FN. Gaosbod: Gosboth — Kosbothe.
Gauzfrid: Götzfried.
Gozger: Götzger.
Gozhart: Gossert.
Gozheri: Kotzer — Kosser — Gösser.
Caozhram: Gausrapp.
Gozleib: Kutzleb.
Gozleih: Goslich.
Cosmar: Cosmar — Götzmer.
Kozolt: Kotzolt.
Gozwin: Goßwein — Göswein — Güßwein.
Gozolf: Gotzlof — Götzlof.
Die Sproßformen fallen mit denen von God (durch z verkleinert) zusammen.
Graalß s. Gar (V.).
-gräbe s. Graf.
Gräber III. ein „Grabender“, als FN. einfach und in Zss.: Biengräber. Borngräber — Brunngräber. Diekgräber.
Gradwohl s. Gerathewohl.
Graf III. mittellat. graphio, ahd. grâvo, mhd. grâve, „höherer weltlicher Richter, Vorsteher“.
FN. Grafe (Joh. Grave 1516. Köln. Univ. Matrikel); Graf; Graff — auch mit Art. de Graaff (niederländ.).
Niederd. (in Nordwest-D. weit verbreitet) Grewe — Greve, Gräfe; Gräf (Gräff; Greff); mit Art. Degreff — Grebe; Greb — auch Vorsteher ländlicher Gemeinden, z. B. in Hannover (in der Gegend von Münden, Pauli II, S. 27).
Mit dem leidigen franz. Accent: Grevé. Gen. Graven — Grefen, Greven — Grewen. Patr. A. Greving (Oldenb.).
Zss. Burggraf; niederd. Borggreve. Diekgrebe; Dickgräwe. Fluthgraf. Gogrewe (Gaugraf). Hochgrefe — Hogrefe; Hogrebe. Holzgrebe; Holzgrewe; niederd. Holtgreve. Kleegraf. Landgräbe. Pfalzgraff. Steingräbe. Vollgraff; Vollgrebe — auch Fullgraf — Füllgraf — Fielgraf. Woldgrebe.
Gräfe, Graff s. Graf.
Gräger s. Gregorius.
Grah, Gramann s. Graw.
Granold s. Hraban.
Grapengießer III. vom niederd. „Grapen“ d. i. dreifüßiger Kochtopf aus Gußeisen (eine „Grapengießer-Straße“ in Stettin). Ludeke Gropenghetere 1416. (Braunschw.)
FN. Grapengießer — Gropengießer — Grobengießer. Niederd. Grapengeter.
Gräper s. Gröper.
Gräser III. ein „Grasmäher“ (für Wiesen, bes. Stadtwiesen, angestellter Beamter). Dasselbe wohl Graßmann.
Grasmuck III. zu den Vogel-N., „Grasmücke“. Die bekannte Opernsängerin Grossi hat sich aus Grosmuck veritalienert.
Grathwohl s. Gerathewohl.
Graupner, Gräupner III. 1) „einer aus Graupen“ (in Böhmen) 2) „Händler mit Graupen“ (Hülsenfrüchten).
GRAW I. ahd. grâo, mhd. grâ „grau“ (wohl von der dunkeln Waffenfarbe).
FN. Graman: Gramann — Graumann.
Einstämmige Kürzung Gra-.
Grawo: Grah — Grau.
Grebe, Greff s. Graf.
Greem s. Grim.
Greger s. Gregorius.
Gregorius II. griech. der „Wachsame“; der h. Gregorius, den großen Kirchenlehrern Ambrosius, Augustinus, Hieronymus als der vierte doctor ecclesiae zugezählt, gest. als Bischof von Rom, Gregor I. oder der Große 604.
FN. Gregorius. Gen. Gregory.
Mit Kürzung im Auslaut: Gregor; Greger, Gräger — Grögor; Gröger.
Mit Kürzung im Anlaut: Gorius — Görries; Görres. Patr. Gorrissen (ostfries.) — Jürissen (Aachen).
Greifentrog III. Satz-N. „greif in den Trog“, von einem, der etwas unbescheiden zulangt.
FN. Greifentroch. Niederd. Griepentrog.
Greiffenklau III. seit 1192 genanntes mittelrheinisches Geschlecht.
Greifzu III. Satz-N. Vgl. Dr. Grypto Rein. Vos 4156.
