FN. Kopf vgl. Chono der Chophe 1175. Ulric. der Chopf 1225.

Mannigfache Zss., sämtlich wohl in dem Sinne des Körperteils: Breitkopf. Großkopf. Hartkopf; halbniederd. Hardekopf. Krauskopf; niederd. Kruskop. Rothkopf. Ruhkopf (halbniederd. = Rauhkopf). Schönkopff. Schwartzkopff Weißkopf; niederd. Wittkop. Wullkopf; niederd. Wullkop —

nach Tieren (z. T. vermutlich durch Häuserzeichen vermittelt, aber auch durch Flurnamen): Hönerkopf (halbniederd. = Hünerkopf). Ochsenkopf; niederd. Ossenkopp. Rehkopf. Rindskopf. Roßkopf. Schellkopf. Wedderkop. Welskopp —

nach Pflanzen: Mohnkop und Mahnkopf.

Köpke s. Jacobus.

Kopmann s. Kaufmann.

Kopperschmidt III. (niederd.) „Kupferschmied“.

Koppold s. God (V., Godebald).

Körber III. „Korbmacher“. Auch Korber.

Kord- s. Kun (V.).

Korn III. got. kaurn, ahd. mhd. korn „Fruchtkorn, Getreidekorn“ (mundartl. = Roggen).

FN. Korn. Zss. Fernkorn, Viernkorn vom Eigenschaftsw. fern „vorig“ (Firnewein u. a.). Gerstenkorn. Grünkorn. Haferkorn; Haberkorn (Ruprecht Haberkorn 1385). Hirsekorn; Hirschkorn. Klöwekorn (Spaltkorn, in welchem Sinne? oder imperativisch = Haarspalter vgl. Klövesand — Pott). Pfefferkorn (Walcher Phefferkorn 1282). Senfkorn (Ev. Matth. 13, 31). Sommerkorn. Weitzkorn.

Kornbluhm III. deutlicher Pflanzen-N. (centaurea cyanus).

Kornbrust s. Probst.

Körner III. 1) vom got. quairnus, ahd. quirn, mhd. kürn Mühle, also „Müller“ 2) von Korn: „Kornkäufer“ 3) = Kordener, Körtener patronym. zu Konrad (Preuß 17).

FN. KürnerKirnerKörnerKerner — selten noch in der älteren Form Querner. Zss. Körnerknecht („Mühlknappe“).

Kornmesser III. mhd. kornmeȥȥer „vereidigter Getreidemesser“, ein öffentlicher Beamter.

Kort-, Kört- s. a) I. Kun (V.) b) III. nied. = kurz, in Kortenkamp u. a.

Kortum III. niederd. „kurz um“, nach dem Bremer Wörterb. ein kleiner, hurtiger Mensch. Auch Kortüm.

Kos- s. Goz (V.).

Köster- s. Küster.

Kostezzer III. (Zürich) „einer aus Konstanz“ (gesprochen: Kostetz — Tobler-M.).

Kothe a) I. s. God b) III. geringeres Bauernhaus, urspr. ohne Feld und Hofstätte, nur mit einem Garten; es ist dann freilich auch vielfach etwas Land mit solcher Kothe vereinigt worden, doch nicht bis zu einer vollen Hufe. Hauptsächlich niederdeutsches Wort, auch in ON. ziemlich häufig: -kathe, -kathen, -kothen, -kotten.

FN. Kothe (auch Kothé — das é soll die betreffende Familie für schweres Geld vom Landesherrn erstanden haben, s. Pauli II, S. 5).

Zss. Roßkoth. — Hollkott. Oldenkott. Weskott. Horstkotte. — Geilenkotten. Vierkotten. (Henricus Bernekotte Köln. Univers. Matr. 1390). — KothmeyerKottmeyerKothmüller.

Köther III. „Inhaber einer Kothe“.

FN. Köther. Zss. Buschköter (der K. in dem Busche). Eikenköter (Hannov.). Leimköter (doch wohl = Lehmk.). Auch der N. Fetköter gehört hierher, wie die Nebenff. Vettkötter (Vegesack) und Fettkotter beweisen.

