[184] Von Bunsens Bedeutung als Lehrer handelt ein von Georg Kahlbaum in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften (Bd. I, S. 9) erschienenes Referat.

[185] Bunsen und Berthold, Eisenoxydhydrat, das Gegengift des weißen Arseniks und Bunsen, Untersuchungen über die Doppelcyanüre. Beide Arbeiten sind im I. Bande der gesammelten Abhandlungen (S. 77 und S. 173) wieder veröffentlicht worden.

[186] Von 1837-1843.

[187] Die nach dem Entdecker benannte Cadetsche rauchende arsenikalische Flüssigkeit.

[188] Des Kakodylcyanids.

[189] Der Name sollte eine Beziehung zum Alkohol und zu Arsen ausdrücken.

[190] Abgeleitet von Κακώδησ (stinkend), wegen des furchtbaren Geruches, den die Verbindung besitzt.

[191] Die Konstitution des Kakodyls und seiner Verbindungen geht aus folgender Zusammenstellung hervor:

Kakodyl

[192] Wurtz, Abhandlung über die Glykole oder zweiatomige Alkohole und über das Äthylenoxyd als Bindeglied zwischen der organischen und der Mineralchemie. Als Band 170 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von M. und A. Ladenburg. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.

Adolf Wurtz wurde 1817 in Straßburg geboren. Er trat 1853 in die durch den Rücktritt von Dumas erledigte Stelle ein. Später wurde für ihn ein besonderer Lehrstuhl für organische Chemie errichtet. Wurtz starb 1884.

[193] A. Wurtz, Über das Äthylenoxyd als Bindeglied zwischen organischer und Mineralchemie. In Band 170 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von M. und A. Ladenburg. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.

[194] Karl Gerhardt wurde 1816 in Straßburg geboren. Er wirkte als Professor der Chemie in Paris und in Straßburg, wo er 1856 starb.

[195] Jean Baptiste Dumas (1800-1884) wirkte als Professor der Chemie in Paris, wo er als Lehrer in einem von ihm selbst gegründeten Laboratorium und als Forscher, sowie bei der Organisation des öffentlichen Unterrichts eine hervorragende Tätigkeit entfaltete.

[196] Die heutigen Konstitutionsformeln lauten: CH3COOH und CCl3COOH. Der Umsatz erfolgt nach der Gleichung: CH3COOH + 6Cl = CCl3COOH + 3HCl.

[197] Den Typus Grubengas stellte Kekulé im Jahre 1856 auf (Annalen der Chemie, Bd. 101, S. 204).

[198] A. W. Williamson wurde 1824 in der Nähe von London geboren. Seine Theorie der Ätherbildung erschien 1852 (Quat. Journ. chem. Soc. IV).

[199] A. W. von Hofmann wurde 1818 in Gießen geboren. Er ist aus der Schule Liebigs hervorgegangen. Als akademischer Lehrer in Bonn, in London und in Berlin, sowie als Forscher auf allen Gebieten der Chemie entfaltete Hofmann eine ganz hervorragende Tätigkeit. Seine Forschungen kamen auch der chemischen Technik in hohem Maße zu gute. Vor allem schuf er die wissenschaftlichen Grundlagen, die zu dem so außerordentlichen Emporblühen der Teerfarbenindustrie in Deutschland geführt haben.

[200] Von Stibium, dem lateinischen Wort für Antimon.

[201] Siehe S. 138.

[202] H. Kolbe, Über den natürlichen Zusammenhang der organischen mit den unorganischen Verbindungen (1859). Als 92. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von E. v. Meyer. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1897.

Hermann Kolbe wurde 1818 in der Nähe von Göttingen geboren. Er war Schüler von Wöhler und von Bunsen. Während der letzten beiden Jahrzehnte seines Lebens wirkte er als Professor der Chemie in Leipzig. Kolbe starb 1884.

[203] Karlsruhe 1860.

[204] S. Cannizzaro, Abriß eines Lehrgangs der theoretischen Chemie (1858). Als 30. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von Lothar Meyer. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1891.

Stanislaus Cannizzaro wurde 1826 in Palermo geboren. Er wirkte als Professor der Chemie an verschiedenen Orten Italiens.

[205] Im Jahre 1818 entdeckten die Franzosen P. L. Dulong und A. Th. Petit, daß das Produkt aus dem Atomgewicht und der spezifischen Wärme für die im festen Zustande befindlichen Elemente annähernd konstant (6,4) ist. Dieser konstante Wert wird als Atomwärme bezeichnet.

