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Die Heiligen der Merowinger

Chapter 3: Inhaltsverzeichnis.
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About This Book

This work examines the lives and significance of saints during the Merovingian period, focusing on the challenges of biographical representation and psychological observation in historical accounts. It discusses the writings of Sulpicius Severus, particularly the life of Saint Martin, and analyzes the impact of these texts on the understanding of the saint's character and legacy. The text also explores the role of popular belief within the church's teachings, suggesting that the experiences and needs of the masses shaped historical events more than the actions of prominent figures. The study emphasizes the importance of the Frankish church as a non-dogmatic element in the broader context of religious history.

Inhaltsverzeichnis.

Seite
Heiligenleben und Heiligengrab 1
Erstes Buch: Das Heiligenleben.
Die Unmöglichkeit einer Biographie. Die Schwierigkeiten psychologischer Beobachtung 2–6
Erster Abschnitt: Die Memorie.
Erstes Kapitel: Die Martinsschriften des Sulpizius Severus.
1. Das Martinsleben des Sulpizius Severus.
2. Der Erfolg des Martinslebens. Die drei Briefe. Allgemeiner Charakter der Dialogen.
3. Inhalt der Dialogen.
4. Die Martinsschriften des Sulpizius Severus in ihren Schwächen.
5. Zur Charakteristik des heiligen Martin. Sankt Martin der Standardheilige der Merowinger 6–35
Zweites Kapitel: Die Panegyriker.
1. Gallische Ehrenpredigten.
2. Ennodius von Pavia. Das Epiphaniusleben des Ennodius 35–46
Drittes Kapitel: Severinus von Noricum. Fulgentius von Ruspe. Cäsarius von Arles.
1. Das Severinsleben des Eugipius. Zur Charakteristik Severins. Eugipius als Schriftsteller. Das litterarische Milieu des Eugipius in Rom.
2. Das Leben des Fulgentius von Ruspe.
3. Das Leben des Cäsarius von Arles. — Die römische Hagiographie. Rufin. Gregor der Große 46–73
Zweiter Abschnitt: Die Forschung.
Alte merowingische Viten und Passionen 73–75
Viertes Kapitel: Die panegyrische Heiligenforschung des Venantius Fortunatus.
1. Martinsepen des Paulin von Périgueux und des Fortunat. Die sechs Heiligenleben des Fortunat.
2. Das Radegundenleben des Fortunat. Die heilige Radegunde. Das Radegundenleben der Baudonivia 75–87
Fünftes Kapitel: Die Heiligengelehrsamkeit des Gregor von Tours.
1. Martins-Chronologie Gregors. Gregors Schriften und ihr Heiligencharakter. Das sepulkrale und das memoriale Interesse.
2. Gregors Heiligenleben. Venantius. Lupizinus und Romanus. Abraham. Lupizin II. Portian. Martius. Patroklus. Urs und Leubas. Monegunde. Caluppan. Emilian und Bärchen. Senoch. Leobard. Illidius. Quintian. Gallus. Nicetius von Trier. Nicetius von Lyon. Gregor von Langres.
3. Gregors Charakteristik der älteren Herrscher. Childebert und Chlothar. Chlothars Söhne. Chilperich. Sankt Gunthram 88–121
Sechstes Kapitel: Heiligenleben des siebenten Jahrhunderts.
Die Hagiographie nach Gregor.
1. Der Desiderius des Königs Sisebut. Gaugerich von Cambrai.
2. Columban.
3. Jonas von Susa. Das Johannesleben des Jonas. Johannes von Reomaus. Das Leben des Vedastes von Arras. Die Hagiographenschule von Luxeuil.
4. Die Heiligenschreiber im Zeitalter der Königin Balthilde. Leodegar von Autun. Eligius von Noyon. Audoen von Rouen. Amand. Der harmlose Charakter der merowingischen Heiligenlitteratur 121–149
Dritter Abschnitt: Die Legende.
Siebentes Kapitel: Wanderheilige.
Das Wanderelement im Mythus und in der Heiligenwelt.
1. Sankt Christoph. Sankt Georg. Georg und Mithra. Georgs Stellung in der Religion des Orients. Georg im alten Frankenreiche.
2. Die Sieben Schläfer. Die Sage vom langen Schlaf. Die Siebenzahl und die Kabiren. Die Siebenschläfer von Marmoutiers.
3. Sankt Kümmernis und ihre Bilder. Die heidnische Grundlage des Kümmernisdienstes 151–174