In Nordost-D. heißt die Kothe: Kathe, Kathen, daher: Käthner; Kathmann — in Westfalen Kotte, daher „Kötter“ (s. Immermann Münchhausen III, 56: „daß ich den Halbhüfner, den Kötter und wer es sonst sein mag, jeden nach seiner Gebühr nennen muß“). In dieser F. ist das Wort reich an Zss., die alle in Westfalen heimisch sind:

FN. Baumkötter. Berkenkötter. Buschkötter. Feldkötter. Flurkötter. Grundkötter. Heitkötter (Haid-). Holtkötter. Horstkötter. Kampkötter. Kuhlenkötter. Marschkötter. Ostenkötter. Pohlkötter. Rietkötter. Sandkötter. Strotkötter. Vennekötter. Winkelkötter. Wieskötter — sämtlich wohl nach der Wohnstätte benannt, während Jacobskötter, Mörtenkötter Zss. mit den VN. Jacob, Martin sind.

Anderer Art sind Neukötter. Hundekötter (vgl. den niederd. Maler Hondekoeter). Schniederkötter. Schultenkötter (der K. des Schulzen). Schüttenkötter.

-köter s. Köther.

Kott- s. a) I. God (V., einst. K.) b) III. Kothe.

-kott, -kotte, -kotten s. Kothe.

-kötter s. Köther.

Kottlof s. God.

Kotz- s. 1) God (einst. K.) 2) Goz.

v. Kotzebue III. von dem altmärk. O. Kossebau, früher Kossebu. (Adelslex.).

Kox s. Koch.

Krabat III. (Gottschee) „Kroat“.

Kracht s. Kraft.

Kradolfer III. „einer aus Kradolf“, urspr. Kradorf (Thurgau).

KRAFT I. ahd. mhd. kraft „Kraft; Heeresmacht“.

FN. Kraftheri: Krefter.

Einst. Kürzung Craft, Craht: KrafftKracht. Patr. A. Krefting.

Krägen- III. mhd. krâ, kraeje, kreie „Krähe“ in Zss. wie Krägenbrink.

Kramer s. Krämer.

Krämer III. ahd. chrâmâri, mhd. krâmaere, krâmer, kraemer der „Krämer“, Kleinhändler, im Gegensatz zum „Kaufmann“, der mehr den Großhändler bezeichnet. Dem Krämer fiel zum Handel alles anheim, was „Pfennigsgewerbe“ war. (Schon 1175 Chunrad Chramar).

FN. Krämer, Cremer — Kramer, Cramer. Gen. Kramers (niederrhein.). Zss. Eisenkrämer.

Krahn, Krohn III. mittelniederd. krân, krôn „Kranich“.

Auch in Zss.: Kranepohl u. a.

Kranefuß III. „Kranichfuß“. Auch Krohnfuß.

Kranewitter III. vom ahd. khranawitu „Wacholder“. ON. in mannigfachen FF. Entstellt in Kronawetter; Kronebitter; Kronenbitter (Steub).

Kranich III. der bekannte Zugvogel. Vgl. franz. Lagrue. 1) Hauszeichen (S. 61) 2) Eigenschaft bezeichnend, namentlich die Schlankheit (S. 49).

Kranold s. Hraban.

Kranz III. mit den Zss. Maikranz (S. 45, doch auch ON.). Rautenkranz. Rosenkrantz (auch ON.).

Vklf. KränzleinKränzl.

Kratz-, Krätzel s. Pancratius.

Kraume s. Hrom.

Kraus, Krauß III. 1) s. Krause 2) der „Krug“; so namentlich in der Zss. Steinkrauß „Steinkrug“.

Krause III. von dem Eigenschaftsw., der „Kraushaarige“ (Crispus). Hainrich der kruse 1304 (S. 50).

FN. Krause; Kraus (letzteres süddeutsch, z. B. in München 1876: 44 mal Kraus und Krauß, Krause nur 3 mal, dagegen in der Preuß. Rang- und Quartierliste von 1874 Krause 50 mal, Kraus (Krauß) nur 4 mal).

