[8]Vers 166.
Die Morgenländer bedienen sich des Oehles, statt der Butter, bei allen Arten Gebäckes.
[9]Vers 191.
Oberhaus, Oberzimmer — צלֹיח, ὑπενῷον — ein Gebäude von einem, oder ein Paar Gemächern, welches vom Dache hinauf, über der Hausthüre, oder über dem Vorhofe, oft auch rückwärts von einem oder dem anderen Ende des Hauses, empor ragt; zu welchem entweder von der oberen Gallerie, oder mittelst einer heimlichen Treppe, die in den Vorhof, oder auf die Straße führt, zu gelangen ist. Dasselbe dient zur Beherbergung der Fremden, zu stillen Betrachtungen, und Uebung der Andacht in ungestörter Einsamkeit. (Siehe Shaw Reis. S. 188. Niebuhr’s Reis. I. Theil 380 S.)
Zweiter Gesang.
[1]Vers 257.
Eine Art unsinniger Gottesverehrung der heidnischen Priester war die: sich mit Messern, Spießen und Geißeln zu verwunden. Plutarch bezeugt solches von den Priestern der Bellona in seinem Buche von dem Aberglauben und Lactanz in jenem von der falschen Religion. I. B. 21. Cap. — Tibull. I. B. 1. Eleg, von den Priesterinnen der Cybele und Lucian in jenem von der syrischen Göttinn.
[2]Vers 260.
Das Abendopfer wurde um drei Uhr Nachmittags in dem Tempel zu Jerusalem dargebracht.
[3]Vers 337.
Jesreel, eine Stadt, wo Achab im Sommer wohnte, lag fünf Stunden Weges von Samaria gegen Norden.
[4]Vers 349.
Jesaias 56. Cap. 8. Vers. —
Dritter Gesang.
[1]Vers 22.
Beerseba war eine Gränzstadt des Reiches Juda, im Süden von Israel.
[2]Vers 27.
Der Genistbaum, Genist (spartium genista), hat dichte Aeste, und gibt einen lieblichen Schatten.
[3]Vers 45.
Unter den verschiedenen Arten, das Brot im Morgenlande, besonders draußen im freien Felde, oder in Wüsten zu backen, ist die: daß man den bloßen Sand, oder kleine runde Gruben durch Feuer erhitzt, dieses dann wegräumt, den Teig in dünnen Fladen, in Gestalt eines Tellers, hineinlegt, ihn einige Mal umwendet, und dann mit erhitztem Sande, Asche und Kohlen zudeckt, bis er völlig gebacken ist. Das sind die Aschenkuchen צנות. — (Siehe Chardin Voy. T. 2. Thevenoth Voy. au Levant. Niebuhr etc.)
[4]Vers 58.
Der Berg Horeb macht die südwestliche Spitze des Berges Sinai aus.
[5]Vers 114.
Abel-Mehola lag an dem Berge Gilboa, zwischen Sichem und Bethesan.
[6]Vers 117.
Man verehrte den phönikischen Herkules, welcher hier Baal heißt, insbesondere durch Küsse auf den Mund. Dieß bezeugt unter anderen auch Cicero Lib. IV. in Verrem, Cap. 43.
[7]Vers 156.
Nach dem Mos. Gesetz war es nicht erlaubt, das, von den Vorältern ererbte Grundstück auf immer an Andere zu veräußern. III. Buch Moses 25. Cap.
[8]Vers 158.
Das Siegel des Morgenländers enthält seinen Nahmen. Man tunkt es in eine Farbe, und drückt es unter die Briefe statt der Unterschrift. — (Siehe Pococke I. Theil.)
[9]Vers 185.
(Siehe oben Anmerkung Mos. I. Ges. Anmerkung 7.)
[10]Vers 193.
Ramoth war eine Freistadt im Reiche Israel, auf der Ostseite des Jordans, im Stamme Gad, und gehörte den Leviten.
[11]Vers 200.
Dieser Prophet Micha muß mit jenem der zwölf kleinen Propheten nicht verwechselt werden.
[12]Vers 255.
Gilgal lag an der Westseite des Jordans, in der Ebene Sarone, zwischen dem Berge Gaas und dem mittelländischen Meere.
[13]Vers 273.
Zu Ekron, einer der fünf Hauptstädte der Philister, hatte ihr Abgott Baal-Sebub, der Mückengott einen Tempel, wo er als Schutzgott gegen die im Morgenlande so lästige Mücken und Fliegen verehrt ward. Bei den Alten hatte sowohl Zeus, als auch Herakles, den Zunahmen: απομὑιος, μύιωδης μῦιαγρος. Mückengott, Mückenjäger. — (Siehe Clemens Alex. in Protrept. Plinius L. X. — Aelian. Hist. Anim. L. V.)
