FN. (Gebeberaht): Gabrecht.

Gibfrid: GiebfriedGepfertGeffert. Gen. GiefersGeffers.

Gebahard: GebhardGebert GeppertGewertGiebertKiepertGippert. Patr. A. GeberdingGebhardter (Wien).

Gibaheri: GeberKeber. Gen. GebbersGevers.

Geberad: Gebrat.

Giperich: Gipperich.

Gebald: GaboldGebeltGeppelt.

Einstämmige Kürzung Gab-.

Gabe, Gebo, Gibo: GabeJaapGabbeGappGebbeGeebGeweGiebeKiepeJippKipp. Gen. JabesJabbenKebenJebensJippen. Patr. A. JappingGiebing.

Vklf. (i) Gebi: Giffey. (l): GabelGäbele; GebellGeppelGiebel. (l + n): Gäbelein. (k): GabckeGebeckeGeweckeGeffkeKiepke. Gen. GebkenGeffken.

Gab-, Gäb- s. Gab (V., einst. K.).

Gabbe s. Gab (einst. K.).

Gaberler südd. Patronym. von Gabriel.

Gade, Gäd- s. God (einst. K.).

Gafner III. ein berner Geschlecht = „Hüttenmann“, vgl. in Wallis das Geschlecht zen Gafinen „bei den Hütten“ aus capanna, in der lingua rustica = Bauernhütte, Sennhütte — dah. franz. cabane, engl. cabine (Gatschet, Ortsetymolog. Forschungen).

GAID I. langobard. gaida, angels. gâdu „Lanzenspitze.“

FN. Gaiduald: KeudellKeutel.

Einstämmige Kürzung Gaid-.

Gaido: GeideGeithKeith.

Vklf. (z): Keitz.

Zweistämmige Kürzung Gaidb-.

(Geibo): Geib. Vklf. (l): GeibelKeibel. (Oder zu Gib.)

Zweistämmige Kürzung Gaidm-.

(Geimo): Geim (Vklf.) (k): Geimecke.

GAIL I. ahd. gail, keil, mhd. geil „mutwillig, übermütig, lustig“ (Stammwort für ital. gala, franz. galon Borte und galant).

FN. Geilhard: KeilertGeiler, Gayler.

Einstämmige Kürzung Geil-.

Gailo, Keilo, Gelo: Gayle; GeilKeilGehlJehle. Patr. A. Keiling.

Gailin: Gehlen.

Vklf. (k): GeilichKeilig.

Gaißer III. ahd. geiȥâri „Ziegenhirt“.

Gallus II. lat. der „Gallier“; d. h. Gallus, Irländer von Geburt, Gründer der Abtei St. Gallen in der Schweiz, gest. 646.

FN. Galle; Gall.

GAMAL I. zu nord. gamal, angels. gamol „alt“.

FN. Gamalheri: GammlerKammlerKämmler.

Einstämmige Kürzung Gamal-.

(Gamalo): GammelKammel.

Gambsjäger III. süddeutsch „Gemsenjäger“.

GAND I. vielleicht auf altnord. gandr „Werwolf“ zu beziehen.

FN. Ganthar: GanterGenther. Gen. Genters.

Gandaricus: GandrichGenderichGennerichJennrich.

Gandulf: Gandolf.

Einstämmige Kürzung Gand-.

Ganto, Canto, Gento: GanteKantJenthoGenthe (Gentemann).

Vklf. (l) Cantulo: GendeleGentelKentel. (k): Gantke. (z): GantzKantzGenzGentzsch. Patr. Zss. Genzensohn. (z + l): GanzelGentzelGensel. (z + k): Ganzke.

Zweistämmige Kürzung Gandb-.

(Gampo): Gamp.

Vklf. (l): Gempel.

GANG I. zu got. gaggan, ahd. gangan „gehen“, angels. gang, altnord. gangr „heftiger Andrang, Ansturm“.

FN. Gangerih: Gengerich.

Gangulf: GangwolfGangeloff; Gangloff; Gangauf.

Einstämmige Kürzung Gang-.

Gange: Genge; Gäng.

Vklf. (i) Gangi: Gangei. (l): Gangel.

Auslautend (10 mal Först.).

-gang: Wittgang.

Gans III. zu den Tiernamen. Frideric. cognom. Bradegans 13. Jh. Klempin: Valegoeß.

FN. Gans. — Riedgans. Schneegans. Wildegans. — Gänswürger.

Gant- s. Gand.