Niederd. Kruse, Cruse. — Latinis. Crusius.

Kraushaar III. = dem Vorhergehenden. Volz von Nüwenegge den man da nemmet Crushar 1347 (Bacm.). In demselben Sinne Krauskopf.

Kräuter III. „Gemüsegärtner und -Händler“ (auch Apotheker). Niederd. Krüdener (Crudiner 13. Jh.).

Krautwig s. Hrod (V.).

Krawath III. „Kroat“. Auch Krabot.

Kreft III. (mit langem offenem e) niederd. = Krebs. (Hans Krewet 1473). Auch Krebsscher findet sich als FN.

Kreft- s. Kraft.

Krege, Kreie III. mhd. kraeje, kreie „Krähe“, in Zss. wie Kregenbrink, Kreienkamp, Kreymeyer u. a.

Kreikenbaum III. (halbniederd.) mhd. kriechenboum von krieche d. i. schlechte Pflaume.

Kreiser III. „Feldhüter“ (z. B. in Hessen).

Kreith III. = Greut, Gereute von „reuten“; Kreitmeyer = Greutmaier (Steub S. 13).

Krempelsetzer III. zur Tuchmacherei gehörig (Krempel = Wollkamm).

Krestel s. Christianus.

Kretschmer III. mitteld. crecimer, aus dem slaw. karczmarz „Schenkwirt“, bes. in Schlesien, Posen, der Lausitz, wo auch die Dorfschenke „Kretscham“ heißt. Seit dem 14. Jh. von Osten her bis nach Thüringen und weiter verbreitet, im 16. Jh. z. B. Luthern ganz geläufig, jetzt zurückgewichen und auf die östlichen Grenzländer beschränkt.

FN. Kretschmar, Cretzschmar (mit Bewahrung des ursprüngl. a); KretschmerKretzmer. Auch Kretschmann.

Kreuchauff III. Satz-N. „Kriechauf!“

Kreunert s. Gron.

Kridewiß III. „kreideweiß“.

Kriechenbaum III. mhd. krieche, niederd. krike „Schlehenpflaume“. Auch KriegbaumGrichbaum. Kriebaum (zu dem Kriechbovme 1449).

Kriegner III. „einer aus Kriegen“ (Österr.).

Krim- s. Grim.

Kring- s. Hring.

Krist- II. s. Christianus.

Kröger s. Krüger.

Krohn s. a) I. Gron b) III. Krahn.

Krohnfuß s. Kranefuß.

Kroll s. a) I. Hrod (einst. K.) b) III. „gekräuselt“ vgl. niederd. Krulle „krause Haarlocke“.

Kroloff s. Hrod (V.).

Krom-, Kröm s. Hrom.

Kron III. a) in Adels-N. von dem Hauptw. „Krone“: v. Abercron. v. Ohlen u. Adlerskron — dagegen

b) von „Kranich“, niederd. kran, kron in: Kronbiegel (Kranichbühl, vgl. Kronschnabel, Crohnsnest). Kronemeyer. Kronfuß.

Kronawetter, Kronenbitter s. Kranewitter.

Kroner, Krön- s. Gron.

Kronymus s. Hieronymus.

Kropp s. Hrod (zweist K.).

Kröter s. Hrod (V.).

Krüdener s. Kräuter.

Krudewig s. Hrod (V.).

Krudup s. Hrod (Hrodulf).

Krug III. in vielen ON. Zss. Fahrenkrug; Fahrenkrog. Niederd. Krog in Krogmann.

Krüger III. mhd. krüeger „Schenkwirt“ (auf dem Lande).

FN. Krüger, Crüger; Krieger (bayr. österr. vgl. Hiebner). Zss. Altkrüger. Fahrenkrüger. Heidkrüger (der Besitzer des Heidekruges). Niederd. Kröger. Zss. Buschkröger.

Krukemeyer III. s. Hrod (Chrodico).

Krumbiegel, Krumbügel s. Bühel.

Krunert, Krün- s. Gron.

Kruse s. Krause.

Kruskop III. niederd. „Krauskopf“ (s. Kopf).