[14]Vers 398.
Samum, ein heißer, schnell tödtender Wind in Afrika. (Siehe Tunisias Seite 326. Anmerkung.)
Elisa.
Erster Gesang.
[1]Vers 25.
Der König der Moabiter war seit der Regierung des Königs David ein Vasall Israels, und mußte jährlich einen großen Tribut an Vieh entrichten. Die Moabiter stammten von Lot ab, waren also verwandt mit den Hebräern, weßwegen es auch keine eigentliche Erbfeindschaft unter ihnen gab.
[2]Vers 104.
Im Morgenlande, wo im Sommer die trockene Witterung beständig ist, geht dem Regen stets ein heftiger Wind, oder Sturm vorher, besonders in den Wüsten. — (Siehe Russel’s natural history of Aleppo.)
[3]Vers 148.
Kir-Hareseth, die Hauptstadt der Moabiter, lag in einer gebirgigen Gegend, und hieß in der Folge bei den Arabern Carcha. (Abulfedae Syr.)
[4]Vers 165.
Sunem war eine, zwei Stunden vom Berge Tabor südwärts liegende, zum Stamme Isaschar gehörige Stadt.
[5]Vers 248.
Ueber die Sitte der Morgenländer, sich ohne Ende zu grüßen, wenn Bekannte auf dem Wege sich treffen, siehe Niebuhrs Beschreibung von Arabien S. 49.
[6]Vers 310.
B. Job. 19. Cap. 25. Vers. —
[7]Vers 329.
Offenbar. 1. Cap. 5. Vers.
[8]Vers 333.
1. Brief an die Corinther 15. Cap. 55. Vers.
Zweiter Gesang.
[1]Vers 30.
Siehe Joh. IV. Cap. 13. Vers.
[2]Vers 57.
Ueber die verschiedenen Arten des Aussatzes im Morgenlande, ihre schrecklichen Wirkungen, ihre Heilung, und die nöthige Strenge und Vorsicht, welche Moses III. B. 13. Cap. dabei vorschrieb, siehe Jahns Bibl. Archäologie. Häusliche Alterth. II. B. §. 213.
[3]Vers 76.
Sieh III. B. Mos. 15. Cap. 45. Vers.
[4]Vers 91.
Die beiden beträchtlichen Flüsse: Pharphar, jetzt Phege, und Amana, jetzt Schamaweis, vereinigen sich unweit Damaskus. Jener entspringt an dem Antilibanon, und dieser am Berge gleiches Nahmens. Einige halten sie für zwei Arme einer und derselben Quelle, die in dem Gebirge Amana entspringt.
[5]Vers 111.
Rimon war ein syrischer Götze, von dem die Geschichte sonst nichts weiter erwähnt.
[6]Vers 147.
Die Stadt Dothan lag vier Stunden von Samaria, gegen den Berg Tabor zu.
[7]Vers 285.
Nimm Bogen und Pfeile, hieß, ohne Bild, so viel: Rüste dich zum Kriege. Das Abschießen des Pfeiles gegen Morgen deutete dem König an: daß er die dorthin gelegenen israelitischen Besitzungen den Händen der Feinde zuerst entreißen solle, und war als prophetisches Sinnbild um so sprechender, da die Alten bei einer Kriegserklärung einen Wurfspieß in das feindliche Lager schleuderten. (Justin. II. Buch. Aeneis IX. Gesang. 47. Vers.)
[8]Vers 295.
Aphek war eine Stadt, die eine Tagreise von Tiberias nordwärts gegen Damaskus lag.
[9]Vers 306.
Das Grab des Propheten Elisa befand sich, nach dem Zeugnisse des h. Hieronymus (in epithaphio Paulae), in der Nähe der Stadt Samaria. — (Brentano II. B. der Könige 13. Cap. Anmerkung zum 20. Vers.)
Makkabäer.
[*]Die meisten Geschichtsforscher sind darüber einig, daß der Zunahme Makkabäer nicht ausschließend einem Geschlechte angehörte, sondern zur Zeit der Verfolgung der Juden durch den König Antiochus Epiphanes, in den Jahren 166 und 167 vor Chr., überhaupt allen Jenen gegeben ward, die sich durch Heldenmuth, Großthaten und Eifer in der Verteidigung des wahren Glaubens und der vaterländischen Sitten auszeichneten. Die Veranlassung dazu gab wahrscheinlich der sterbende Mathathias, der im prophetischen Geiste seinen drittgebohrnen Sohn Judas, unstreitig den größten Helden der Israeliten neuerer Zeit, mit dem Zunahmen מקכי — Hämmerer, zum Heerführer des Volks ernannt hat.