Greim-, Gremm- s. Grim.
Grempler III. „Trödler“.
Greuth III. s. Gereuth.
Grev-, Grew- s. Graf.
Grichbaum s. Kriechenbaum.
Grickel s. Agricola.
Griem- s. Grim.
Griepentrog s. Greifentrog.
Gries III. ahd. grioȥ, mhd. grieȥ „Kiessand, sandiges Ufer.“ Joh. dictus an dem griese. Auch häufiger ON.
FN. Gries. — Obergrieser.
Grieshaar III. niederd. „Grauhaar“.
Grillparzer III. „einer aus Grillparz“ (O. 3 mal im Erzherz. Österreich).
GRIM I. altnord. und angels. grîma „Helm“, mischt sich aber z. T. mit ahd. mhd. grim „grimm“.
FN. Grimhard: Griemert — Grimmert.
Grimhar: Grimmer — Greimer. Gen. Gremmers.
Grimoald: Grimaul (Gottschee).
Einstämmige Kürzung Grim-.
Grimo: Griem — Grimme; Grimm — Krimme — Gremme — Greem — Greim. Patr. A. Grimming.
Vklf. (l): Griemel — Grimmel — Krimmel — Greimel. (l + k): Krimelke. (z) Grimizo: Grimeis; Grimeisen.
Auslautend (74 mal Först.).
-grimm: Ahlgrimm.
Gripenkerl III. Satz-N. niederd. „greif den Kerl“, Beiname von Gerichtsdienern und Bettelvögten. Vgl. Greifzu.
Grobengießer s. Grapengießer.
Gröger s. Gregorius.
Grohnert s. Gron.
Grolf s. Gar (V.).
Grolms, Grommes s. Hieronymus.
GRON I. ahd. gruoni, mhd. grüene, altsächs. grôni „grün“ (wohl in dem Sinne von lebensfrisch).
FN. Cronhart: Grohnert — Grunert — Krunert — Grünert — Krünert — Kreunert. Gen. Gronartz.
(Gronhari): Groner — Kroner — Kröner — Gruner — Grüner — Krüner.
(Gruonrih): Grönrich.
(Gronwald): Grünhold.
Einstämmige Kürzung Gron-.
Grun: Grone — Krohn — Grun (Grunemann) — Grüne; Grün. Gen. Gronen. Patr. A. Gröning — Kröning — Grüning.
Vklf. (k): Grunicke — Grünke. Grünig — Grönig — Krönig. (z): Grunz.
Grön- s. Gron.
Gropengießer s. Grapengießer.
Gröper III. „Grapengießer“ („Gröpergasse“ in Halberstadt). Auch Gräper.
Gröppel s. Hrod (zweist. K.).
Groß III. ahd. mhd. grôȥ, altsächs. grôt.
FN. Große; Groß — Grosse (mit kurzem o). Niederd. de Groote; Grothe; Groth.
In mannigfachen Zss.: Großmann. Großkopff. Großschedel, Großschädl. Grospietsch. Großwendt — niederd. Grotjan; Grotrian (großer Johannes).
Großkurz III. I. 1567: Grotecordes (Braunschweig, Schütte).
Grotefend III. „großer Knecht“ s. Fend.
Grotegut s. Hrod (V.).
Grothe s. Groß.
Grothwohl s. Gerathewohl.
Grotjan s. Groß.
Grott- s. Hrod (einst. K.).
Grube III meist auf ein Bergwerk bezüglich; doch auch Sand- usw. Grube, Grube zum Wildfangen. ON. einfach und in Zss.
FN. Grube.
Ableitung auf -er (oberd.):
Gruber; Grueber (Gottschee). Zss. Anzengruber. Baumgruber. Frauengruber. Hartmannsgruber. Holzgruber. Kalchgruber. Obergruber. Steingruber. Wolfsgruber (Mechtild ob der Wolfgruben 1300).
Grulms s. Hieronymus.
Grün a) I. s. Gron b) von der Farbe der Kleidung (S. 46 Jan Grön).
Grun-, Grün- s. Gron.
Grundt, Grundmann III. einer „der im Grunde wohnt“, Gegensatz zu Berg, Bergmann. (So wurden in einem dem Verf. bekannten Falle zwei bäuerliche Besitzer in demselben Dorfe, die beide Runge hießen, unterschieden als „Bergrunge“ und „Grundrunge“). So auch Grundkötter; Grundmeyer.
