Stelle.

[7] Nach den Niederlanden weist auch die älteste Kunde über die Laterna magica. Vgl. F. P. Liesegang, Christian Huygens und die Erfindung der Zauberlaterne. (Deutsche opt. Wochenschrift 1919. S. 152 u. 165.)

[8] Siehe darüber: Servus, Die Geschichte des Fernrohrs bis auf die neueste Zeit. Berlin 1886. Petri, Das Mikroskop von seinen Anfängen bis zu seiner jetzigen Vervollkommnung. Berlin 1896. M. v. Rohr, Die optischen Instrumente (Leipzig, Teubner, 1906), sowie v. Rohrs Abhandlungen in der optischen Wochenschrift.

[9] Die betreffende Bibelstelle lautet: Wiederum führte ihn der Teufel auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit.

[10] Heller, Gesch. d. Phys. I. 384.

Den der Erfindung zu Grunde liegenden Gedanken hat Porta in seiner Magia naturalis angedeutet, jedoch ohne daß ihm die Ausführung gelungen wäre. Es heißt dort: »Konkave Linsen lassen ferne Gegenstände, konvexe nahe sehr deutlich wahrnehmen. Wenn man beide Linsenarten richtig zusammenzusetzen wüßte, so würde man ferne wie nahe Gegenstände deutlich sehen«.

[11] Nach dem Zeugnis des belgischen Gesandten Borelius. Das betreffende, lateinisch verfaßte Schriftstück findet sich in Wildes Geschichte der Optik I. 147. wiedergegeben.

[12] Wilde, Geschichte der Optik. Bd. I. 150.

In Middelburg wird noch heute ein Mikroskop gezeigt, das Jansen verfertigt haben soll. Es befindet sich im Besitz der dortigen wissenschaftlichen Gesellschaft. Über dieses und andere Mikroskope von historischem Interesse siehe den Bericht von R. Biedermann über die Ausstellung im South Kensington Museum. Berlin 1877. S. 945.

[13] Gerland und Traumüller, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. Leipzig. W. Engelmann. 1899. Abb. 109.

[14] Wolff, Gesch. d. Astronomie. S. 359.

[15] Heller, Geschichte der Physik I. 386.

[16] Galilei, Sidereus nuntius, 1610. Le opere di Galileo Galilei, Ed. naz. Vol. III. Parte prima. p. 60. Firenze 1892.

[17] Johannis Kepleri Dioptrice. 1611. Kepleri Opera omnia (ed. Frisch) II. 515 ff.

[18] Dioptrice, Problema LXXXVI. Duobus convexis majora et distincta praestare visibilia, sed everso situ.

[19] Ostwalds Klassiker Bd. 144. S. 49.

[20] Keplers Dioptrik, 89. Problem; es lautet: Tribus convexis erecta et distincta et majora praestare visibilia.

[21] Wie er in seinem »Rosa Ursina« betitelten Werke mitteilt. Siehe an späterer Stelle.

[22] Ostwalds Klassiker. 144. (Keplers Dioptrik oder Schilderung der Folgen, die sich aus der unlängst gemachten Erfindung der Fernrohre für das Sehen und die sichtbaren Gegenstände ergeben. 1611. Übersetzt von F. Plehn. Leipzig, W. Engelmann, 1904). S. 61.

[23] Ostwalds Klassiker, 144. S. 72.

[24] Christoph Scheiner wurde im Jahre 1575 in einem kleinen schwäbischen Orte geboren. Mit 20 Jahren trat er in den Jesuitenorden ein. Er lehrte Mathematik in Ingolstadt und Rom und starb 1650 als Rektor eines Jesuitenkollegiums.

[25] Näheres darüber siehe an späterer Stelle.

[26] Humboldt, Kosmos III. 383.

[27] Rosa ist ein symbolischer Name für die Sonne. Das Adjektiv Ursina weist darauf hin, daß Scheiner das Buch einem Herzog von Orsini widmete, der ihn bei seinen Untersuchungen unterstützt hatte.