The Project Gutenberg eBook of Robert Blum: Ein Zeit- und Charakterbild für das deutsche Volk

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Title: Robert Blum: Ein Zeit- und Charakterbild für das deutsche Volk

Author: Hans Blum

Release date: December 13, 2014 [eBook #47659]
Most recently updated: October 24, 2024

Language: German

Credits: E-text prepared by Odessa Paige Turner, Norbert Müller, and the Online Distributed Proofreading Team (http://www.pgdp.net) from page images generously made available by the Google Books Library Project (http://books.google.com)

*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK ROBERT BLUM: EIN ZEIT- UND CHARAKTERBILD FÜR DAS DEUTSCHE VOLK ***

The Project Gutenberg eBook, Robert Blum, by Hans Blum

 

 

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Robert Blum mit Signatur

Druck von F A Brockhaus in Leipzig

Robert Blum.

Ein Zeit- und Charakterbild für das deutsche Volk

von

Hans Blum.

Mit einem Portrait in Stahlstich und dem Facsimile des letzten Briefes Robert Blum’s.

 

 

Leipzig,

Verlag von Ernst Keil.

1878.

 

 

Seinem lieben Vetter

Christian Wahl

in Chicago (Illinois, Nordamerika)

in freundschaftlicher Gesinnung

zugeeignet

vom

Verfasser.

Vorrede.

Mein lieber Vetter und Freund!

Der Sohn hat es unternommen, des Vaters Leben zu schreiben. —

Unter allen Umständen ein großes Wagniß, doppelt schwierig im vorliegenden Falle, wo es sich handelt um die Darstellung von Ereignissen, die der Verfasser selbst gar nicht oder nur als Kind erlebte, und um die Zeichnung einer politischen Richtung und Bewegung, welcher der Verfasser keineswegs vollkommen sympathisch gegenübersteht. So war denn das einfache Verhältniß, in welchem der Biograph zu seinem Helden stehen soll, das Verhältniß reiner Uebereinstimmung oder Gegnerschaft, von Anfang an nicht vorhanden. Die Gefahr lag nahe, daß entweder die Pietät des Sohnes auf Kosten historischer Wahrheit und Treue oder die Parteimeinung unserer Tage auf Kosten der vollen Pietät und Gerechtigkeit gegen den edeln Todten in dem Widerstreit dieser beiden Anschauungen siegen werde.

Daß ich das offen ausspreche, mag ein Beweis dafür sein, daß ich nicht blos die Gefahr erkannt habe, die dem Gelingen eines seit achtzehn Jahren beharrlich und freudig verfolgten Planes entgegenstand, sondern daß ich auch Alles aufgeboten habe, um diese Gefahr zu überwinden.

Das erste Erforderniß zur Erreichung meines Ziels schien mir zu sein die volle Herrschaft über den Stoff. Nur dadurch war ein unbefangenes Urtheil zu gewinnen. So wie ich daran ging, den Stoff zu sammeln, zeigte sich, daß diese Sammlung wohl kaum jemals abgeschlossen werden könne. Jedes Jahr — um nicht kürzere Zeiträume zu nennen — hat uns seit 1848 werthvollere Bereicherungen unseres Wissens und Urtheils über die vierzig Jahre geboten, in denen Robert Blum lebte, namentlich über das Jahr der deutschen Revolution selbst. Damit war mein Unternehmen von Anfang an auf die bescheidenen Grenzen des Versuchs einer Lösung angewiesen. Mehr will es auch nicht bieten, da es nun hinaustritt in die Welt. Mögen Andere, Bessere, sich dazu angeregt fühlen, diesen Versuch weiter zu führen. Ich selbst werde fortfahren zu sammeln und zu sichten und werde die Resultate dieser fortgesetzten Arbeit, wenn die deutsche Nation diesem Versuche ihre Gunst leiht, in einer anderen Auflage niederlegen.