Grüth- s. Gereuth.
Grütter s. Grützner.
Gruttke s. Hrod (einst. K.).
Grützner III. „Grützmüller“.
FN. Grützner. Niederd. Grüttner; Grütter. — Auch Grützmacher.
Gschwandtner III. „einer aus Gschwand“ (Bayern, Österr.) von schwenden, ahd. suandian, schwinden machen = ausroden durch Feuer.
Gsell, Gsöll s. Geselle.
Gubbe, Gube s. God (zweist. K.).
Gückel, Gude s. God (einst. K.).
Guerle s. War (einst. K.).
Gugelfuß III. „Kugelfuß“ d. i. Klumpfuß. Auch Kaulfuß.
Guggimoos III. „Moor, wo sich die rote Wasserkröte (Guggi) häufig findet“. (Buck). Davon auch: Guggimoser.
Gümbel, Gumb- s. Gund (V.).
Gumm-, Gump- s. Gund (V., zweist. K.).
GUND I. ahd. gund, kunt „Krieg“ (noch im ital. gonfalone aus gundfano Kriegsfahne). Seit dem 3. Jh. in N. nachweislich. Die mit K anlautenden N. lassen sich auch durch Kun erklären.
FN. Gundobald: Gumpold — Jumpelt — Gumpel; Gumbel — Gümbel — Gummel — Gombold.
Gundobert: Gumprecht; Gumprich; Gumpert; Gumbert; Gumbart; Gumper; Gummert — Gompart — Gombert — Kompert — Gommert. Gen. Gompertz — Kümpers.
Gundefred: Gumpfer.
Gundhart: Gundert — Günthert — Gontard — Gönnert.
Gundachar: Gunder (Guntermann) — Kunter — Günther (Zss. Kleingünther) — Gondermann — Gonnermann.
Guntchramnus. Guntram — Guntrum — Gontrum.
Gundalah: Gundelach; Gundlach; Gundlack.
Gundemar: Gummer — Kummer.
Vklf. (l): Kümmerle.
Gunderad: Günthrat.
Gundericus: Gönrich.
Gundivic: Günnewig.
Gundulf: Gundwolf; Gundolf — Gondolf.
Einstämmige Kürzung Gund-.
Gundo: Gund — Kunth — Günth.
Vklf. (l): Gundel — Gündell — Günthel. Patr. A. Gundling. (k): Kuntke. (k + l): Gunkel. (z): Guntz — Güntz; Güntsch. Unorg. Günzert. (z + l): Günzel — Künzel — Günsel; Günschel. (z + k): Gunschke — Günzke.
Zweistämmige Kürzung Gundb-.
Gumpo: Gump — Gumme — Gaum.
Vklf. (l): Gumpel — Kümpel (s. auch Gundobald). (k): Gummich.
Gündell s. Gund (einst. K.).
Günnewig s. Gund (V.).
Güns-, Gunschke s. Gund (einst. K.).
Gunt-, Günth- s. Gund (V., einst. K.).
Güßwein s. Goz.
Güntsch, Guntz, Günz- s. Gund (einst. K.).
Gürtler III. „Verfertiger von Gürteln“. Auch Girtler (Wien).
Gut III. auch Guth, vgl. Frid. der gute 1304. — In mancherlei Zss.: Gutbier. Gutgesell. Guthknecht. Gutkind. Gutsjahr (Gutjar 1295). Gutzeit. — Gutsmuths.
Gut-, Güt-, Gutsch s. God (einst. K.).
Gutschebauch III. wohl von schwäb. „gautschen“, d. i. wiegen, schaukeln.
Gutsmuths III. Gen. „gutes Mutes“ (mit dem urspr. und richtigeren Gen. der starken Biegung).
Auch im Nom. Guthermuth, vgl. Tvmmermuot 1327.
Gutz-, Gütz- s. God (einst. K.).
Gygas III. lat. gigas „Riese“.
Gysi s. Gis.
Haab- s. Had (zweist. K.).
Haack- s. Hag (V., einst. K.).
Haag s. Hag (einst. K.).
Haak a) I. s. Hag b) III. niederd. „Höker“ (so z. B. noch in dem Stralsunder Kataster von 1845). — Zss. Bierhake (Bierhöker?).
Haan s. Hahn.