Kruttge s. Hrod (einst. K.).

Krutwig s. Hrod (V.).

Krystians s. Christianus.

Kübler III. 1) Verfertiger von Kübeln. „Bötticher“ 2) „Häusler“, = Köbler (Franken und Oberpfalz).

Kuchen III. in mehrfachen Zusammens.: Eierkuchen. Pfannkuche. Pustkuchen (Aschenkuchen). Matzkuchen (die ungesäuerten „Matzen“ s. Matzbecker).

Kuchenbeißer III. vgl. Fleischfresser.

Küchenmeister III. magister coquinae, vornehmere Bezeichnung für Koch.

Küchler III. „Kuchenbecker“.

Kuckuck III. ON., (10 mal Rud.). Auch Kukuk.

Küfer III. mhd. küefaere 1) der „Kufen und andere große Gefäße macht“, daher auch Großbinder und Schwarzbinder genannt, zum Unterschiede von den Kleinbindern, Weißbindern oder Rotbindern, welches die gemeinen Bötticher sind. 2) „Diener und Aufwärter in großen Kellereien“, bes. in Weinkellern und Weinhäusern.

FN. KuferKüferKöfer — (mit der mittel- und oberdeutschen Aussprache des ü) Kiefer.

Mit dem n der schwachen Bildung: KufnerKüffner.

Niederd. KüperKöper. de Kuyper (Rheinbach). Gen. Kuypers (Geldern).

Kugel III. ahd. cucula, mhd. kugele, gugel, kogel, vom lat. cucullus „Kappe, über den Kopf zu ziehen, Kapuze“.

FN. LeinekugelLinnekugel, auch Linkogel, Linnekuhl, Linnenkohl; daraus umgedeutet Lindenkohl. Reifenkugel; Riefkohl. Rothkugel; niederd. Rodekogel — entstellt Rodenkohl. Wittkugel. Schlapkohl.

Kühfaber III. entstellt aus Kiffhaber s. Haber.

Kuhle III. niederd. „Grube“; in Ortsbezeichnungen.

FN. Goldkuhle. Lehmkuhl (O. Lehmkuhle). Leimkuhl. SandkuhlSandkaul. Silberkuhl. Voßkuhl. Zss. Kuhlmann. — Kulenkamp.

Ableitung auf -er (bes. westfälisch):

Buschkühler. Flaßkühler (Flachs-). Lehmkühler; Leimkühler. Sandkühler. Steinkühler.

Kuhl-, Kulb-, Külb- s. Kol.

-kühler s. Kuhle.

Kuhn-, Kühn- s. Kun (V., einst. K.).

Kühnapfel III. verderbt aus Kienapfel, wie Kühnbaum aus Kienbaum.

Kuhr- s. Kun (V.).

Kükenbiter III. niederd. „Kükenboißer“, ein kleiner Raubvogel.

Kummer, Kümm- s. 1) Gund (V.) 2) Kun (V.).

Kümpel s. 1) Gund (zweist. K.) 2) Kun (V.).

Kümpers s. Gund (V.).

Kumpfmüller III. „Besitzer einer oberschlächtigen Mühle, deren Schöpfrad mit Kümpfen (Sohöpfeimern) versehen ist“.

KUN I. 1) got. kuni, ahd. kunni, chunni, mhd. künne „Geschlecht, Sippe“ (lat. genus) 2) ahd. kuoni, chuoni, mhd. küene „kühn“.

FN. Chunipald: KümpelKümmel.

Chuniger: KönigerKönkerKeuncker.

Chunihard: Kunhardt; Cunardt; Kuhnert; Kuhnat; zsgz. KuhntKunnertKühnertConard; KohnertKöhnertKaunert. Gen. Konertz Patr. A. Conerding.

Chunihari: KunerKühnerKoner. Gen. KuhnersConers. Patr. A. Conring.

Khunemar: Kummer. Vklf. (l): KümmerlKimmerle (schwäb.).

Kunimund: KunimundKühnemund.