Ihrer Art nach zerfallen meine Quellen in drei Klassen: in Jedem zugängliche gedruckte Schriften und Blätter, in schriftliche und mündliche Mittheilungen von Zeitgenossen Robert Blum’s über denselben an mich und Andere; endlich in handschriftliche Aufzeichnungen Robert Blum’s selbst, die sich theils in seinem Nachlasse vorfanden, theils von den Besitzern mir überlassen wurden. Allen, die mir bei der Sammlung irgend einer dieser Quellengattungen behülflich waren, sage ich hierdurch öffentlich meinen herzlichsten Dank. Leider ist Mancher darunter, der längst die Augen für immer geschlossen hat und meinen Dank nicht mehr vernehmen kann. Das gilt z. B. von Johann Jacoby, Ludwig Simon, Prof. Wuttke und vor Allem von jenem Manne, der sich wenige Wochen vor seinem Ende noch dazu entschloß, dieses Buch zu verlegen, von Ernst Keil.

Am 9. November 1878 ist ein Menschenalter erfüllt, seitdem Robert Blum auf der Brigittenau verblutete. Dieser Zeitabschnitt schien den vorläufigen Abschluß und die Veröffentlichung dieser Arbeit zu rechtfertigen. Aber auch innere Gründe drängten dazu, nicht länger mit der Ausgabe dieser Blätter zu zögern. Es schien hohe Zeit, jenes falsche und unsaubere Bild Robert Blum’s, zu welchem Herr Alexander Frhr. v. Helfert die Grundlinien scheinbar aus dem ehrwürdigen Schrein österreichischer Privat- und Staatsarchive zusammengetragen hatte, und das seit etwa acht Jahren fast unberichtigt geblieben war, geschichtlich treu zu zeichnen. Außerdem erschien der Versuch, das Leben und Wirken jenes Mannes, welcher die treueste Fürsorge für den „vierten“ Stand mit einer gut-deutschen Gesinnung vereinigte — das Leben und Wirken Robert Blum’s darzustellen besonders geboten in einer Zeit, in welcher ein vaterlandsloses Demagogenthum den rohen Klassenhaß predigte und die Verhöhnung und Zerstörung der deutschen Vaterlandsliebe als die Grundbedingung der wahren Freiheit pries. Die Wahrheit über Robert Blum mußte bald gesagt werden, da dieselbe Partei mit der ihr eigenen Virtuosität der Lüge diesen Mann seit Jahren in ihren unsauberen Blättern als einen ihrer socialistischen Parteiheiligen pries. Noch ehe dieses Buch vor die Welt tritt, ist allerdings auch die Fortsetzung dieser Lästerung Robert Blum’s unterbrochen worden durch das Sozialistengesetz, welches dem frechsten Mißbrauch der Preßfreiheit das verdiente Ziel setzt; und damit ist scheinbar einer der Gründe weggefallen, die mich zur Vollendung meiner Arbeit antrieben. Aber gerade zu der Aufgabe, welche das Sozialistengesetz verfolgt: eine Wandlung der ethischen und nationalen Gesinnung jener Kreise anzubahnen, die von dem zersetzenden Gifte der Socialdemokratie angefressen sind, kann dieses Lebens- und Charakterbild wohl ein Scherflein beitragen. Denn es zeigt einen Mann, der sich aus dem tiefsten socialen Elend aus eigener Kraft emporgearbeitet zu dem höchsten Ehrensitz seines Volkes und der sein Leben einsetzte um die höchsten Güter der Nation. Vor solcher Größe tritt die ganze Erbärmlichkeit der socialistischen Heilslehre und die Kleinheit ihrer Apostel besonders grell zu Tage.

Ob es mir gelungen ist, dem theuren Manne und seiner Zeit gerecht zu werden, darüber steht mir kein Urtheil zu. Aber auch wenn man mir das rundweg bestreiten sollte, so wird mein Buch ein Verdienst immer behalten, das freilich mein Verdienst nicht ist: zum ersten Male ist hier der Werdegang dieses merkwürdigen Mannes fast ausschließlich an seinen eigenen Worten dargestellt, seine Weltanschauung und Parteimeinung an der Hand aller eigenhändigen Aufzeichnungen Robert Blum’s, die nur irgend in seinem Nachlasse, im Gewahrsam seiner Gattin, seiner Schwester, vieler seiner Freunde und in Folge öffentlicher Aufforderung zu benützen waren, dargelegt worden.