Gantenbrink III. der „Gänserichsbrink“, vom niederd. Gant, ahd. ganazo. mhd. ganze Gänserich.

Gantz-, Ganz- s. Gand.

Gapp- s. Gab (einst. K.).

GAR I. ahd. kêr, gêr, mhd. gêr, angels. gâr „Ger, Wurfspeer“.

FN. Garibald: Gerbald; Gerbet; Gerbel.

Garibert: GarberGerbracht; Gerbert. Gen. Garbers. Patr. A. Gerberding.

Gerbodo: GarbadeGerbode; Gerboth; Gerpott.

Gerbrand: Gerbrandt. Gen. Garbrands.

Garehard: Gerhard; GerardGörhardt — zsgz. Gehret; Gehrt (Geertmann). Gen. Gerhards; GerardsGerdesGeerdtsGerriets (fries.). Zss. Gerdesmeyer. Patr. A. Gerding. Patr. Zss. Gerdsen (ostfries.) — Gerritzen (Kleve) — Görritzen (schlesw.) — Geertsema; Gerzema; Gersema (ostfries.).

Gerland: Gerland.

Gerleip: Garlepp; Garleb; GarlippKarlipp — umgedeutet Garlieb.

Gerolah (s. Laic): Garlich; Garlach; GarleiGerlich; GerlachGörlich; Görlach. Gen. Görlichs. Patr. A. Gerlacher.

Garaman: GarmannKarmannGehrmannGermannJerrmann.

Garimar: GarmerJarmerGermar; Germer. Gen. Garmers.

Germuot: Jarmuth. Vklf. Germotl (Gottschee).

Garimund: Germund.

Gernand: GernantGörnandt.

Gernot: Gernoth.

Garivald: Gerold; GerholdJerrold — zsgz. GerltGöraldt. Gen. Garrelts (ostfries.) — GerholzGerrelts.

Gerawig: Gerwig.

Garuin: Gerwin (lat. Gervinus); JerwienKerwien.

Garulf: GarleffKarlaufGerloff; GerlhoffGrolf (Gottschee). Gen. GarrelfsGraalfs (beide ostfries.).

Einstämmige Kürzung Ger-.

Gero, Kero: GehreKehr. Gen. Geers; GeerenKahrsKehrenGören. Patr. A. Gehring, Jhering; GehrungGöring; Göhrung.

Vklf. (l): Gerle. Gen. Gehrels (Oldenb.). Patr. A. GarlingGerling. (k): GarckeGericke; JerickeGehrke; Gehrigk; GehrichGörcke. Gen. Gerckens. Patr. A. Gerking. (z): GareisJahreisGeerz (auch Gen. zu Gehrt) — GarscheGersch. Patr. A. Gersching.

Zweistämmige Kürzung Gerb-.

(Gerbo): GarbeGerb. Gen. GarbsGerwes. Patr. A. Gerwing.

Vklf. (l): Gerbel. (k): Gerbig.

Zweistämmige Kürzung Germ-.

Germo: GärmeGerm. Gen. GermsKerms.

Auslautend (195 mal Först.).

-ger: Hilger.

-cher: Röttcher.

-ker: Hilker.

Garb- s. Gar (V., zweist. K.).

GARD I. got. gards, ahd. gart „Haus, Gehöft“. Gardulf.

Einstämmige Kürzung Gard-.

Patr. A. Garding: Gerting; Gertung.

Vklf. (l): Gardila: Gerdtell. Patr. A. Gertling.

Auslautend (113 mal, meist w. Först.).

-gardt s. Gart.

Gareis s. Gar (einst. K.).

Garl-, Garm- s. Gar (V.).

Garnjost II. III. s. Jodocus. Vgl. Gereke Gorenköper 1590 = Garnaufkäufer.

Garr- s. Gar (V., einst. K.).

Gart III. got. gards, ahd. garto, mhd. garte „Umzäunung; dann Wohnung; Garten“. Jetzt nicht bloß in zahllosen Garten-N., sondern auch für Städte und Dörfer gebräuchlich: in der älteren F. -gart, in der neueren -garten.

FN.  1)  Rosengart. Weingart. Baumgardt. Schöngardt. Thiergardt (auch Diergardt). — Vereinzelt Baumgarte.
2)  Baumgartenvon Paumgarten (österr.). von Hopfgarten. Weingarten.
3)  -gaard (dänisch): Knudsgaard. Möllgaard (beide in Nordschleswig).

