Z.

Zabel s. Sabellius.

ZAC I. got. tahjan „reißen, zerschütteln“.

FN. Zahheri: Zacher.

Einstämmige Kürzung Zac-.

Zacco: ZackeZachZeche.

Vklf. (l): Zeckel.

Zacharias II. hebr. „Jehova gedenkt“ 1) ein Prophet des A. T. 2) der Vater Johannes des Täufers.

FN. ZachariaeZacher.

Zagel III. ahd. mhd. zagel „Schwanz“ in mehrf. Zss. (die z. T. wohl ON. sind, vgl. Hasenzagel).

FN. Rattenzagel — gew. zsgz. -zahl: Hasenzahl. Lämmerzahl. Mäusezahl. Voszal. Weibezahl. Auch Rübezahl, der N. des schlesischen Berggeistes, gehört hierher, Rüebezagil 1762 = Rübenschwanz.

-zahl s. Zagel.

Zahn III. doch wohl nach einem irgendwie ungewöhnlichen Zahne, vgl. lat. Dento, Dentatus (Pott).

In mehreren Zss.: Berzahn (= Eberzahn); Weibezahn (= Wackel-), vgl. Scharfzahn 1427; — doch nicht hierher gehörig Maltzan, welches slawisch. Urspr. ist (wohl von Moltzen im Lüneburg. Ledebur, Adelslexikon).

Zaiser, Zaitz s. Zeiz.

Zamel s. Samuel.

Zander a) I. = Sander s. Sand. b) III. = Alexander (VN. Ilsenb. Urk.).

Zapfe III. „Verzapfer von Getränken“.

Halbniederd. Zappe; Zapp.

Zss. Sauerzapf, -zapp „der schlechtes (saures) Zeug verzapft“. Ölzapf. Weinzapf.

Zeche, Zeckel s. Zac.

Zehender III. „Zehntenerheber“ (Appo der Zehender 14. Jh.).

FN. Zehender; ZehntnerZehnter.

Zehet = Zehnt (vgl. Teget) in Zss. wie Zehetbauer, -gruber, -mayr.

Zeidler III. ahd. zîdalâri, mhd. zîdelaere „Bienenzüchter“, bes. mit Hinsicht auf die früher im Großen betriebene Bienenwirtschaft im Walde. Die Zeidler bildeten eine Genossenschaft mit besonderen Satzungen und Rechten. Auch Zeitler.

Zeigswetter III. Satz-N. „zeige das Wetter an“. Vgl. Kiesewetter.

Zeis-, Zeiß- s. Zeiz.

Zeit III. in Zus.: Guttzeit (vgl. franz. Bontemps). Liebzeit. Neuenzeit (elliptisch = zur neuen Z.).

Zeitvogel III. wohl = Zugvogel.

ZEIZ I. ahd. zeiz „anmutig, zart“, altnord. teitr „froh“ (herteitr „kriegesfroh“, Beiname Odhins).

FN. Zeizperc: Zeisberg.

(Zeizger): Zeisiger.

Zeizher: ZeißerZaiser.

Zeizman: Zeitzmann.

Einstämmige Kürzung Zeiz-.

Zeizo: Zaitz (Zeitzmann) — Zeiße. ZeyßZeise. Patr. A. ZeißingZeising.

Zell III. lat. cella, zur Bezeichnung von Klöstern angewendet, seit dem 8. Jh. nachweislich in Manegoldescella u. a., einfaches Cella schon in demselben Jh. weit verbreitet. Jetzt -zell.

FN. Zelle. von Lauberszell.

Ableit. auf -er (oberd.): Zeller. Appenzeller. Finkenzeller. Pfaffenzeller.

Zembach s. Zu.

Zentgraf III. der einer „Cent d. i. Hundertschaft vorsitzende Graf“. Cuntz Zentgreff 15. Jh.

FN. ZintgrafZinkgreff.

Zerrleder III. „zerre das Leder“ — Spott-N. des Schusters.

Zeyß s. Zeiz.

Zick- s. Sig (V., einst. K.).