Wenn ich Dir, lieber Vetter Christian, dieses Lebensbild widme, so wählte ich Dich als einen Typus der besten Deutschen des fernen Westens der Vereinigten Staaten; jener Deutschen, welche nicht mit vorgefaßten unabänderlichen Meinungen und nicht mit ärgerlichem Besserwissen die Zustände und die geschichtliche Entwickelung ihrer alten Heimath betrachten, sondern mit demselben nüchternen, kritischen, aber auch ideal-patriotischen Blick, mit dem sie inmitten des großen Lebens der Union selbstthätig stehen. Das treue Andenken dieser Deutsch-Amerikaner an Robert Blum ist mir von größtem Werthe und ihnen wollte ich durch meine Widmung an Dich einen Dankesgruß über den Ocean rufen.

In treuer Freundschaft

Leipzig,Dein
am Reformationsfeste 1878.Hans Blum.

Inhaltsverzeichniß.

Seite
VorredeV
InhaltsverzeichnißXI
1. Kindheit (1807–1817)1
Die bisherige Literatur über Robert Blum’s Leben. 1. Seine Charakteristik. 3. Herkunft. 5. Der Vater. 5. Die Mutter. 7. Erste Kindheit. 8. Des Vaters Tod. 9. Der Stiefvater. 11. Tiefstes Elend. 13. Frühe Gemüths- und Charakterbildung. 14. Die Hungerjahre 1816/17. 16.
2. Schule und Kirche (1813–1820)17
Die Rheinprovinz in den ersten Jahren ihrer Zugehörigkeit zu Preußen. 17. Erster Schulunterricht. 20. Tante Agnes. 20. Communion. 25. Robert, Meßdiener. 26. Seine Beobachtungen. 26. Zweifel. 28. Ketzergericht. 29. Absolution. 30. Im Gymnasium. 31. Plötzliches Ende der Schulzeit. 32.
3. Lehr- und Wanderjahre (1820–1827)33
Roberts Lehrjahre. 33. Beim Goldarbeiter Asthöver. 35. Beim Gelbgießer Räder. 37. Gesellenfahrten und Wandertagebuch. 39. Arbeitslos. 41. Von Schmitz angestellt. 42.
4. Bei J. W. Schmitz (1827–1830)43
J. W. Schmitz. 43. Blum’s Stellung bei demselben. 47. Süddeutsche Reise mit Schmitz. 48. In München. 49. (Arbeiten und Studien. 50.) Zurück nach Köln. 52. Reise nach Berlin. 53. In Berlin. 54. Einberufung zur Fahne. 56. Wieder in Berlin, mittellos. 57. Correspondenz und Conflikt mit Schmitz. 58. Entlassung Blum’s. 60.
5. Theaterdiener und Dichter (1830–1832)61
Stellung bei Ringelhardt. 62. Erstes poetisches Schaffen. 65. Politische Gedichte. 66. Nationaler Standpunkt. 68. Idealismus. 69. Erneute schwere Sorgen. 70. Die Theaterbibliothek. 70. Humor und Satire. 71. Sentenzen. 72. Dramen. 73. („Die Befreiung von Candia“. 74.) Nach Leipzig! 75.
6. Die ersten Jahre in Leipzig (1832–1836)76
Leipzig Anfang der dreißiger Jahre. 76. Die Literatengesellschaft. 80. Blum über die Leipziger Messe (1834). 81. Ueber die Leipzig-Dresdner Bahn (1834). 83. Ueber die literarische Production (1834). 84. Eigenes Schaffen. 85. Stellung beim Theater. 86. Reise in die Sächs. Schweiz. 86. Auguste Forster. 87. Eintritt in den Freimaurerbund. 89. Späteres Urtheil darüber. 91.
7. Erstes politisches Wirken. Eigene Häuslichkeit (1837. 1838)92
Das politische Leben in Sachsen von 1831 bis 1836. 92. Der Leipziger Freundeskreis. 94. Erste Schritte in die Oeffentlichkeit. 96. Das Fest zu Lützen. 96. Die sieben Göttinger. 101. Die erste Rede Blum’s. 103. Prolog. 104. Verkehr mit der Provinz. 105. Adelheid Mey. 105. Heirath. 107. Theaterlexicon. 107. Reise nach Berlin. 109. Erkrankung Adelheid’s. 110. Ihr Tod. 112. Begräbniß. 113. Visionen. 114. Allmählicher Trost in Arbeit. 115.