Ableitung auf -er (oberd.):

    1)  -garter: Stuttgardter.
2)  -gartner: Baumgartner. Hirschgartner (O. Hirsgarten).

-garten, -gartner s. Gart.

Gärtner III. ahd. gartinâri, mhd. gartenaere, später auch gertanaere (doch noch im 15. bis 17. Jh. auch „gartner“) „Gärtner“ d. i. 1) einer, der den Gartenbau kunst- und zunftmäßig übt 2) Besitzer eines Hauses nebst kleinem Grundstück, aber ohne Feld (im östlichen Deutschland, bes. Sachsen, Schlesien).

FN. GärtnerGartner. Zss. Baumgärtner. Hopfengärtner. Weingärtner.

Gaspers s. Kaspar.

Gasser s. Gaß.

Gassert s. Gast.

GAST I. got. gasts, ahd. gast, mhd. gast „Fremdling, Gast“, bes. „fremder Krieger, landfahrender Recke“.

FN. Gastrad: GasterJasterGassert. Patr. A. Gesterding.

(Gastram): GastramJesstram.

Castricus: GestrichGöstrich.

(Gastolf): Gastolph.

Einstämmige Kürzung Gast-.

Gasto: Gaste; Gast. Gen. Gasten.

Vklf. (l): GastelJestel.

Auslautend (44 mal Först.):

Liudigast: Leidgast.

Gaß III. ahd. gaȥȥa, mhd. gaȥȥe „Gasse“. Sicher in Ortsbezeichnungen seit dem 10. Jh.; jetzt „Gassen“ in fast allen deutschen Städten, aber auch etwa 100 ganze bewohnte Örter auf -gasse, -gaß.

FN. Steingaß. Rothengaß. — Windgassen.

Ableitung auf -er (oberd.):

    1) -gasser: Gasser (vgl. Joh. in der gassun 1330). Adelgasser (bayr.). Breitengasser. Langgasser. Meingasser (Salzb.).
2) Gaßner.
3) -gesser: Borngesser (bayr.). Nungesser. Querengässer (alt Querngesser und Querchgesser — Koch, Saalfeld. FN.)
4) -geßner: Kirchgeßner.

Gau s. Gaw.

Gauckstert III. niederd. „Kuckucksschwanz“.

GAUD I. auf den Volksnamen der „Goten“ zu beziehen (Grimm, Gesch. der deutschen Sprache S. 308).

FN. Gauter: Gauder.

Gaudomar: Gaumer.

Einstämmige Kürzung Gaudo: GaudeGaut. Vklf. (k): Gaudig.

Gaue s. Gaw.

Gaugengigl III. mhd. gugelgige, guckengegel „Narr, Geck“.

Gauke s. Gaw.

Gaukler III. ahd. gougulâri, mhd. gougelaere zusammenfassender N. für mancherlei wandernde Künstler: „Zauberer, Taschenspieler; auch Schauspieler“.

Gaum s. Gund (zweist. K.).

Gaumer, Gausrapp s. Goz.

Gausepohl III. niederd. „Gänsepfuhl.“

Gaut s. Gaud.

GAW I. got. gavi, ahd. gawi, mhd. gou „Gau“, die uralte, auf Staats-, Gerichts- und Heerwesen bezügliche Unterabteilung der deutschen Volksstämme.

FN. Gawibert: Kaupert.

Gawiman: GoymannGöhmann.

Einstämmige Kürzung Gau-.

Gawo: Gaue; Gau.

Vklf. (l): Gaul. (k): Gauke. Gen. Jaukens.

Gayer s. Geier.

Gayl- s. Gail.

Geb- s. Gab (V., einst. K.).

Gebauer III. (Ton auf der zweiten Silbe) 1) mhd. gebûr „Nachbar“ 2) mhd. gebûre „Bauer“. Cunrad Gebur 1304.

FN. Gebauer; Gebauhr. Zss. Großgebauer. Halbgebauer. Neugebauer; verderbt Neigebaur (Nygebüre 1385).

Gedicke s. God (einst. K.).

Geeb s. Gab (einst. K.).

Geelhaar III. „mit gelbem (blondem) Haar“.

Geelhood s. Hut.

Geer- s. Ger (V., einst. K.).

Geff- s. Gab (V., einst. K.).

Gehl- s. Gail.

Gehr- s. Gar (V., einst. K.).

Geib- s. Gaid.

Geide s. Gaid.