Achtes Kapitel: Ortsheilige.
1. Die Gründungssagen fränkischer Bistümer. Dionysius von Paris. Fränkische Apostelbischöfe.
2. Die beiden Moritze. Die Walliser Sage und Theodor von Sitten. Der fränkische Moritz.
3. Zuwachs der thebäischen Legion, Verena. Verena als Gauheilige. Die Alamannengöttin Verena 175–190
Neuntes Kapitel: Geschichtsheilige.
1. Das Leben der Genovefa. Genovefa von Paris Fluß- und Kornheilige. Genovefa von Brabant. Die heilige Gertrud. Die Walküre Keretrud als deutsche Isis.
2. Sankt Oswald. Oswald englischer König und tiroler Wetterherr. Sankt Oswald ein christlicher Wodan.
3. Die Stellung der Franken zum Mythus. Der epische Martin der Franzosen. Der mythische Martin der Deutschen 191–209
Zweites Buch: Das Heiligengrab.
Der fränkische Gräberkultus 210–211
Vierter Abschnitt: Der Name.
Zehntes Kapitel: Die Grundheiligen.
Stammgräber elf kirchlicher Provinzen: Der Ersten bis Vierten Lyoner, der Ersten und Zweiten Belgischen, der Viennischen, Arelatischen, Ersten und Zweiten Aquitanischen und der Narbonensis 212–222
Elftes Kapitel: Das Reichsheiligtum.
Das Martinsgrab. Die Martinskirche von Tours. Sankt Julian von Brioude. Saint Denis 222–227
Zwölftes Kapitel: Missionen und Translationen.
1. Die gallischen Martinskirchen.
2. Die fränkische Martinsmission unter den heidnischen Germanen.
3. Tauschverkehr einheimischer Heiliger.
4. Einfuhr fremder Heiliger.
5. Die fränkische Verehrung der Urheiligen 227–237
Fünfter Abschnitt: Die Kraft.
Dreizehntes Kapitel: Die Reliquie.
1. Ausländische Reliquien, Memorialreliquien.
2. Die Reliquie als Kraftbehälter. Die Empfindlichkeit der Reliquie.
3. Die Reliquie als Persönlichkeit 237–248
Vierzehntes Kapitel: Der heilige Ort.
Heiligkeit ein kultischer Begriff.
1. Sankt Julian und die Kirchendiebe. Bestrafte Kirchendiebstähle.
2. Armenpflege und Gefangenenpatronage. Sankt Martin Patron der Gefangenen.
3. Der kirchliche Schutz des Geächteten. Das Asylrecht zu Sankt Martin in Tours 249–261
Fünfzehntes Kapitel: Amulet und Fluidum.
1. Die Reliquie in Laienbesitz. Kraftträger zweiter Ordnung.
2. Versinnlichung und Verstofflichung der Geisteswelt. Profanation der Reliquienverehrung. Moralischer Defekt und harmlose Naivität im Reliquienglauben 261–272
Sechster Abschnitt: Das Wunder.
Sechzehntes Kapitel: Die Erscheinung.
Der niedere Mythus Hauptschauplatz der Heiligenerscheinung.
1. Julian und Martin zweierlei Wetterheilige. Der Kampf gegen Wind- und Wasserwichte. Heilige Quellen.
2. Das Floramirakel der Baum- und Feldheiligen. Heilige Pflanzen.
3. Heilige Thiere. Die Stadien der persönlichen Erscheinung des Heiligen.
4. Anwendung physischer Reizung im Kultus: Krystallvision. Offizielle und private Glasschauung 272–287
Siebenzehntes Kapitel: Die Heilung.
1. Diagnostische und abergläubische Beobachtung.
2. Gliederkranke. Blinde. Das mantische Wesen der Geisteskranken.
3. Das Heilverfahren. Tempelschlaf. Die therapeutische Vision.
4. Der Glaube als wesentlichste Vorbedingung tatsächlicher Heilung. Der kirchliche Nutzen der Kurerfolge 287–304
Achtzehntes Kapitel: Der Glaube.
1. Die sieben Weltwunder und die sieben Himmelswunder. Die Wundermacht des orthodoxen Bekenntnisses. Die Wundermacht des Christentums gegenüber dem Judentum. Christus als Oberwunderthäter.
2. Beziehungen zum Orient. Abhängigkeit vom römischen Christentum. Der römische Geist der Heiligenorganisation. Die Deutung des Zufalls und die Traumphantasie. Die Macht und Umsicht in der Verwaltung des Wunderglaubens.
3. Heiligenglaube und Heidentum. Der Germanenbekehrer Martin von Bracara. Das Weiterleben der gestürzten Götter als Dämonen. Die Einbürgerung des Wunders im täglichen Leben. Das typische Wunder als kirchliches Zucht- und Beweismittel. Begründete Begeisterung der Franken für das Christentum 304–334

Geschichtliche Würdigung des merowingischen Christentums. Das Kulturfundament des Mittelalters
334–336