8. Neue Hoffnungen. Eugenie Günther (1839. 1840)117
Neue Hoffnungen. 118. Eugenie Günther. 119. Briefwechsel mit Eugenie Günther. 121. „Wühlerei“. 131. Die Mainzer Besprechung. 135. Die Reise nach Frankfurt. 137. Hochzeit und junge Häuslichkeit. 139.
9. Wachsendes öffentliches Wirken (1840–1844)140
Sachsen seit 1840. 140. Jubiläum der Erfindung der Buchdruckerkunst. 143. Der Schriftstellerverein. 145. Schillerverein und Reden zum Schillerfest. 147. Agitation in der Presse. 149. Die Vaterlandsblätter. 150. Der Verfassungsfreund. 152. Das Taschenbuch Vorwärts. 155. Sächsischer Landtag 1842/43. 157. (Gährungsstoffe. 157. Adresse. 158. Preßgesetz. 159. Strafproceßordnung. 160.) Nachwirkung der Kammerverhandlungen. 161.
10. Die Reaction unter Könneritz. Die deutsch-katholische Bewegung (1843–1845)163
Die Reaction unter Könneritz. 163. Maßregelung von Schriftstellern. 164. Anklage und Prozeß gegen Blum. 164. Verurtheilung. 166. Ein fideles Gefängniß. 167. Persönliche Verhältnisse dieser Zeit. 168. Ueber den Beruf des Mannes. 171. Die deutsch-katholische Bewegung. 172. (Rede bei Gründung der Leipziger Gemeinde. 175. Das Leipziger Concil. 179. Weltliche Zwecke. 180.)
11. Wachsende Gährung in Sachsen. Die Leipziger Augustereignisse (1845)181
Die kirchliche Haltung und Politik der Regierung. 181. Die Juli-Verordnung. Wachsende Gährung. 184. Prinz Johann. 186. Der 12. August in Leipzig. 187. Aufregung. 194. Der 13. August. Gerüchte. Rathlosigkeit der Behörden. 196. Schützenhausversammlung. 197. Robert Blum’s Auftreten und Rede. 198. Auf dem Rathhaus. 200. Lähmung der Behörden. 201. Adressen der Gemeindebehörden. 203. Bescheid des Königs. 204. Das Begräbniß. 204. Standpunkt der Regierung (Herr v. Langenn und Militärmassen in Leipzig). 205. Des Königs Antwort. 207. Die Leipziger Untersuchungscommission. 208. Erörterungen gegen Blum. 209. Verbote. 210. Klägliche Haltung der Gemeindevertretung. 211. Entrüstung in Deutschland. 212. Dankadressen an Blum. 212. Wahl desselben zum Stadtverordneten. 213. Sein Brief über die Augustereignisse an Joh. Jacoby. 213.
12. Die letzten Jahre vor der Revolution (1846. 1847)215
Der Sächsische Landtag 1845/46. 215. (Die Opposition. 216. Blum’s Petition. 216. Thronrede und Adresse. 217. Adreßdebatte. Strafprozeßordnung. 218. Die kirchlichen Fragen. 219. Die Preßzustände. 220. Der Feudalismus. 221. Die Leipziger Augustereignisse vor dem Landtag. 221.) Ovationen für die Getreuen und Vaterlandslieder. 225. Persönliches (Stellung Blum’s im Stadtv.-Collegium) 227. Die Constit. Staatsb. Zeitung. 229. Ernst Keil’s Leuchtthurm. 230. Häusliche Sorge. 231. Heldenthaten der Reaction. 231. Nichtbestätigung Blum’s als Stadtrath. 233. Blum’s polnische Schwächen. 234. Die Theuerung 1846/47. 235. (Broschüre Blum’s. 236.) Außerordentlicher Landtag 1847. 237. Carlowitz, Ministerpräsident. 238. Volksbuchhandlung Blum’s auf Actien. 238. Kündigung an den Theaterdirector Schmidt. 239. Verlag von R. Blum & Comp. und das Volksthüml. Staatslexicon. 241. Urtheil Robert v. Mohl’s darüber. 241. Blum über Socialismus und Communismus. 243. „Den Frauen!“ 246.
13. Die Jubelwochen der Revolution (Februar und März 1848)247