Geier III. zu den Tiernamen. „Die v. Geyer stammen von einem altkölnischen Geschlechte, das von seinem Hause „zum Geyer“ de Vulture in der Rheingasse den N. Gyr angenommen, auch einen Geier im Wappen führte. Sie erkauften 1716 die Schweppenburg von den von Loen, daher G. von Schweppenburg“. (Rheinischer Antiquarius).

FN. Geier, Gayer; Geyr.

Geil- s. Gail.

Geim- s. Gaid (zweist. K.).

Geiß, Geis- s. Gis.

Geisel-, Geißel-, Geisl- s. Gisal.

Geith s. Gaid.

Geldmacher III. sehr modern klingender N., an das amerikanische make money erinnernd; jedoch wohl = „Münzer“, bes. Falschmünzer.

GELF I. ahd. gelf „lautes Schallen“; altsächs. gelp „trotzige Rede“ dem Feinde gegenüber. (Vgl. Hildebrandslied u. Nibelung.)

FN. Gelfrât: Gelfrat; GelfertGölfert.

Einstämmige Kürzung Gelf-.

Vklf. (k): Gelpke.

Gelhaar III. „Gelbhaar“. Gelbe, blonde Haare galten bes. auch in der ritterlichen Zeit als Schönheit.

Gellert s. Gisal.

Gelp- s. Gelf.

Gelzer III. „Viehverschneider“ (von gelzen). Auch Gölzer.

Gemeinhardt III. „Gemeindehirt“.

Gempel s. Gand (zweist. K.).

Gen- s. Gand.

Geng- s. Gang.

Gensfleisch III. eine alte angesehene Patrizier-Familie zu Mainz. Frielo G. hatte im 14. Jh. die Erbtochter Elsa, von dem alten Geschlechte derer zum Guttenberge, geheiratet und dessen Güter den seinigen hinzugefügt. Sie wohnten im Hofe zum Guttenberge am St. Christoffels-Kirchhofe, und hier wurden ihnen zwei Söhne geboren: Frielo und Henne (Johannes), der letztere, der berühmte Erfinder der Buchdruckerkunst, wahrscheinlich 1397.

Gensterblom III. (Mainz) „Ginsterblume.“

Gentsch s. Gand.

Georgius II. griech. der „Landbauer“; der h. Georg, welcher angeblich unter Diocletian gelebt hat, Patron der Ritterschaft (S. 25).

FN. Georgius. Gen. (lat.) Georgii, gewöhnl. zsgz. Georgi.

Mit Kürzung im Auslaut: GeorgesJorges (od. Genet.?) — George; Georg (Zss. Kirchgeorg) — Görg; JörgJürge. — Girg (Wien). Gen. Görgen (Domgörgen); GörgesJorgasJürgaß (Jurges 1434) — Jürgens; Jürriens; JürrensDjuren (fries.). Patr. A. Görger (Karlsruhe, Fröhn.); Jörger. Patr. Zss. GeorgensohnJürgensenJirgensohn.

Vklf. (l): Görgel.

Gep- s. Gab (V., einst. K.).

Ger- s. Gar (V., einst. K. — bei Gerb- und Germ- auch zweist. K.).

Gerathewohl III. Satz-N. „gerate wohl.“

FN. GratwohlGerothwohlGrothwohl.

Gerber III. mhd. garwer, gerwer „der das Leder gar macht, zubereitet“.

FN. Gerber. Zss. Rothgerber. Weißgerber (mhd. wîzgerwer). Splittgerber, in älterer F. Splittegarb.

Gereut III. mhd. geriute „durch Reuten urbar gemachtes Stück Land.“ Häufiger ON.

FN. Vom Greuth. Am Grüth. Greuter. Grüter. Greutmann.

GERN I. got. gairns, ahd. mhd. gern „begierig“, mit Bezug auf die ungestüme Kampflust der Germanen. Gernolt.

FN. (Gernhard): Gernerth; Gernet.

(Gernheri): Gerner.

Gerngroß III. Cunrad Gerengroz 1333. Noch jetzt appellativ: ein „Gernegroß“.

Gerr- s. Gar (V.).

Gert- s. Gard.

Gerw- s. Gar (V., zweist. K.).

Geselbracht s. Gisal.

Geselle III. ahd. gisello mhd. geselle urspr. „Hausgenosse“ (von sal Haus), dann „Gefährte, Freund“, auch „Gehülfe“ bei einer Arbeit. Heinrich Geselle 1300.