Haape s. Hath (zweist. K.).
Haar- s. Hari (V., einst. K.).
Haar III. als Körperteil in mannigfachen Zss. Vgl. nord. König Harald Harfagr (Haarschön).
FN. Flachshaar; niederd. Flashaar. Gelbhaar — Geelhaar. Glatthaar. Grieshaar. Kraushaar. Schlichthaar. Straubhaar. Weißhaar.
Haarnagel s. Hard.
Hab-, Habb- s. Hath (V., zweist. K.).
Habedank III. Satzname (schon bei Walther v. d. Vogelweide als Appellativum: „Swelch schoene wîp mir denne gaebe ir habedanc“). Als FN. auch gekürzt Hadank.
Habekost III. aus Haveckhorst („Habichtshorst“) 1484, Havekost 1532. Auch Hafekost; Haffekost. Noch 1890 Hawickhorst (Oldenb.).
Habenicht III. Satzname „habe nichts“ (ein „Herr von Habenichts“).
Habenschaden III. Satzname „habe den Schaden“, für jemand, der sich unvorsichtig in Gefahr begeben hat.
Haber III. die eig. hochdeutsche F. (mhd. haber), wofür jetzt in der Schriftsprache das niederd. „Hafer“ durchgedrungen ist.
FN. Faulhaber (Werner dict. vulhaber 1299). Firnhaber. Frischhaber. Kiffhaber 1450, jetzt entstellt Kühfaber (Bacm.). Schlichthaber. Wiesenhafer. — Haberbruch. Haberkorn. Habermann. Habersaath. Haberstroh. Haferkamp. Haferstroh.
Haberecht III. Satzname „habe Recht“, ein rechthaberischer Mensch (doch s. auch Hath).
Häberlein s. Hath (V.).
Haberstolz III. entstellt aus Oberstolz (Overstolz altes Patrizier-Geschlecht in Köln). S. Andresen, Konkurrenzen.
Habicht III. der bekannte Raubvogel, mhd. habich (könnte aber als FN. aus ad. Habicho entstanden sein, s. Hath zweist. K.).
Hablützel III. Satzname „habe wenig“ vgl. Habenicht. Auch Hablitzel.
Hach- s. Hag (V., einst. K.).
Hachmeister III. nach Vilm. aus „Habichtmeister“ d. i. Abrichter der Stoßvögel zur Jagd. (Ahd. hapuh, mhd. habech zsgz. in Hach s. Buck, Flurnamen S. 69.).
Hack-, Häck- s. Hag (V., einst. K.).
Had-, Häd- s. Hath (V., einst. K.).
Hadank s. Habedank.
Hadd- s. Hath (einst. K.).
Hadrianus II. lat. „einer aus der italienischen Stadt Hadria“, N. eines römischen Kaisers, dessen Vorfahren daher stammten, und mehrerer Päpste.
FN. Adrian — Aderjahn. Gen. Adrians.
Hafemann nicht mit Pott zu Hafen, sondern niederd. „Hofmann“, vgl. Klempin, Diplom. Beitr. S. 623: Hauelude (Hofgesinde), Hauemarschalk (spr. Have-), Hauemeisterinne.
Hafenbrädl s. Braten.
Hafer s. Haber.
Hafner III. ahd. hafanâri, mhd. havenaere „Töpfer“ — die süddeutsche Bezeichnung, wie z. B. in München die Innung der „Hafner“, auch ein „Hofhafnermeister“, in Augsburg ein „Hafnerberg“, während Töpfer mitteldeutsch ist.
FN. Hafner, Haffner — Häfner.
Haff- s. Hath (V.).
HAG I. ahd. hag. hac, mhd. hac „Einhegung, Hag, umhegter Ort“ (s. Tac. Germ. 16).
FN. Hagabald: Heckebold — Heybold — zsgz. Heipt.
Hagibert: Hackebracht; Hackbarth — Hegebart — Heibert; Heiber. Gen. Heypertz.
Hahkis: Haigis, Heigis.
Hechard: Hagart — Hackert — Haackert — Hegert — Heckert. Gen. Heiartz.
Hagihar: Hager — Hacker — Hacher — Haker — Hecker (Häckermann) — Häger (Hägermann) — Heyer (Heiermann).
(Hagiman): Hagemann — Hamann — Hegmann — Heckmann — Heimann. Gen. Heimanns.