[206] Annalen der Chemie, Bd. 85, S. 368 u. f.

[207] Wie sich A. W. v. Hofmann auf der 63. Vers. deutscher Naturf. und Ärzte ausdrückte. Siehe auch v. Hofmann, J. v. Liebig und Fr. Wöhler, zwei Gedächtnisreden. Leipzig 1891. S. 24.

[208] J. Liebig, Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie, 1842. S. 167.

[209] Max von Pettenkofer wurde 1818 in der Nähe von Neuburg a. d. Donau geboren. Er wirkte als Professor der Hygiene in München und leitete dort gleichzeitig das auf sein Betreiben eingerichtete, erste hygienische Institut. Auch die Einrichtung von Lehrstühlen für Hygiene an den übrigen Universitäten ist besonders auf den Einfluß Pettenkofers zurückzuführen. Pettenkofer starb 1901 in München. Einen Nachruf widmete ihm sein Schüler und Mitarbeiter Voit unter dem Titel: Max von Pettenkofer zum Gedächtnis. Rede im Auftrage der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der öffentlichen Sitzung vom 16. November 1901 gehalten von Carl von Voit. München 1902.

[210] C. Dubois Reymond, Gedächtnisrede auf J. Müller. Abhandlungen der Berl. Akademie 1859/60.

[211] J. Müller, Handbuch der Physiologie des Menschen. Coblenz 1833 bis 1840. 2 Bde.

[212] Johannes Müller, Zur vergleichenden Physiologie des Gesichtssinnes. Leipzig 1826, Teil VII, Kapitel 4 und 5.

[213] J. Liebig, Chemische Briefe 1844. S. 146.

[214] Heinrich Friedrich Link (1767-1851) war damals Professor der Naturwissenschaften in Rostock. Später wurde er als Professor der Botanik nach Berlin berufen.

Einen zweiten Preis erhielt der Berliner Anatom Rudolphi (1771 bis 1832). Seine Arbeit steht indessen hinter derjenigen Links weit zurück und kann hier übergangen werden.

[215] Kurt Sprengel.

[216] Link, Grundlehren der Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Göttingen 1807.

[217] Von Corti, 1772.

[218] Robert Brown, 1831.

[219] So durch Johannes Müller. Siehe S. 151 dieses Bandes.

[220] In Neuß. Er starb 1882 in Köln.

[221] Siehe S. 150 dieses Bandes.

[222] Siehe an anderer Stelle dieses Bandes.

[223] Im Jahre 1824 durch Prévost.

[224] Als 176. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften wieder herausgegeben von F. Hünseler. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1910.

[225] Die Chorda dorsalis ist die erste Anlage der Wirbelsäule, sie wird im Laufe der Entwicklung durch die Wirbelkörper verdrängt, bleibt aber bei den niedersten Wirbeltieren, wie dem Amphioxus und dem Neunauge, während der ganzen Dauer ihres Lebens erhalten.

[226] Rudolph Virchow, Die Zellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre. Berlin 1858. S. 12.

[227] Virchow, Zellularpathologie. Berlin 1858, S. 25. Von Virchow rührt das Wort omnis cellula e cellula her.

[228] E. Rádl, Geschichte der biologischen Theorien. II. Bd., S. 380. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.

[229] Mathias Jakob Schleiden wurde 1804 in Hamburg geboren und starb im Jahre 1881.

[230] Zuerst 1848, in 6. Aufl. 1864 bei W. Engelmann in Leipzig erschienen.

[231] Corti 1772; Treviranus 1811.

[232] Robert Brown.

[233] Durch von Mohl.

[234] Den Namen schuf von Mohl 1846.

[235] Unger, Die Pflanze im Momente der Tierwerdung. Siehe Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher, 1908. S. 331.

[236] Nägeli, Die Stärkekörner. 1858.

[237] Durch Intussusception, wie der wissenschaftliche Ausdruck für diesen Vorgang lautet.

[238] Karl Wilhelm Nägeli wurde 1817 in der Nähe von Zürich geboren. Er wurde 1842 Dozent der Botanik und erhielt 1858 die Professur für diese Wissenschaft in München. Er starb 1891.