FN. GesellGsell (südd.; Peter Gsell 1492 Augsb.). Gsöll (Wien). Lat. Gsellius.

Zss. Frischgesell. Gutgesell. Liebergesell. Taggesell. Obergsell (südd.).

Geske s. Gis.

-gesser s. Gaß

Geßler s. Gisal.

Geßmer s. Gis.

Gest- s. Gast.

Geßwein s. Gis.

Gevers s. Gab (V.).

Gew- s. Gab (V., einst. K.).

Geyr s. Geier.

Geys s. Gis.

Gieb- s. Gab (V., einst. K.).

Giefers s. Gab (V.).

Giegengack III. Spottname für „Bierfiedler“.

Giehl-, Giel s. Gisal.

Gier- s. Gir.

Gies- s. Gis.

Giesel-, Gießel- s. Gisal.

Gießenbier s. Bier.

Giffey s. Gab (einst. K.).

Gilb- s. Gisal.

Gildemeister III. „Vorsteher einer Gilde“. Auch Gillmeister.

Gill-, Gilmer s. Gisal.

Gilles, s. Aegidius.

Gipp- s. Gab (V.).

GIR I. ahd. girî, kirî, mhd. gir „Begehren, Verlangen (nach Kampf?)“ nicht sicher von gar zu trennen.

FN. Girart: Gierhardt — zsgz. Girth.

Girannus: Gieram.

Giroald: Kirwald.

Girulf: GierloffKierulff.

Einstämmige Kürzung Gir-.

Giro: GiereKier. Gen. Gieren; GiersKiersGiersch. Patr. A. Giering.

Vklf. (l): GirlGierl. Patr. A. Gierling. Gen. Girlings. (k): Giercke; Gierig; Gierach.

Girg s. Georgius.

Girschner s. Kürschner.

GIS I. mit Gais und Gar „Speer“ verwandt.

FN. Gisbert: GiesebrechtGisbrecht; Gisbert. Gen. Gisbertz.

Gisibrand: Gisebrandt.

Gisher: GieserKieser.

Gisaleicus: Kieslich.

(Giseman): Giesmann.

Gisemar: GeysmerGeßmer.

Gissold: Gieswald; Gieshold.

Gisoin: GiesweinGeßwein.

Gisulf: Geislauff.

Einstämmige Kürzung Gis-.

Giso, Kiso: GieseKiese; KießKißGeyso; GeißGese (Gesemann). Gen. Geisen. Patr. A. GiesingGissing.

Vklf. (i): Gisi; Gysi (schweiz.). (k): GieseckeGeske. Patr. A. Gieseking. (l + n): Kißlin.

Auslautend (116 mal Först.).

-gis: Maingis.

-gies: Ortgies.

-geiß: Adelgeiß.

GISAL I. ahd. gîsal, kîsal, mhd. gîsel „Geisel“ (Kriegsgefangner). Gisal zsgz. Gill- (so Gilla = Gisila im Polypt. Irmin. S. 50, Gillebert für Gislebert Pertz Monum. VIII).

FN. Gisalbreht, Gilpreht: GießelbrechtGisselbrechtGeißelbrechtGeselbrachtGilbrecht; GilbertKilbert. Gen. Gilbers.

Gisalhart: GeiselhardtGeißelhardGillertGellert.

Gisilhar: GieselerKieselerGeiseler; GeislerGeßlerGiehlerGiller.

Gisalmar, Gilmar: GilmerKillmer.

Gisalolf: GeislauffGiehloff.

Einstämmige Kürzung Gisal-.

Gisilo: GieselKieselKießel — Gissel — Geisel; GeisleGeißelGiel. Gen. Gielen (niederrhein.). Patr. A. KieselingKießling.

Gissel- s. Gisal.

Glaser III. mhd. glaser — auch mit Umlaut (so im KB. noch im 17. Jh. öfters der Gläser, weibl. Gläserinne).

FN. GlaserGläser.

Mit dem n der schwachen Bildung „gleßner“ (in einer hessischen Urk. von 1537 Hoffm.) FN. GlaßnerGläßner.

Gläser, Gläßner s. Glaser.

Glau- s. Glaw.

GLAW I. got. glaggvus, ahd. glau, klau „scharfsichtig, einsichtsvoll“.

FN. Glauperaht: Glaubrecht; GlaubrechKlauprechtGlubrecht. Gen. Klubertz.

(Glauhart): Glauert.

(Glawold): Klauhold.

Einstämmige Kürzung: GlaueKlaue.