(Hagimar): Hagemer — Hechemer — Hegemer — Heymer. Vklf. Heymerle.
Hachirat: Hackrath — Heckrath.
Hecgirih: Hagerich — Hährich — Heyrich.
Hagoald: Hegewald.
Einstämmige Kürzung Hag-.
Hago, Hako, Heio: Hage; Haag — Hake; Haack — Hege — Heye; Hay. Gen. Hayen. Patr. A. Hecking. Gen. Hayungs (jeverl.).
Vklf. (i): Hägi (schweiz.). (1): Hagel — Hachel — Hakl — zsgz. Hahl — Hegel — Häckel Hechele; Hechel. Patr. A. Hegeling. (l + n): Hägelin; Hegelein. (k): Hageck — Hayeck; Heicke. Gen. Heyken. (k + l): Heyckel — — Heighele.
Hag-, Häg- s. Hag I. (V., einst. K.).
Hag III. ahd. hag, hac, mhd. hac, dessen älteste Bed. nach Förstemann (ON. S. 57) Wald oder Busch; aus dieser entwickelte sich die eines schützenden Busches, einer Einhegung und dann erst die eines eingehegten Raumes selbst: „Gehege, Wohnort“. In ON. -hag, -haag; -heeg.
| FN. | 1) | -hage (bes. in Westf. — elliptischer Dativ?): Brakhage. Glashage. Grünhage. Heisterhage. Hohage. Kohlhage. Kreuzhage. Niehage (Neu-). Osthage. Overhage. Rehage. Sandhage. Schneehage. Voshage. |
| 2) | -hege: Dornhege. Feldhege. Hundehege. Osthege. |
HAGAN I. Erweiterung von Hag I.
FN. Haginbert: Hambrecht — Hegenbarth (Heger-); Heimbrecht; Heimbert; Heimbrodt — Hemper. Patr. A. Hemmerding.
Vklf. (l): Hemberle.
Heinfrid: Hennefahrt.
Heinhard: Hanhardt — Heinhardt; Haynard; Heinert — Hennert.
Haginher: Hagner — Hanner — Hahner — Hähner — Hayner, Heiner — Henner mit den Zss. Hofhenner. Schmitthenner.
Hainarad: Hanrath — Hahnrath.
Haganrih: Handrick; Hanreich — Heinrich; Heinreich — Henrich; Hendrich; Hentrich — Hinrich; Hinnerk.
Zss. Langheinrich. Tiekenheinrich. Westheinrich. Großhenrich. Möhlhenrich (Mühlheinrich). Lockenhinnerk. Gen. Heinrichs; Heinderichs — Hendrichs; Hendrix (Kempen) — Hinrichs; Hinderks (ostfries.). (Latinis. Heinrici — Henrici). Patr. A. Heinricher (Cilli). Patr. Zss. Heinrichsen (Zss. Gerdheinrichsen) — Hinrichsen; Hindrichsohn; Hinderksen.
(Haginachar): Hanewacker — Hannwacker — Heinacker.
Haginold: Hannewald — Hanewald; Hanold; Hanelt — Hänelt; Hänet — Haynald; Heinold; Heinhold; Heinelt; Heinloth; Heinleth.
Einstämmige Kürzung Hagen-.
Hagano, Hanno, Heino: Hagen, Hagn; Haagn (Salzb.) — Hanno; Hanne — Hahne; Hahn — Heino; Haine, Heyne; Hayn (Heinemann; Heinevetter) — Henne; Henn — Hehn. Gen. Hagens; Hagena (ostfries.) — Heinen; Heins. Patr. A. Hanning — Heining — Henning (noch im 17. Jh. Vorname, z. B. Henning Woyke, 1681 Bürgermeister zu Neustettin). Patr. Zss. Heinsohn — Heinekind.