Chunrad, Chuonrat: KunrathConrath; Conrad — zsgz. KuhrtCurt (latinis. Curtius) — Korth, KoordtKorteKörte —

mit den Zss. CurtmannCordemannKortmannAckerkurt; Großkurth; JungcurtMühlenkord; SchäferkordKordvahr (1640: Kortvader) —

KauertKauerKuhrKohr. Gen. Conradts, KonradsKoenraads (sprich: Kôn-, ostfries.) — CurdesKordesKoerts (ostfries.) — Kohrs, CoersKauers. Patr. A. KörtingKöhringKauringConradter. Patr. Zss. CordsenCorssen.

Cunirih: Kühnreich.

Kuniald: Kunwald, KunoldKünold; Kühnelt; Kühnhold. Gen. Köhnholz.

Einstämmige Kürzung Kun-.

Kuno, Chuono, Cono: Cuno; KuhneKühne; KhünKiehneKünneCone; KohnKöneKeune. Gen. Koens (spr. Kôns, ostfries.); Kohnen. Patr. A. KuningKünning. Gen. Könings (Cleve).

Vklf. (i): Kuoni (schweiz.), Kuny. (l) Chunulo: KuhnleKühnell; KühndelKienleKohnleKonle. (l + n): KühnleinKöhnlein. (k) Chunico: Kunicke; KunigKünneckeKönnickeKöhnkeKönigKöngKüngKeunecke. Gen. Könkes. (k + l): Kunigel. (z) Chunizo: KunitzKunzeCuontzConz. Gen. Kuntzen. Zss. KunzmannHoffkuntz; Jungkunz; SchmidkunzSchmidkonz. Oberkonz. (z + l): KunzelmannKüntzel; Künzli (schweiz.) — KienzleKintzle (Luxemburg) — Kinsele. Patr. A. Küntzling. (z + l + n): Künzlin.

Unorg. Bildung: KüntzerKüntzler.

Kün- s. Kun (einst. K.).

Kunt- s. Gund (V., einst. K.).

Kunz-, Künz- s. 1) Gund (einst. K.) 2) Kun (einst. K.).

Kuoni s. Kun.

Küper s. Küfer.

Küppenbender III. (Düren) „Küfer“ 1).

Kurbisch, Kurpis III. „Kürbis“.

Kürner s. Körner.

Kürschner III. mhd. kürsenaere, vom ahd. chursinna, mhd. kürsen „Pelzkleid“. In Mitteldeutschland (Sachsen) Kirschner gesprochen.

FN. Kürschner; in älterer F. Kürssener. KierschnerKirschnerGirschner (s. Förstemann Progr. S. 8).

Kürsten s. Christianus.

Kurt s. Kun (Chunrad).

Kurzhalz III. = Kurzhals (s. Hals).

Küssewetter s. Kiesewetter.

Küstenmacher s. Kistmacher.

Küstenpfennig III. Satz-N. „küsse den Pfennig“ (Geizhals). Auch Küssenpfennig.

Kuster s. Küster.

Küster III. ahd. custor, mhd. kuster aus lat. custos (templi), urspr. Hüter des Kirchenschatzes und der heiligen Geräte, dann der bekannte Kirchendiener, hauptsächlich im protestantischen Norden noch in Geltung.

FN. Küster. Gen. Küsters (Heinsberg). Zss. Küstermann. — Ohne Umlaut: Kuster (Kustermann); Kusterer (württ).

Vklf. Kusterle (Gottschee).

Niederd. Köster, Cöster; Coster (Jeverland). Gen. Kösters (Borken). Zss. Köstermann. Patr. A. Köstering (Lippe).

Mit dem n der schwachen Bildung KüstnerKöstner.

Küter III. ein „Hausschlächter, so in den Garküchen schlachtet“ (Frisch). In Pommern (Klemp. Kuter — „Kütertor“ in Stralsund), Brandenburg. „Wursthof“ oder „Küterhof“, ältestes bekanntes Berliner Schlachthaus im 16. Jh. bei dem Heiligengeist-Hospital.

Küttner III. „einer aus Kutten“ (Provinz Sachsen). Auch Kittner.

Kuttruf III. ein Trinkgefäß (S. 45).