Glöckner III. mhd. glockenaere.

FN. GlöcknerGlockner. Auch GlockerGlöckler. Niederd. Klöckner.

Glöde, Gloth s. Hlod (einst. K.).

Glubrecht s. Glaw.

Gluth s. Hlod (einst. K.).

Gnörich s. Knod.

Göb-, Gobb- s. God (V., zweist. K.).

Göbbel s. God (zweist. K.).

Gobert s. God (V.).

Gock-, Göck- s. God (einst. K.).

GOD I. got. guth, gud, ahd. got, kot, mhd. got „Gott“.

FN. Godebald: GoppeltKoppoldKobbeltKobelt.

Godabert: Gottbrecht; GottbrathGobbertGobertGöppert.

Godafrid: GottfriedGöttfriedGoffarthGoffreyGöpfertGöbfardtGöfert.

Gotahard: GodehardGoddardGotthardt; GottertGödertGöttert — zsgz. GohrtGördt. Gen. Gödderz.

Godehar: GoderGotterGöderGöther.

Godolef: Gottlieb (umgedeutet). Gen. (zsgz.) Jolfs.

Godolec: Gottlack; Gottlick; GottlichGöttlich.

Gotrat: Gorath.

Godoscalcus: Gottschalck; Gottschalch (g); Gottschall.

Godedanc: Goddang.

Gotadeo: Kodei (oder aus Kodag).

Godovald: GottwaldGotthold (soweit aus Godold umgedeutet) — Godelt; GodetGödelt.

Goduin: GottweinGowinJowien.

Godulf: KottlofKolloff.

Mit Erweiterung durch l:

Godalhard: Gollhardt; Gollert.

Godelmar: GollmerKollmer.

Sämtliche Sproßformen s. Anhang 1.

God-, Göd- s. God. (V., einst. K.).

Göddertz s. God (V.).

Göens s. God (einst. K.).

Goethe I. s. God (einst. K.).

Goff- s. God (V.).

Gögg- s. God (einst. K.).

Gogrewe III. „Gaugraf“ s. Graf.

Gohl-, Göhl- s. God (einst. K.).

Göhmann s. Gaw.

Gohrt s. God (V., Gotahard.).

Göhrung s. Gar (einst. K.).

Gök- s. God (einst. K.).

Göker (1536: de Godeker = Godeking) s. God.

Goldammer III., auch Goltdammer zu den Vogel-N. (emberiza citrinella).

Goldfinger III. der vierte Finger der Hand, an welchem der Goldring getragen wird.

Göldner III. „Vergolder“ (Reichel, Gewerbe im steirischen Marburg 13.-15. Jh. Goldner).

Goldsticker III. einer der „mit Gold stickt“. Verderbt: Goldstücker.

Gölfert s. Gelf.

Goll- s. God (einst. K., erweit. V.).

Göll s. God (einst. K.).

Golzer, Gölzer s. Gelzer.

Gom-, Gon-, Gön- s. Gund (V.).

Göpel s. God (zweist. K.).

Göpfert, Göpp-, Goppelt s. God (V.).

Gör- s. Gar (V., einst. K.).

Gorath, Gördt s. God (V.).

Gorg-, Görg-, Gorius s. Georgius.

Görres, Gorrissen s. Gregorius.

Gos-, Gös- s. Goz.

Gos III. niederd. „Gans“, in Zss. wie Gosebruch (halbverhochdeutscht) = Gänsebruch, Gosemeyer u. a.

Gosch-, Göschke s. God (einst. K.).

Goss-, Gössel s. God (einst. K.).

Gossenbrod III. „warmes Brot mit Fett begossen“, eine Lieblingsspeise alter Zeit (S. 47). Marquard Begoȥȥenbrot 1321.

Gösser, Gossert s. Goz.

Göstrich s. Gast.

Goth-, Göt-, Gotsch, Götsch- s. God (einst. K.).

Gott-, Gött- s. God (V., einst. K.).

Gottbehüt III. Satz-N. „Gott behüte!“.

Gottgetreu III. deutliche eigenschaftswörtliche Zss.

Gottschey III. (Wien) „einer aus Gottschee.“

Gottwalts III. Satz-N.: „Gott walte es!“ Auch Waltigott.

Gotz-, Götz- s. 1) God (einst. K.). 2) Goz.

Gowin s. God (V.).

Goymann s. Gaw.

GOZ I. mit Gaud zusammengehörig und auf den Volksnamen der Goten zu beziehen.