[239] Nägeli, Zellkern, Zellbildung und Zellenwachstum bei den Pflanzen. 1844 u. f.

[240] Siehe Bd. III, S. 107.

[241] Nägeli, Beiträge zur wissenschaftlichen Botanik 1858.

[242] Von großem Einfluß für die Fortschritte auf diesem Gebiete war Nägelis und Schwendeners Werk »Das Mikroskop«.

[243] Siehe Bd. III, S. 385 u. f.

[244] Bd. II, S. 419.

Zu den Männern, die schon im 18. Jahrhundert eine genetische Auffassung auf den Gebieten der Geologie und der Biologie vertraten, gehört der Franzose B. de Maillet (1662-1738). Er verfaßte um 1715 eine Schrift (Telliamed), in der er seine Ansichten über die Entwicklung der Erde und die Entstehung der Organismen veröffentlichte. Diese Schrift erschien erst 1748. Sie hat auf die Entwicklung der evolutionistischen Ideen einen bedeutenden Einfluß geübt, der sich besonders bei Buffon und auch bei Lamarck bemerkbar macht. Cuvier bezeichnet deshalb die Deszendenztheoretiker seiner Zeit als Nachtreter (sectateurs) de Maillets (Kohlbrugge, B. de Maillet, J. de Lamarck und Ch. Darwin. Biolog. Zentralblatt 1912, S. 505.)

Nach de Maillet war die Erde ursprünglich ganz vom Meere bedeckt. Letzteres barg anfangs keine Organismen, daher enthalten die ältesten geologischen Schichten auch keine Versteinerungen. Nach dem Emportauchen von Inseln und Festländern sollen sich aus den Meeresbewohnern Landtiere und Vögel entwickelt haben.

[245] Von Hoff, Geschichte der durch Überlieferung nachgewiesenen natürlichen Veränderungen der Erdoberfläche. 3 Bände. 1822-1834. Zwei weitere Bände wurden nach hinterlassenen Aufzeichnungen v. Hoffs durch H. Berghaus herausgegeben. 1840/41.

[246] Ch. Lyell, Principles of Geology, being an attempt to explain the former changes of the earths surface by reference to causes now in operation 1830. Eine Übersetzung ins Deutsche gab Hartmann 1833 nach der 2. Auflage des Originals heraus.

[247] Lyell, Über das Alter des Menschengeschlechts, 1863.

[248] Geboren zu Delitzsch am 19. April 1795. Eine Biographie schrieb M. Laue unter dem Titel: Chr. G. Ehrenberg. Berlin 1895.

[249] Syzygites Ehbg. Siehe die Abhandlungen der Leopoldiniscben Akademie vom Jahre 1820.

[250] Chr. G. Ehrenberg, Die Infusorien als vollkommene Organismen. Ein Blick in das tiefere Leben der organischen Natur. Nebst einem Atlas mit 64 kolorierten Kupfertafeln. Berlin 1838.

[251] Jahrbuch für Mineralogie 1837, S. 105.

[252] Chr. G. Ehrenberg, Mikrogeologie, Das Erden und Felsen schaffende Wirken des unsichtbaren, kleinen selbständigen Lebens auf der Erde. Mit über 4000 Figuren. Berlin 1854.

[253] Siehe Harnacks Geschichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften. S. 624.

[254] Ch. Darwin, The structure and distribution of coral reefs. Eine deutsche Übersetzung veröffentlichte 1876 V. Carus.

[255] Julius Robert Mayer wurde am 25. November 1814 in Heilbronn geboren. Nach Beendigung seiner medizinischen Studien unternahm er eine Reise als Schiffsarzt, worauf er sich in seiner Vaterstadt niederließ. Als um 1850 das Prinzip von der Erhaltung der Kraft zur allgemeinen Annahme gelangte, wurde Mayers Verdienst um die Aufstellung dieses Prinzips zunächst nicht anerkannt. Der Prioritätsstreit mit Joule versetzte ihn in eine tiefe Gemütsverstimmung. Erst gegen das Ende seines Lebens (er starb am 20. März des Jahres 1878) wurden Mayers Ansprüche gewürdigt. Sogar die Royal Society ehrte ihn durch Übersendung einer Medaille. Die neueste Ausgabe der Schriften samt einer ausführlichen Biographie Mayers verdanken wir J. J. Weyrauch. 2. Bde. Stuttgart 1893.