Das Jahr 1848. 247. Leipzig nach der Februarrevolution. 250. Einmüthigkeit der Parteien, Adresse. 251. Blum’s Rede am 3. März. 253. Stadtv.-Sitzung, v. 4. März. 254. Die zweite Deputation und Beginn einer Nachgiebigkeit in Dresden. 255. Falkensteins Rücktritt. 256. Proclamation des Königs. 257. Stadtv.-Sitzung vom 7. März. 257. Die Vorstellung der Universität. 258. Schwankende Haltung der Regierung. 259. (Strenge Maßregeln. 260. Carlowitz in Leipzig. 261. Bedenkliche Gährung. 261. Die Landesversammlung im Schützenhause. 262. Carlowitz’ Abreise. 263.) Das Märzministerium. 264. Programm desselben. 265. Das Sächs. Parteiwesen. 267. Die Vaterlandsvereine. 268. Abreise Blum’s zum Vorparlament. 269.
14. Im Vorparlament und Fünfzigerausschuß (Ende März bis 18. Mai 1848)269
Allgemeines über Blum’s Stellung. 269. Das Vorparlament. 286. Blum, Vicepräsident, seine vermittelnde Stellung. 287. Herrn Laube’s Zerrbilder von Blum. 289. Erster Tag im Vorparlament. 291. Erste Rede im Vorparlament. 292. Das Wahlgesetz. 294. Die Permanenzfrage. 295. Der Antrag Zitz. 297. Das Amendement Bassermann und Blum’s Erklärung. 298. Die Wahlen zum Fünfzigerausschuß. 299. v. Soiron’s „Einzig und Allein“. 300. Der Fünfzigerausschuß. 302. Sendungen Blum’s (nach Aachen, Köln u. s. w.). 303. Der Badische Aufstand. 305. Beschuldigung der Begünstigung gegen Blum. 306. Das Triumvirat und v. Lepel’s Promemoria. 307. Schluß des Fünfzigerausschusses. 309.
15. Im Parlament (Bis zur Einsetzung der provisor. Centralgewalt. Mai bis Juli 1848.)309
Wahlsorgen Blum’s. 309. Parlamentseröffnung. 315. Gagern’s Präsidialantritt. 316. Der Verfassungsentwurf der Siebzehner und die Regierungen. 317. Die Linke und Blum’s Führerschaft. 318. Arbeitslast. 319. Die Parlamente der Einzelstaaten. 320. Die Mainzer Angelegenheit. 321. (Blum’s Rede. 322. Die Entscheidung. 323. Folgen für Blum. 324.) Verhandlungen über den Antrag Raveaux. 325. (Blum’s Rede. 327. Die Versöhnung. 328.) Der Conflikt Blum-Auerswald. 329. Die Pfingstreise der Linken in die Pfalz. 333. Die deutsche Flotte. 339. Die Verhandlungen über die provisorische Centralgewalt. 340. (Blum’s Rede am 20. Juni. 342. am 24. Juni. 348. Die Entscheidung, Gagern’s kühner Griff. 357.) Der Reichsverweser. 357. Dessen Wahl und Einsetzung. 359. Briefe Blum’s aus diesen Tagen. 361.
16. Im Parlament und Daheim (Juli und August 1848 bis zum Conflikt über den Malmöer Waffenstillstand.)366
Auseinandersetzungen mit dem Bundestag. 366. Conflikt mit Hannover. 369. Reichsminister. 370. Preußens Vorschlag vom 17. Juli. 370. Die Huldigung der Bundestruppen an den Reichsverweser. 371. Vermehrung des deutschen Heeres. 372. Die Polenfrage. 374. (Blum’s Rede. 375. Entscheidung und Folgen. 381.) Die Amnestiefrage und Hecker’s Wahl. 382. Die Grundrechte. 382. Die Zustände in Sachsen. 384. (Der Landtag und das Wahlgesetz. 385. Stellung zum Deutschen Verfassungswerk. 386. Die Versammlung der Vaterlandsvereine in Dresden, am 9. Juli. 388. Zwiespalt in den Vaterlandsvereinen. 392.) Blum’s Reise nach Leipzig. 393. (Daheim, S. 394. Die Rede im Schützenhause am 16. August. 396.) Spaltung der Vaterlandsvereine. 409. Jäkel, der Sieger. 411.
17. Der Waffenstillstand von Malmö. Die Frankfurter Septembertage414