Vklf. (l): Heinel; Heindl — Hähnel (Junghähnel) — Henle. (l + n): Hainlin — Hänlein; Hänlen. (k): Hanke — Heinicke (Marheineke); Heinke; Haink; Heinich — Hennicke; Hennig (doch auch gekürzt aus Henning) — Henke (Bierhenke; Düvelhenke; Grotehenke; Manhenke; Marhenke; Schäferhenke; Strothenke) — Hink (Stark S. 71) mit der Zss. Brokhinke. Gen. Hainken (ostfries.); Heinks — Hennickens; Henniges; Hennigs; Hennies — Hinken; Hinkens. Patr. A. Henking. Patr. Zss. Hinksen. (k + l): Hankel — Heinkel — Henckel (Zss. Wegehenkel. Kampfenkel) — Hinkel (Hinkelmann). (k + l + k): Henkelke. Patr. A. Henkelking — Henkler (Preuß 16). (k + n): Hänichen — Heineken (Langheinecken); Heinichen. (z): Hanzo — Heintze; Heinz, Hainz (bayr.) (Heinzmann — Emmelheinz; Hoffheinz; Kleinheintz; Langheinz; Schönheinz) — Heinitz — Heinse (lat. Heinsius auch der Dichter Wilh. Heinse hieß eigentlich Heintze, s. Lessing, Wieland, Heinse von H. Pröhle S. 129); Heinss — Henze; Hense (Stark S. 76) — Häntzsche (Kgr. Sachsen) — Hinze — Hientzsch — Hinse; Hinsche. Gen. Heinzen — Hinzen. Patr. A. Henzing; Hensing. (z + i): Hentzi (schweiz.). (z + l): Heinzel (Heinzelmann) — Henzel; Hensel; Henschel — Hintzel; Hinselmann. Patr. A. Henzler — Hinzler. (z + k): Heinzke — Hinzke.
Zweistämmige Kürzung Haganb-.
Hampo: Hampe. Vklf. (l): Hempel.
(Mehrere Formen, namentlich die mit Han-, Hen- beginnenden, treffen mit entsprechenden von Johannes zusammen).
-hage s. Hag III.
Hagedorn III. mhd. hagendorn, hagdorn.
FN. Hagedorn (auch ON.) — Heidorn.
Hagemeister III. „Hegemeister, Förster“. Niederd. Hagemester.
Hagen- s. Hagan (einst. K.).
Hagen III. ahd. hagan, mhd. hagen der „zum Einhegen bes. passende Dornstrauch“, aber ursprünglicher das Buschwerk überhaupt. In ON. seit dem 9. Jh. nachweislich. Jetzt tausende von Örtern auf -hagen (so an der mecklenburgischen und pommerschen Küste in langer Folge von Mecklenburg bis zur Kassubei); doch läßt sich kaum nachweisen, welche davon hierher und welche als Dativ Plur. zu Hag zu setzen sind (der Umstand, daß die bezeichneten mecklenburgischen und pommerschen Ö. meist langgestreckte Dörfer — bis zur Länge einer halben Meile — sind, dürfte wenigstens bei diesen für den Plural sprechen = „zu den Gehegen“). Hagen findet sich auch als Straßenbezeichnung, z. B. in Stralsund: Flachshagen, Reperhagen, Zipollenhagen u. a.
FN. vom Hagen; von Hagen. Bollhagen. von Buggenhagen. Eschenhagen. Falkenhagen. Hundeshagen. Stavenhagen.
Ableitung auf -er:
-hager: Gerhager. Hinterhager (O. -hagen, oder auch zu -hag?).
-häger: Poppenhäger (O. -hagen).
Aus -hagen wird durch Zusammenziehung -hain (wie auch der Gattungsname „Hain“ daraus entstanden ist), woneben noch eine F. auf -hahn herläuft. Den FF.-Übergang zeigt unter a. ein hessischer Ort, der 1264 Glimenhagen, 1297 Glimenhahn, im 15. Jh. Glimenhain, jetzt Gleimenhain heißt.
| 1) | -hain: Espenhain. von Falckenhain. Mückenhain. Probsthain. Rosenheyn (O. Rosenhain). | |
| 2) | -hahn: Bauerhahn. Dammhahn (O. nur Dammhagen Rud.). Espenhahn (s. oben Espenhain). Falkenhahn (O. -hagen und -hain). Gräfenhan (O. -hain). Krähahn neben Krehain (vgl. O. Kreyenhagen). Langenhahn, Langenhan (O. Langenhahn neben -hagen u. -hain). Lindenhahn (O. -hain R.). Neuhahn; Neuenhahn (O. -hagen, -hain). Probsthan (O. -hagen und -hain). Rosenhahn (O. -hagen, hain). Wildenhahn (O. -hagen, -hain). Ziegenhahn (O. -hagen, -hain). |
Ableitung auf -er (oberd.):
-hainer: Geysenheyner (O. Geisenhain in Sachsen). Liebeneiner (O. Liebenhain).