Zickendrath III. Satz-N. „zücke, ziehe den Drat“, Spott-N. des Schusters (Vilmar).

Ziebarth, Ziegele s. Sig (V.).

Ziel-, Ziehl- s. Zil.

ZIER I. ahd. ziari, mhd. ziere „zier, schmuck“.

FN. (Zierold): ZieroldZiert.

Einstämmige Kürzung Zier-.

(Ziero): Ziehr (Ziermann). Gen. Zieren.

Vklf. (l): Zierl. (l + n): Zierlein. (z): Ziereis.

Zierfuß III. „mit zieren d. i. zierlichen, schönen Füßen“, vom mhd. Eigenschaftsw. zier.

ZIL I. ahd. mhd. zil „Ziel“, ahd. zilôn streben.

FN. Cilger: ZielegerZilger; Zilker.

(Zilheri): Zieler.

Ciliman: Zillmann.

(Zilmar): Zillmer.

Einstämmige Kürzung Zil-.

Zilo, Zillo: ZillZiehl. Gen. Zilles; Zils. Patr. A. Zilling. Patr. Zss. Zillessen.

Verkleinert (k): ZiehlkeZillich.

Zilias, Zilges s. Cyriacus.

Zill- s. Ziel.

Zimmermann III. mhd. zimberman.

FN. Zimmermann. Gen. Zimmermanns (niederrhein.). Niederd. Timmermann. Auch Zimmerling findet sich in derselben Bed. sowie Zimmerer.

Zindram s. Sind.

Zinkgreff, Zintgraf s. Zentgraf.

Zoller III. mhd. zollaere, von zollen „Zoll fordern“.

FN. ZollerZöller.

Zöllner III. ahd. zollanâri, mhd. zolnaere (lat. telonarius).

FN. ZollnerZöllner. Niederd. Töllner (Klemp. Tolner und Toller).

Zoons (niederrhein.) holländ. F. = deutschem Sohns.

Zu in vielen FN.: Zufelde, Zutafern (ad tabernam); doch gewöhnlich mit Artikel: zum, zur (niederd. ten, ter).

FN. Zumbach; Zembach; halbniederd. Zumbeck. Zumbaum; halbniederd. Zumbohm. Zum Bild (doch wohl Heiligenbild). Zumbrink; niederd. Tombrink. Zum Brook (Oldenb., hd. Zumbruch) Zumbühl (Baden, = zum Hügel). Zumbruch. Zum Felde; Zumfeld (vgl. van dem Felde, Gött. UK. im J. 1371). Zum Fleth (Fließ). Zumgrunde. Zum Hagen. Zum Hofe; Zumhoff. Zumholz; halbniederd. Zumholte. Zumkeller. Zumsteeg. Zumstein.

Zurfluh. Zurheide. Zurkaulen (zur Grube). Zurmühlen. Zurstraßen. Zur Windmühlen (s. über diese und die verwandten Bildungen S. 54). Zorbach.

Zu Rhein III. Freiherr zu Rh. (bayr.) urspr. ze Rhyn (innerhalb der Ringmauern von Basel am Ufer des Rheines ansässig. Tobler-Meyer).

Zuckschwerdt III. Satz-N. „zücke das Schwert“. Vgl. Cucksswert (Altmarburg, Reichel). Auch Zugschwerdt.

Zum-, Zur- s. Zu.

Zürcher III. = Züricher.

Zurhelle III. Helle, Hölle „wilde Gegend mit Abgründen“.

Zurnieden s. Tornedden.

Zutafern III. „zur Taberne“.

Zwilchenbart III. (Zürich) „der mit doppelt gedrehtem Bart“ (Tobler-M.).

Zwingly III. nach Stalder’s Idiotikon aus „Zwilling“, ahd. zwiniling. Vgl. Petrus czwilling 1372.

Zwirner III. von zwirnen = „zusammendrehen“, der Fäden aus Flachs, Hanf oder Seide dreht.

Zybrandts, Zyprecht s. Sig (V.).