Mathathias.
[1] Vers 9.
Antiochus Epiphanes, ein Sohn Antiochus des Großen, bestieg im Jahr 175 vor Chr. widerrechtlich den Thron von Syrien, der eigentlich dem Demetrius, dem Sohne seines älteren Bruders Seleukus Philopator, gebührt hätte. Er wird von Polybius bei Athenäus V. und Diodor von Sizilien Fragm. XXVI. auf eine Art geschildert, daß er billig statt des Zunahmens ἐπίφανης, Erlaucht, jenen ἐπίμανης, wahnwizig, dem ihm seine Unterthanen gaben, verdiente.
[2] Vers 106.
Modin, Modein, war eine Stadt, die westlich von Jerusalem, nicht ferne von dem Meere lag.
[3] Vers 501.
S. 1. B. der Makkabäer 5. Cap. 12. V.
Eleazar, und die Mutter mit den sieben Söhnen.
[**]Der Schauplatz, wo diese heiligen Märtyrer für Wahrheit und Tugend starben, wird verschiedentlich, bald nach Antiochia, bald nach Jerusalem versetzt. Die der letzteren Meinung sind, geben an, daß Antiochus, auf die erhaltene Nachricht von der Widersetzlichkeit der Juden, im Jahre 166 vor Chr. selbst nach Judäa gekommen sey.
In dem Werke: Florus Biblicus, Tyrnaviae 1741, worin Michael Hexenfelder den Makkabäern eine schöne Stelle weihte, fand der Sänger die Nahmen der Mutter, und ihrer sieben Söhne, wie jener sie bei Jos. Flavius und den Commentatoren gefunden hatte.
[1]Vers 215.
V. B. Mosis 32. Cap. 36. V.
Judas Makkabäus.
Sieg.
[1]Vers 32.
Ecbatana, heut zu Tage Tabris, war die ehemalige Haupt- und Residenzstadt der medischen Könige, wo später auch die persischen Könige wegen der kühleren Luft, die theils von den umliegenden Bergen, theils von dem, ihr nordöstlich liegenden, caspischen Meere herwehte, den Sommer zubrachten.
[2]Vers 179.
Ueber diese kühne That des Eleazar, s. I. B. der Makkabäer, 6. Cap.
[3]Vers 203.
Nach III. Mosis 25. wurde den Israeliten verordnet: daß das siebente und fünfzigste Jahr jedesmal für sie ein Jubeljahr seyn solle, wo dem Volke große Wohlthaten zuflossen, z. B. zu Ende des 6ten und 49sten Jahres durfte nichts angebaut, und der Weinstock nicht beschnitten werden, und dennoch war der Ertrag im folgenden Jahre zu dessen Nahrung hinlänglich; da ferner (nach dem 8ten Vers) am Versöhnungstage die Trompete durch das ganze Land geblasen wurde, um allen Einwohnern des Landes die Feier des fünfzigsten Jahres anzukündigen, in welchem dem leibeigenen Juden die Freiheit, und dem Eigenthümer der versetzte Acker zurückgegeben werden mußte, so kam Judäa jedes fünfzigste Jahr zu seinem vorigen Bestand zurück, der Reiche durfte sich nicht auf immer der Habe des Armen bemeistern, und dieser nicht immer als Leibeigener dienen.
[4]Vers 233.
Siehe Psalm 105.
[5]Vers 239.
Siehe V. Mosis 32. Cap. 30. Vers.
[6]Vers 251.
Rom und Sparta. Siehe I. B. der Makkabäer 8. und 12. Cap.
[7]Vers 253.
Siehe im I. B. Mosis 49. Cap. 10. Vers die Weissagung Jakobs von Judas Stamm, die durch den Heiland in Erfüllung gekommen ist. (Ev. Matth. 2. Cap. 6. Vers.)
[8]Vers 272.
Nach dem katholischen Lehrbegriff umfaßt die Ecclesia triumphans die Seligen, die den ewig lohnenden Kranz bereits erhielten; die purgans, Jene, die nach dem Tode, in bestimmter Zeitfrist der Läuterung, auf jenen hoffen, und die militans, Jene, die noch dießseits des Grabes, durch Glauben, Hoffnung, und Liebe nach ihm ringen, und eint so alle ihre Glieder in dem einen, großen Anliegen durch ihr gemeinschaftliches Gebeth.