Hägenbarth zu Hagen (V.).
-hager, -häger s. Hagen III.
Hagn s. Hagan (einst. K.).
Hagner s. Hagan (V.).
Hahl s. Hag I. (einst. K.).
Hahn a) I. s. Hagan (einst. K.) b) III.
| 1) | ON. (über 30 mal Rud.), s. Hagen III. | |
| 2) | Tier-N.: de Haan (Düren); auch in einigen Zss. meist zweifelhafter Art: Berkhan. Kaphahn (Kapaun). Urhahn (Auerhahn, welches mehrfach N. von Forsthäusern). |
-hahn s. a) Hagen III. b) Hahn.
Hahn-, Hähn- s. Hagan (V., einst. K.).
Hährich s. Hag (V.).
-hai s. Hei.
HAID I. got. haidus, ahd. mhd. heit „Art, Wesen“ (auch Rang und Stand).
FN. (Heidbreht): Heidebrecht.
Heitkär: Heitger.
Heidher: Heider, Hayder — Heiter.
Haidrich: Heidrich; Heidreich — Heitrich.
Haidulf: Heydwolff; Heidolf; Heideloff; Heidelauf.
Einstämmige Kürzung Heit-.
Haido: Heyde (Heydemann); Haid, Heyd (doch s. auch Heide III). Gen. Heyden — Heits.
Vklf. (l): Heydel. Patr. A. Heitling. (l + n): Haidlen. (l + k): Heidelk. (k): Heideke. (k + n): Heitchen; Heitgen. (z): Heitz — Heise (urkundlich = Heidenreich); Heis. Patr. A. Heising.
Haide III. got. haithi, ahd. heida, mhd. heide ein mit Strauchwerk und Dornen bewachsenes „unbebautes Feld“. In ON. Haid, -haid; Heide, -heide.
FN. Vonderheydt, auch getrennt von der Heidt; von der Heyden. Holzheide. Kirchheide. Knappheide. Krähenheide. Öllheide. Ordelheyde. Schlingheide (sämtlich in Westfalen, meist appellativ zu fassen: Personen, die auf der betr. Heide wohnten). Kleinheidt.
Ableitung auf -er: Steinheider (O. Steinheide, auch -heid genannt, in Sachsen-Meiningen).
Haigis s. Hag I. (V.).
HAIL I. got. hails, ahd. mhd. heil „gesund, unverletzt“; Hauptw. ahd. heil.
FN. Heilker: Gen. Heilgers.
(Heilher): Heyler (Heilermann).
Heilman: Heilmann.
Einstämmige Kürzung Heil-.
Heilo: Heile; Heyl. Patr. A. Heiling.
Participiale Bildung Hailant 8.: Heiland.
HAILAG I. ahd. heilag, mhd. heilic, altsächs. hêlag, hâlag „unverletzlich, heilig“ (von „Heil“).
FN. Halegdag: Heiligtag.
Einstämmige Kürzung Heilig-.
Halicho: Heilig — Hallich; Halke.
Hain s. Hagan (einst. K.).
-hain s. Hagen III.
Hak- s. Hag I. (V., einst. K.).
Hake III. 1) „Höker“, Kleinhändler mit Lebensmitteln 2) Gerät. Zss. Fetthake. Feuerhake.
Halbrehder III. doch wohl = Halbritter, vgl. Halbritter 14. Jh., Halfridder proconsul in Grifenbergh (Kalendarium des Karteuser-Klosters Marienkron bei Rügenwalde — seit 1430 zu nekrologischen Aufzeichnungen benutzt).
Halbuer s. Hallbauer.
Halbwachs III. „halberwachsen“. Schon 1388 Cunrad Halbwahs. Auch Hallwachs.
Halde III. ahd. halda, mhd. halde „Abhang eines Berges“ (bes. im südwestl. Deutschland).
FN. auf -er (oberd.): Halder. Sonnenhalter. Winterhalter, auch Winterhalder (von der „Winterhalde“ = Nordhalde, z. B. bei Stuttgart Bacm.) — daraus Winterholler. Spiegelhalter.
Haleff s. Hath (V.).
HALID I. ahd. helid der „Held“. Halidegastes 3. Halidrich.