[256] R. Mayer, Die Mechanik der Wärme, S. 105 (Weyrauchs Ausgabe.) »Die Mechanik der Wärme, zwei Abhandlungen von Robert Mayer« wurde neuerdings auch als Bd. 180 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften durch A. v. Oettingen herausgegeben. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1911.

[257] Mayer, Die Mechanik der Wärme (Weyrauchs Ausgabe), S. 244.

[258] A. a. O. S. 55.

[259] Siehe Bd. III, S. 270.

[260] Siehe Bd. III, S. 278, sowie Ostwalds Klassiker Nr. 37, S. 23.

[261] Mayer, Die organische Bewegung in ihrem Zusammenhange mit dem Stoffwechsel. 1845. Dannemann, »Aus der Werkstatt großer Forscher« enthält eine auszugsweise Wiedergabe dieser wichtigen Schrift Mayers.

[262] Ein von den älteren Physikern oft gebrauchter Ausdruck. Er bedeutet Experiment des Kreuzes. Gemeint ist das Kreuz, das an der Stelle, wo sich zwei Wege trennen, errichtet wird.

[263] J. R. Mayer, Die Mechanik der Wärme. Stuttgart 1867. S. 279.

[264] Siehe Bd. III, S. 265 und 268.

[265] James Prescott Joule wurde 1818 in Salford bei Manchester geboren, wo sein Vater eine Brauerei besaß. In Manchester wurde Joule durch Dalton in die chemisch-physikalische Forschung eingeführt. Er war gezwungen, seine Arbeiten als Privatmann fortzusetzen, da er schon mit fünfzehn Jahren in das Geschäft seines Vaters eintreten mußte. Joule starb im Jahre 1889.

[266] On the production of heat by voltaic electricity. Proceedings of the Royal Society. 1840.

[267] Das mechanische Wärmeäquivalent, gesammelte Abhandlungen von J. P. Joule, übersetzt von Sprengel, 1872. S. 37.

[268] Philos. Magaz. Bd. XXIII, p. 442.

[269] Philosophical Transactions 1850, S. 61 u. f.

[270] Philos. Transact. 1850. I. Teil. Tafel VII. Fig. 1 und 9.

[271] Beiblätter der Annalen der Physik II, 1878, S. 248.

[272] L. A. Colding wurde 1815 auf Seeland geboren. Er wirkte als Ingenieur in Kopenhagen.

[273] H. Helmholtz, »Über die Erhaltung der Kraft«. Berlin 1847. Neu herausgegeben als 1. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1889.

Hermann v. Helmholtz wurde am 31. August 1821 als Sohn eines Gymnasiallehrers in Potsdam geboren. Nachdem er in Königsberg, Bonn und Heidelberg die Professur für Physiologie bekleidet hatte, wurde er im Jahre 1871 als Professor der Physik an die Universität Berlin berufen. Während der letzten Jahre seines Lebens leitete Helmholtz die Physikalisch-technische Reichsanstalt in Charlottenburg, ein Institut, das er unter der Mitwirkung von Werner Siemens ins Leben gerufen hatte. Helmholtz starb am 8. September 1894.

[274] Helmholtz selbst schrieb später über diese Episode: »Die physikalischen Autoritäten waren geneigt, die Richtigkeit des Gesetzes zu leugnen und in dem eifrigen Kampfe gegen Hegels Naturphilosophie, den sie führten, auch meine Arbeit für eine phantastische Spekulation zu erklären. Nur der Mathematiker Jacobi erkannte den Zusammenhang meines Gedankenganges mit dem der Mathematiker des vorigen Jahrhunderts, interessierte sich für meinen Versuch und schützte mich vor Mißdeutung.« L. Königsberger, Gedächtnisrede auf Jacobi, 1906. G. B. Teubner.

[275] Siehe Bd. III, S. 272.

[276] Nach der schon von Galilei abgeleiteten Fallformel ist die Geschwindigkeit v des fallenden Körpers gleich √(2gh). Also ist g h = v2/2.

[277] Hermann v. Helmholtz, Über die Wechselwirkung der Naturkräfte und die darauf bezüglichen neuesten Ermittelungen der Physik. 1854.

[278] Pouillet, Mémoire sur la chaleur solaire etc. Paris 1838. Siehe Poggendorffs Annalen Bd. LXV.