Der Waffenstillstand von Malmö. 414. Der Conflikt mit dem Parlament. 417. Die Redeschlacht. 418. Ministerkrisis. 419. Das Ende der Krisis. 420. Die zweite Verhandlung im Parlament. 421. (Blum’s Rede am 16. Sept. 422. Die Entscheidung. 436.) Sturm. 437. Das Gewitter zieht herauf. 438. (der Artikel der Reichstagszeitung vom 19. September. 439.) Die Versammlung der Pfingstweide. 440. Die Clubs der Linken am Abend. 422. Der 18. September. 443. Der Sieg und seine Folgen. 446. Briefe Blum’s aus diesen Tagen. 447. Die Verhältnisse in Sachsen. 450. (Jäkel gegen die Frankfurter Linke. 451. Absage Blum’s an die Vaterlandsblätter. 454. Rüder’s Brief. 455. Bruch mit Jäkel. 456.) Motive der Reise nach Wien. 456.
18. Nach Wien und in Wien. (Wiener Octoberrevolution 1848)457
Die Verhältnisse Oesterreichs. 458. Die Verhältnisse in Wien. 463. (Der 6. October in Wien 464. und die Frankfurter Linke 466.) Blum’s Reise nach Wien. 467. Die Lage in Wien bei seiner Ankunft. 467. Jelačić. 468. Blum’s erste Tage in Wien. 470. Entschluß zur Rückreise. 472. Die Wiener Behörden. 473. Wenzel Messenhauser. 474. Anarchische Elemente. 478. Gezwungenes Ausharren in Wien. 479. Fürst Windischgrätz. 482. (Seine geheime Verschwörung mit dem Hofe. 482. Seine Auflehnung gegen Latour. 483. Intriguen mit dem Hofe in Olmütz. 484. Windischgrätz. Dictator. 485. Sein historischer Charakter. 486.) Aufmarsch gegen Wien. 488. Die Proclamation vom 20. October. 488. Die Reichscommissare. 489. Stimmung in Wien. 489. Blum’s Rede in der Aula den 23. Oktober. 490. Sein Artikel im „Radikalen“ vom 24. Oktober. 493. Windischgrätz’ Proclamation und Bedingungen vom 23. October. 495. Beginn des Kampfes. 497. Fortschreitender Angriff auf die Stadt. 498. Blum, Hauptmann im Elite-Corps. 499. (Sein Antheil am Kampfe. 500. Im Feuer. 501.) Siegreiches Vordringen der Truppen. 504. Die Gräuel der Soldaten. 506. Die Kapitulation. 508. Blum für Uebergabe. 510. Verhängnißvolle Zögerung des Fürsten. 511. Die Ungarn kommen! 512. Kapitulationsbruch und Pöbelherrschaft. 513. Herrn v. Helfert’s Verleumdung gegen Blum. 514. Unterwerfung Wiens. 516.
19. Robert Blum’s Gefangennehmung, Proceß und Tod517
Militairdespotie in Wien. 517. Schreiben Blum’s an Csorich vom 2. November. 520. Csorich an Cordon am 2. November. 521. Blum und Genossen an Cordon den 3. November. 522. Verhaftung Blum’s und Fröbel’s. 523. Das Verhalten des sächsischen Gesandten v. Könneritz. 525. Das Unverletzlichkeitsgesetz vom 29/30. Sept. und seine Gültigkeit für Oesterreich. 531. Schreiben Blum’s vom 5. Nov. an den Präsidenten der Nationalversammlung. 533. Geheime Verhandlungen Windischgrätz’ mit Olmütz. 534. Stimmung Blum’s. 537. Der räthselhafte Padovani. 539. Beschwerde Blum’s vom 7. November. 543. Verfügung Cordon’s. 544. Beweiserhebungen am 8. November. 544. Protest Blum’s am 8. November. 545. Der Befehl aus Schönbrunn. 548. Verhör Blum’s. 549. Rechtliche Beurtheilung des Processes wider Blum. 554. Politische Beurtheilung des Processes. 559. Das Urtheil. 561. Blum’s letzte Nacht. 561. Blum’s letzte Stunden. 564. (Gespräch mit P. Raimund. 564. Bekehrung?! 565. Letzte Briefe. 568.) Die Fahrt nach der Brigittenau. 569. Blum’s Ende. 570.
20. Deutschlands Todtenklage572
Offizielle Schritte. 574. Todtenklage des Volkes. 577. Schluß. 579.
Alphabetisches Namensverzeichniß581