[279] Rudolf Clausius wurde 1822 in Cöslin geboren. Er studierte Mathematik und Naturwissenschaften, bekleidete zunächst eine Stelle an einer Artillerie- und Ingenieurschule und wirkte später als Professor der Physik an verschiedenen Universitäten. Zuletzt lehrte er in Bonn, wo er 1880 starb. Clausius war Theoretiker. Er hat niemals Resultate eigener Versuche veröffentlicht und dennoch einen ganz bedeutenden Einfluß auf die Entwicklung der modernen Physik gehabt.

[280] Siehe Bd. III, S. 278.

[281] R. Clausius, Über die bewegende Kraft der Wärme und die Gesetze, die sich daraus für die Wärmelehre selbst ableiten lassen (1850). Von neuem als Bd. 99 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von M. Planck. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1898.

[282] Nernst, Über die neuere Entwicklung der Thermodynamik. Verhandlungen der Naturforscherversammlung vom Jahre 1912.

[283] Bernoulli in seiner Hydrodynamik vom Jahre 1738.

[284] Karl August Krönig wurde 1822 geboren. Er wirkte als Lehrer an einer Realschule in Berlin und starb dort 1879. Krönig ist als der Begründer der kinetischen Gastheorie zu betrachten. Er entwickelte sie im Jahre 1856.

[285] Siehe Krönig, Grundzüge einer Theorie der Gase. Berlin, A. W. Hayn, 1856. Diese Abhandlung erschien auch im 99. Bande von Poggendorffs Annalen (1856), S. 315.

[286] Poggendorffs Annalen 1857. Bd. 100, S. 353. Die betreffende Abhandlung findet sich auch in Clausius' Abhandlungen über die mechanische Wärmetheorie. II. Abteilung 1867. Braunschweig, Verlag von P. Vieweg. S. 229 u. f.

[287] G. Kirchhoff, Über einen Satz der mechanischen Wärmetheorie und einige Anwendungen desselben (1858). Neuerdings mit einigen anderen, die mechanische Wärmetheorie betreffenden Abhandlungen Kirchhoffs als Band 101 von Ostwalds Klassikern wieder herausgegeben von M. Planck. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1898.

[288] Schwann in Poggendorffs Annalen. XLI. 1837. S. 184. Vorläufige Mitteilung betreffend Versuche über die Weingärung und Fäulnis.

[289] Schröder und v. Dusch, Über Filtration der Luft in Beziehung auf Fäulnis und Gärung. Journal für praktische Chemie. 1854. t. LXI. p. 485.

[290] Pasteur, Die in der Atmosphäre enthaltenen organischen Körperchen. Annales de Chimie et de Physique. 3. Série. Bd. LXIV. 1862. Übersetzt von Dr. A. Wieler und als 39. Bd. von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften bei Wilhelm Engelmann in Leipzig 1892 erschienen.

Louis Pasteur, der uns als bahnbrechender Forscher noch auf mehreren Gebieten begegnen wird, wurde 1822 im französischen Jura geboren. Im Jahre 1848 wurde er Professor der Chemie in Straßburg. Später bekleidete er dieses Amt in Paris an der Sorbonne. Außer seinen Untersuchungen über niedere Organismen hat er sich durch seine Lehre von den abgeschwächten Krankheitsgiften und die mit solchen Giften bewirkten Schutzimpfungen ein unsterbliches Verdienst erworben. Auch auf dem Gebiete der physikalischen Chemie hat er Hervorragendes geleistet. Pasteur starb im Jahre 1895.

[291] Unger, hervorragender Paläontolog und Botaniker, wurde im Jahre 1800 in Steiermark geboren, war Professor der Botanik in Wien und starb im Jahre 1870. Die ersten Beobachtungen über die Schwärmsporen der Algen wurden schon im Beginne des 19. Jahrhunderts angestellt.

[292] Die Gattung Vaucheria, welche etwa 30, darunter 15 deutsche Arten umfaßt, gehört zu den Schlauchalgen. Letztere bestehen aus nur einer, meist sehr großen, verästelten Zelle. Die Vaucherien bilden verworrene Rasen, welche die Steine fließender Gewässer überziehen.

[293] Thuret, Annal. des sc. natur. 1854. II. S. 197. Thurets Abbildungen sind in zahlreiche Lehrbücher der Botanik übergegangen (siehe Sachs' Lehrbuch der Botanik, Leipzig 1874, Fig. 185.)